Examensarbeit, 2008
90 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen der Kinder- und Jugendliteratur
2.1. Definition und Begriffsdifferenzierung
2.2. Handlungs- und Symbolsystem
2.3. Kinder- und Jugendliteratur als Textkorpus
2.4. Wesensbestimmungen im Kinder- und Jugendliteratur System
2.5. Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur in der BRD seit 1945
2.6. Der moderne Kinderroman
2.6.1. Der problemorientierte bzw. sozialkritische Kinderroman
2.6.2. Der psychologische Kinderroman
2.6.3. Der komische Kinder- bzw. Familienroman
2.6.4. Der fantastische Kinderroman
2.7. Der Jugendroman
2.7.1. Problemorientierte Jugendliteratur
3. David Almond „Lehmann oder Die Versuchung“
3.1. Zum Autor
3.2. Zum Inhalt
3.3. Zum Erzählanfang
3.4. Erzähltextanalyse nach Stanzel
3.4.1. Typen der Erzählsituation
3.4.2. Person
3.4.3. Perspektive
3.4.4. Modus
3.5. Erzähltextanalyse nach Petersen
3.5.1. Erzählform
3.5.2. Erzählverhalten
3.5.3. Standort des Erzählers
3.5.4. Erzählperspektive
3.5.5. Erzählhaltung
3.6. Erzähltextanalyse nach Martinez und Scheffel
3.6.1. Zeit
3.6.2. Modus
3.6.3. Stimme
3.6.4. Die Zuverlässigkeit des Erzählers
3.6.5. Motivierung
3.6.6. Erzählte Welten
3.7. Zum Erzählende
3.8. Figurencharakterisierung
4. Guus Kuijer „Ein himmlischer Platz“
4.1. Zum Autor
4.2. Zum Inhalt
4.3. Zum Erzählanfang
4.4. Erzähltextanalyse nach Stanzel
4.4.1. Person
4.4.2. Perspektive
4.4.3. Modus
4.5. Erzähltextanalyse nach Petersen
4.6. Erzähltextanalyse nach Martinez und Scheffel
4.6.1. Zeit
4.6.2. Modus
4.6.3. Stimme
4.6.4. Die Zuverlässigkeit des Erzählers
4.6.5. Motivierung
4.6.6. Erzählte Welten
4.7. Zum Erzählende
4.8. Figurencharakterisierung
5. Zusammenfassende Ergebnisse hinsichtlich des Wandels der KJL auf der Grundlage der untersuchten Werke
6. Schlusswort
Die Arbeit untersucht den narratologischen Wandel der modernen Kinder- und Jugendliteratur. Dabei wird analysiert, wie sich die Darstellungstechniken und Erzählstrukturen verändert haben, um dem gewandelten gesellschaftlichen Status von Kindern und Jugendlichen sowie deren gewachsener Mündigkeit gerecht zu werden.
3.4.1. Typen der Erzählsituation
Die auktoriale ES: Die auktoriale ES zeichnet sich durch ihre Kommentare und „Einmengungen“ bezüglich des Erzählten aus. Jedoch ist der Erzähler in diesem Fall keineswegs mit dem Autor identisch, da er auch Meinungen vertreten kann, die nicht die des Autors sein müssen oder sein Wissenshorizont kleiner oder größer als der ist, den man von dem Autor erwartet. Durch die Kommentare der Erzählinstanz ist der Leser imstande sich einen Einblick in dessen Weltanschauung zu verschaffen. Dies kann den Leser jedoch auch verwirren, wenn dieser nicht imstande ist, den auktorialen Erzähler als Vermittler mit einer eigenen Meinung und möglichen Fehlern zu sehen.
Der auktoriale Erzähler steht nach Stanzel an der Schwelle zur fiktiven Welt aber ist definitiv keine Figur derselben und dient somit als Mittelsmann zwischen Autor und Leser. Er beschreibt die Figuren, ihre Gedanken und Handlungen, er setzt sich mit den Ereignissen auseinander und bewertet sie, er ist imstande Vorausdeutungen zu machen und weiß auch, was gewesen ist. Die hier vorherrschende Grundform des Erzählens ist in diesem Fall die berichtende Erzählweise, der sich die szenische unterordnet.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die wachsende Bedeutung der Kinder- und Jugendliteratur und skizziert das Ziel der Arbeit, narratologische Veränderungen in ausgewählten Werken anhand spezifischer Literaturtheorien zu untersuchen.
2. Theoretische Grundlagen der Kinder- und Jugendliteratur: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis, indem es Begriffe klärt, die KJL als Textkorpus definiert und die Entwicklung der Gattung in der BRD sowie deren Subgattungen wie den modernen Kinderroman beschreibt.
3. David Almond „Lehmann oder Die Versuchung“: Hier erfolgt eine detaillierte narratologische Analyse des Romans unter Anwendung der Modelle von Stanzel, Petersen sowie Martinez und Scheffel, wobei insbesondere Erzählanfang, Modus und Erzählerzuverlässigkeit beleuchtet werden.
4. Guus Kuijer „Ein himmlischer Platz“: Dieses Kapitel überträgt die angewandten narratologischen Analysemethoden auf das Werk von Guus Kuijer, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Erzählweise und Charakterisierung zu identifizieren.
5. Zusammenfassende Ergebnisse hinsichtlich des Wandels der KJL auf der Grundlage der untersuchten Werke: Die Ergebnisse der Analysen werden synthetisiert, um aufzuzeigen, wie sich die narrative Komplexität und der Anspruch an den kindlichen Rezipienten verändert haben.
6. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die zunehmende Annäherung der Kinder- und Jugendliteratur an die Erwachsenenliteratur und die daraus resultierende höhere Anforderung an die Lesekompetenz.
Kinder- und Jugendliteratur, Narratologie, Erzähltextanalyse, Stanzel, Petersen, Martinez und Scheffel, David Almond, Guus Kuijer, Erzählverhalten, Fokalisierung, Modus, Zeitstruktur, Rezeption, Moderne, Erzählinstanz.
Die Hausarbeit widmet sich der narratologischen Analyse zweier moderner Kinder- und Jugendromane und untersucht dabei, wie sich die Erzählstrukturen im Vergleich zur traditionellen Literatur für junge Leser gewandelt haben.
Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen der Kinder- und Jugendliteratur, die Analyse von Erzählsituationen, Erzählverhalten, zeitlichen Strukturen sowie die Charakterisierung der Figuren in den ausgewählten Romanen.
Ziel ist es, den "modernen" Status der Kinder- und Jugendliteratur zu definieren und aufzuzeigen, inwiefern sich die Erzählweise durch höhere Komplexität der Literatur für Erwachsene annähert.
Die Arbeit nutzt etablierte narratologische Modelle, insbesondere von Franz Stanzel, Jürgen Petersen sowie Matias Martinez und Michael Scheffel, um die Texte methodisch zu sezieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung und die konkrete Analyse der Werke „Lehmann oder Die Versuchung“ und „Ein himmlischer Platz“ nach den genannten narratologischen Kategorien.
KJL, Narratologie, Erzähltextanalyse, moderne Kinderliteratur, Fokalisierung und Autoreflexivität sind zentrale Begriffe, die die inhaltliche Ausrichtung prägen.
Das erzählende Ich in Almonds Werk ist eine komplexe Instanz, die retrospektiv agiert, sich teilweise vom erlebenden Ich distanziert und durch ihre (Un-)Zuverlässigkeit sowie den Tempuswechsel den Leser zur aktiven Reflexion zwingt.
Diese Trennung erlaubt es, die Reifung der Erzählinstanz nachzuvollziehen und zu verstehen, wie das Wissen des gereifteren Ichs die Darstellung der Erlebnisse in der Vergangenheit beeinflusst oder filtert.
Die Hypnose führt zu einer „mimetischen Unentscheidbarkeit“; narratologisch lässt sich nicht zweifelsfrei bestimmen, ob die dargestellten Ereignisse real oder Einbildung sind, was die Zuverlässigkeit des Erzählers nachhaltig in Frage stellt.
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