Bachelorarbeit, 2022
45 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Kriterien zur Bewertung von Wahlsystemen
3. Das deutsche Wahlsystem
3.1 Die personalisierte Verhältniswahl in der Bundesrepublik Deutschland
3.2 Bisherige Reformen und Debatten zum deutschen Wahlsystem und deren Gründe
3.3 Die Wahlsystemdebatte und -reform seit 2013
3.4 Das Wahlsystem seit 2013 – Kritik und Reformbedarf
3.4.1 Repräsentation
3.4.2 Konzentration
3.4.3 Partizipation
3.4.4 Einfachheit
4. Aktuelle Vorschläge zur Reform des gegenwärtigen deutschen Wahlsystems und deren Bewertung
4.1.1 Rückkehr zum Einstimmensystem von 1949 mit einer Ersatzstimme
4.1.2 Präferenzwahlsystem in Mehrpersonenwahlkreisen
4.1.3 Zweipersonenwahlkreise
4.2.1 Grabenwahlsystem
4.2.2 Vorschlag der Ampelkoalition
4.2.3 Verhältniswahlsystem
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, eine Auswahl an verschiedenen Reformvorschlägen zur Verbesserung des deutschen Wahlsystems, die sowohl von Vertretern der Wissenschaft als auch aus der aktuellen politischen Parteienlandschaft stammen, strukturiert vorzustellen und kritisch zu bewerten. Im Zentrum der Arbeit steht dabei die Forschungsfrage: Wie lassen sich ausgewählte Reformvorschläge zum deutschen Wahlsystem bewerten?
3.2 Bisherige Reformen und Debatten zum deutschen Wahlsystem und deren Gründe
Um aktuelle Reformüberlegungen nachvollziehen zu können, erfolgt nun ein Einblick in bereits vergangene Wahlsystemreformen und -debatten.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der parlamentarische Rat unter anderem damit beauftragt, Rahmenbedingungen für eine Parlamentswahl auszuarbeiten (vgl. Lange, 1972, S. 280ff.). Da das Wahlsystem „ausschließlich für die erste Bundestagswahl gelten sollte“ (Grotz & Vehrkamp, 2017, S. 17), ist das Wahlsystem bis zum heutigen Zeitpunkt nicht im Grundgesetz verankert. Es kann, solange die Prinzipien einer demokratischen Wahl und die Wahlrechtsgrundsätze (vgl. Art. 38 GG) eingehalten werden, mit einfacher Bundestagsmehrheit reformiert werden (vgl. Schreiber, 2013, S. 200).
Unter anderem standen ein Mehrheitswahlsystem nach britischem Vorbild (auf Vorschlag der CDU) und ein Verhältniswahlsystem nach Weimarer Vorbild zur Debatte. Der Vorschlag der Union scheiterte jedoch am Widerstand der SPD und der kleineren Parteien. Ein Wahlsystem nach Weimarer Vorbild kam nach den vergangenen Erfahrungen nicht infrage, weshalb man sich auf eine Kompromisslösung einigte, welche Elemente aus beiden Wahlsystemgrundtypen verknüpfte (wenn auch nicht gleichberechtigt) (vgl. Strohmeier, 2009, S. 14).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des deutschen Wahlsystems ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Bewertung aktueller Reformvorschläge.
2. Kriterien zur Bewertung von Wahlsystemen: In diesem Kapitel werden die fünf zentralen Parameter nach Dieter Nohlen vorgestellt, die als Maßstab für die Analyse und Bewertung dienen.
3. Das deutsche Wahlsystem: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte deskriptive Darstellung des bestehenden Systems sowie einen historischen und kritischen Rückblick auf bisherige Reformprozesse.
4. Aktuelle Vorschläge zur Reform des gegenwärtigen deutschen Wahlsystems und deren Bewertung: Das Kernstück der Arbeit präsentiert verschiedene Reformansätze aus Wissenschaft und Politik und unterzieht diese einer kritischen Prüfung anhand der zuvor definierten Kriterien.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und schließt mit einem Ausblick auf notwendige weiterführende Forschungsansätze ab.
Wahlsystem, Verhältniswahl, Mehrheitswahl, Überhangmandate, Bundestagswahl, Wahlsystemreform, Repräsentation, Konzentration, Partizipation, parlamentarische Demokratie, Wahlrechtsgrundsätze, Stimmgewicht, Sperrklausel, Regierungsbildung, Parlament.
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der strukturellen Reformierbarkeit des deutschen Wahlsystems auseinander, insbesondere vor dem Hintergrund struktureller Defizite wie Überhang- und Ausgleichsmandaten.
Die zentralen Felder sind die Kriterien zur Bewertung von Wahlsystemen, die historische Entwicklung des deutschen Wahlrechts sowie der Vergleich unterschiedlicher Reformvorschläge aus Wissenschaft und Politik.
Das Ziel ist die systematische Vorstellung und Bewertung verschiedener Reformoptionen, um die Forschungsfrage zu beantworten: Wie lassen sich ausgewählte Reformvorschläge zum deutschen Wahlsystem bewerten?
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der Reformmodelle anhand theoretisch fundierter Bewertungskriterien (Repräsentation, Konzentration, etc.) auf ihre Funktionalität und Auswirkungen geprüft werden.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen, die Geschichte der deutschen Wahlrechtsdebatten und der spezifische Reformbedarf seit 2013 sowie konkrete, aktuelle Reformvorschläge analysiert.
Zu den prägenden Begriffen zählen Wahlsystem, Verhältniswahl, Überhangmandate, Wahlsystemreform und parlamentarische Repräsentation.
Das negative Stimmgewicht stellte einen als paradox empfundenen Mechanismus dar, durch den ein Stimmenzuwachs einer Partei theoretisch schaden konnte, was maßgeblich zur verfassungsrechtlichen Umgestaltung des Systems beitrug.
Die Sperrklausel sichert die Konzentrationsleistung des Parlaments, führt jedoch systembedingt zu einer Disproportionalität der Stimmen-Mandats-Relation, da Stimmen für nicht erfolgreiche Kleinparteien unberücksichtigt bleiben.
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