Bachelorarbeit, 2018
69 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Begründung der Themenwahl
1.2 Forschungsfrage
2. Methodenkapitel
3. Kurzüberblick Plastik
3.1 Von der Erfindung des Kunststoffes
3.2 Was ist Kunststoff und welche Unterschiede gibt es?
3.3. Wofür wird Kunststoff verwendet und welche Vorteile bietet er?
3.4. Plastikverbrauch und derzeitige Entsorgung
4. Plastik im Meer
4.1 Bestand
4.2 Der Weg des Plastikmülls ins Meer
4.3 Plastikabbau
4.4 Müllstrudel
5. Auswirkungen von Plastik im Meer auf die maritime Tier- und Pflanzenwelt
5.1 Tod von Meerestieren durch Verheddern in Plastikresten
5.2 Tod von Meerestieren durch Verschlucken des Plastikmülls
5.3 Auswirkungen auf die Nahrungskette
5.4 Verdriftung invasiver Arten durch Rafting
5.5 Auswirkungen auf die maritime Tier- und Pflanzenwelt durch Bedeckung der Ozeane
6. Lösungsansätze
6.1 Plastik aus dem Meer entfernen
6.1.1 The Ocean Cleanup
6.1.2 Pacific Garbage Screening
6.1.4 Fishing for litter
6.2 Plastik vermeiden
6.2.1 Verpackungsfreie Supermärkte
6.2.2 Plastikverbot durch die Regierung
6.3 Alternative Verpackungsmethoden
6.3.1 Ökobilanz im Vergleich
6.3.2 Bioplastik als Alternative?
7. Diskussion
8. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die schwerwiegenden Auswirkungen des globalen Plastikkonsums auf die ozeanische Tier- und Pflanzenwelt sowie die Wirksamkeit aktueller und potenzieller Lösungsstrategien zur Reduktion der marinen Plastikverschmutzung.
4.4 Müllstrudel
Unsere Meere sind ständig in Bewegung. Die allgemeine Zirkulation ihrer Oberfläche wird durch das Zusammenspiel aus Passat- und Westwinden in Kombination mit der Erdrotation gebildet. Riesige Wirbel entstehen, welche dafür sorgen, dass der Plastikmüll weit in den Ozean hineingespült wird und sich dort in riesigen Strudeln sammelt (Dohan, K., Maximenko, N., 2010). Der US-Amerikaner Charles Moore entdeckte im Jahre 1997 erstmals während einer Segelregatta den heute unter dem Namen „Great Pacific Garbage Patch“ bekannten Müllstrudel, den weltweit größten und bekannteste Müllteppich. Er befindet sich im Nordpazifik zwischen Hawaii und Kalifornien (Haffner, P., 2009).
So schreibt die Fachzeitschrift „Scientific Reports“ das neuste Forschungen von einer Masse von etwa 80.000 Tonnen Plastik im pazifischen Müllstrudel ausgehen, der sich auf einer Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern befinden soll. Das würde etwa einer Größe von Europa gleichkommen. Diese neuen Erkenntnisse aus dem Jahr 2018 übertreffen ursprüngliche Schätzungsergebnisse, welche nur zwischen einem Viertel und einem Sechzehntel so viel Plastik dort vermuteten. Der Großteil des an der Oberfläche schwimmenden Mülls besteht hier zu 75% aus Makroplastik, welches durch einen Durchmesser, größer als fünf Millimetern, charakterisiert wird. Etwa die Hälfte dieser Masse stammt aus alten Fischernetzen. Mikroplastik macht hier nur ca. 8% aus. Bei einer Betrachtung des gesamten „Great Pacific Garbage Patch“, kann man von geschätzten 94% Mikroplastik ausgehen, welches sich unterhalb des Müllteppichs in Strudeln befindet und durch die Strömung immer kleiner wird (Lebreton, L. et al., 2018).
1. Einleitung: Beschreibt die Motivation der Autorin und die wissenschaftliche Relevanz der Plastikproblematik in den Weltmeeren.
2. Methodenkapitel: Erläutert die methodische Vorgehensweise, primär basierend auf einer umfangreichen Literaturrecherche und Studienauswertung.
3. Kurzüberblick Plastik: Detailliert die Entstehungsgeschichte, Eigenschaften sowie den massiven Verbrauch von Kunststoffen.
4. Plastik im Meer: Analysiert, wie und in welcher Menge Plastik in die Ozeane gelangt und wie es dort verbleibt.
5. Auswirkungen von Plastik im Meer auf die maritime Tier- und Pflanzenwelt: Untersucht die drastischen ökologischen Folgen wie Verheddern, Verschlucken, Nahrungskettenschädigung und invasive Artverbreitung.
6. Lösungsansätze: Bewertet sowohl technische Projekte der Müllentfernung als auch Ansätze zur Vermeidung von Plastikmüll.
7. Diskussion: Hinterfragt kritisch die Erfolgschancen und Limitationen bisheriger Lösungsstrategien.
8. Fazit und Ausblick: Plädiert für ein grundlegendes Umdenken in der Gesellschaft und strengere politische Regulierungen zum Schutz der Meere.
Plastikmüll, Ozeane, Mikroplastik, Meeresökosysteme, Artensterben, The Ocean Cleanup, Plastikvermeidung, Umweltschutz, Nahrungskette, Nachhaltigkeit, Kunststoffkonsum, Müllstrudel, Giftstoffe, Geisternetze.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Plastikmüll auf die maritime Tier- und Pflanzenwelt und bewertet Lösungsansätze zur Reduzierung dieser Umweltbelastung.
Zentrale Schwerpunkte sind die Entstehung von Mikroplastik, die ökologischen Folgen für die marine Fauna, großflächige Müllstrudel sowie Strategien zur Müllvermeidung und -beseitigung.
Ziel ist es zu klären, welche spezifischen Folgen die Plastikverschmutzung für marine Lebewesen hat und welche Lösungsansätze existieren, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und der kritischen Auswertung bestehender wissenschaftlicher Studien zum Thema.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Plastikverbrauchs, die Analyse des Plastikvorkommens in Ozeanen, die ökologischen Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen sowie die Evaluation technischer und politischer Lösungsstrategien.
Die wichtigsten Begriffe sind Plastikmüll, Mikroplastik, marine Ökosysteme, Kunststoffvermeidung und nachhaltiges Ressourcenmanagement.
Mikroplastik wird als besonders gefährlich eingestuft, da es durch seine geringe Größe und seine Eigenschaft, Giftstoffe anzulagern, die gesamte ozeanische Nahrungskette nachhaltig schädigen kann.
Die Autorin hebt zwar die mediale Aufmerksamkeit hervor, weist aber kritisch darauf hin, dass die Projekte technisch limitiert sind, da sie oft nur oberflächennahen Müll erfassen und enorme operative Kosten sowie CO2-Emissionen verursachen.
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