Masterarbeit, 2022
107 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Untersuchungskontext
2.1.1 Berufsgruppe: Medizinische Fachangestellte
2.1.2 Struktur der Gesundheitsversorgung
2.1.3 Entwicklung zu einer Unterversorgung – Auswirkungen des demographischen Wandels
2.2 Definitionen und theoretische Modelle
2.2.1 Arbeitszufriedenheit
2.2.2 Wechselbereitschaft
2.2.3 Zufriedenheit mit dem Berufserfolg
2.2.4 Wertschätzung durch Führungskraft
2.2.5 Arbeitsstress
2.3 Untersuchungsmodell
2.4 Forschungsstand und Hypothesen
2.4.1 H1: Arbeitszufriedenheit und Wechselbereitschaft
2.4.2 H2: Zufriedenheit mit dem Berufserfolg und Arbeitszufriedenheit
2.4.3 H3: Wertschätzender Führungsstil und Arbeitszufriedenheit
2.4.4 H4: Arbeitsstress und Arbeitszufriedenheit
2.4.5 H5: Arbeitsstress und Wechselbereitschaft
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Stichprobe
3.2.1 Stichprobenauswahl
3.2.2 Stichprobenbeschreibung
3.3 Erhebungsinstrumente und -material
3.4 Studienablauf
3.5 Statistische Analyse
4 Empirische Ergebnisse
4.1 Deskriptive Ergebnisse
4.2 Hypothesentests
4.2.1 Ergebnisse H1
4.2.2 Ergebnisse H2
4.2.3 Ergebnisse H3
4.2.4 Ergebnisse H4
4.2.5 Ergebnisse H5
4.3 Sonstige Ergebnisse
5 Diskussion und Handlungsempfehlungen der empirischen Ergebnisse
5.1 Zusammenfassung der Hauptergebnisse
5.2 Einordnung der Ergebnisse in die Literatur
5.3 Einschränkungen der Studie und Implikationen für weitere Forschungen
5.4 Beitrag der Studie
5.5 Implikationen der Studie für die Praxis & Handlungsempfehlungen
Die Arbeit untersucht die Determinanten der Arbeitszufriedenheit sowie der Wechselbereitschaft von Medizinischen Fachangestellten (MFA) in Schleswig-Holstein, um wissenschaftlich fundierte Maßnahmen gegen den zunehmenden Fachkräftemangel im ambulanten Gesundheitssektor abzuleiten.
2.2.1 Arbeitszufriedenheit
Arbeitszufriedenheit gilt als eines der populärsten und am besten erforschten Konstrukte im Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie (Kirchler, 2011; Spector, 1997). Trotz der Popularität der Thematik konnte sich die Wissenschaft jedoch nicht auf eine einheitliche Definition des Begriffs der Arbeitszufriedenheit einigen (Locke, 1976). Als häufig genannte Bezeichnung kann die Arbeitszufriedenheit vermehrt als die Einstellung der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers gegenüber der Erwerbstätigkeit verstanden werden (Kirchler, 2011; Neuberger, 1974; Robbins, 2001; Weiss, 2002). Dabei sind verschiedene Facetten wie Arbeitsaufgaben, Beziehungen zu Kolleg:innen und Vorgesetzten sowie Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen. Die Arbeitszufriedenheit kann eine positive oder negative Ausprägung haben, welche von der Erfüllung der Erwartungshaltung sowie vergangenen Erfahrungen abhängt (Felfe & Six, 2006). Die Arbeitnehmer:innen wägen tatsächliche „Ist-Situationen“ mit dem ab, wie eine Situation sein soll. Das „Sollen“ richtet sich dabei nach individuellen Bedürfnissen, welche von der Person selbst geprägt sind und von dem Umfeld beeinflusst werden. Das Ergebnis dieses Abwägungsprozesses wird als Arbeitszufriedenheit deklariert. Für die Untersuchung der in dieser Arbeit aufgestellten Hypothesen wird ausschließlich die allgemeine Arbeitszufriedenheit betrachtet (Neuberger, 1974).
In dem bestehenden Diskurs können viele Theorien zu dem Thema Arbeitszufriedenheit verzeichnet werden (Bruggemann, 1974; Hackman & Oldham G R, 1980; Herzberg et al., 1959). Zu den bedeutsamsten Theorien zählen die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg et al. (1959), das Job Characteristic Model von Hackman und Oldham (1980) und das Zürcher Modell der Arbeitszufriedenheit von Bruggemann (1974). In dieser Ausarbeitung wird dem Modell der Arbeitszufriedenheit nach Bruggemann eine große Bedeutung zugemessen. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Forschern hat Bruggemann nicht danach gesucht, was Personen grundsätzlich motiviert, sondern danach geforscht, wie Menschen auf den Unterschied zwischen ihren Erwartungen an die Bedürfnisbefriedigung am Arbeitsplatz und den tatsächlichen Möglichkeiten zu dieser Bedürfnisbefriedigung reagieren (Bruggemann, 1974).
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen und führt in die Relevanz der Arbeitszufriedenheit für Medizinische Fachangestellte ein.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Konstrukte wie Arbeitszufriedenheit, Wechselbereitschaft und Arbeitsstress theoretisch definiert und in ein Untersuchungsmodell überführt.
3 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign als quantitative Querschnittstudie und beschreibt die Stichprobenauswahl sowie die verwendeten Erhebungsinstrumente.
4 Empirische Ergebnisse: Hier werden die durchgeführten statistischen Analysen wie Korrelationen und Regressionsmodelle zur Bestätigung der Hypothesen detailliert aufbereitet.
5 Diskussion und Handlungsempfehlungen der empirischen Ergebnisse: Das Abschlusskapitel interpretiert die Ergebnisse im wissenschaftlichen Kontext und leitet praktische Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung ab.
Medizinische Fachangestellte, MFA, Arbeitszufriedenheit, Wechselbereitschaft, Arbeitsstress, Berufserfolg, Wertschätzung, Servant Leadership, Fachkräftemangel, Gesundheitswesen, quantitative Untersuchung, Führungsstil, Mitarbeiterbindung, Arbeitsbelastung, Schleswig-Holstein
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die die Arbeitszufriedenheit und die Wechselbereitschaft von Medizinischen Fachangestellten in Schleswig-Holstein beeinflussen, um Strategien gegen den Fachkräftemangel zu entwickeln.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen von Arbeitsstress, der Zufriedenheit mit dem eigenen Berufserfolg und der Bedeutung wertschätzender Führung.
Welche Faktoren sagen die Arbeitszufriedenheit und Wechselbereitschaft von MFA voraus?
Es handelt sich um eine quantitative Korrelationsstudie, in der Daten von 136 MFA mittels einer Online-Umfrage erhoben und mit statistischen Verfahren wie Korrelations- und Regressionsanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Herleitung des Untersuchungsmodells, die Hypothesenbildung basierend auf aktuellem Forschungsstand sowie die statistische Prüfung dieser Hypothesen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Medizinische Fachangestellte, Arbeitszufriedenheit, Wechselbereitschaft, Fachkräftemangel und wertschätzender Führungsstil.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Zufriedenheit mit dem Berufserfolg den größten signifikanten Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit von MFA ausübt.
Es wurde ein starker negativer Zusammenhang zwischen der allgemeinen Arbeitszufriedenheit und der Wechselbereitschaft nachgewiesen, wobei die Arbeitszufriedenheit als entscheidender Prädiktor fungiert.
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