Bachelorarbeit, 2020
25 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
II. Von den Merowingern zu Karl Martell
a. Merowingische Thronfolge
b. Nachfolgeregelung Karl Martells
III. Von Pippin dem Jüngeren zu Karl dem Großem
a. Thronfolgeregelung Pippin des Jüngeren
b. Nachfolgeregelung Karl des Großen
IV. Darstellung der Thronfolge in der karolingischen Geschichtsschreibung
V. Fazit
Die Arbeit untersucht die Konzepte und die praktische Umsetzung der Thronfolgeregelungen in der frühkarolingischen Zeit, wobei sie insbesondere den Vergleich zwischen den Ansätzen von Karl Martell und seinem Sohn Pippin dem Jüngeren in den Mittelpunkt stellt, um den Wandel von merowingischen Traditionen hin zu einer neuen karolingischen Herrschaftspraxis sowie deren Darstellung in zeitgenössischen Quellen zu analysieren.
Nachfolgeregelung Karl Martells
An dieser Stelle ist die Frage nötig, warum die Nachfolgeregelung des Hausmeiers Karl Martells von Interesse ist. Sie ist es, weil dieser ein Amt vererbte, welches bis zu diesem Zeitpunkt kein Amt war, das in diesem Maße vererbt wurde. Außerdem wich die Art und Weise der Nachfolge in wesentlichen Punkten von der bis dahin geltenden Nachfolgeregelung ab. In der Vita Karola Magni Einhardi, beschreibt dieser, dass Karl Martell das Amt des Hausmeiers bereits von seinem Vater Pippin dem Mittleren geerbt haben solle. Dass Pippin der Mittlere sein Hausmeieramt aber schon zu Lebzeiten auf Vererbung ausgelegt hatte, legt Reinhold Kaiser da.
„Nach Nordeberts Rücktritt (679/701) teilte Pippin die Hausmeierfunktion in zwei Kompetenzbereiche für seine Söhne Grimoald, der Neustrien und Drogo, der Frankoburgund erhielt, während er selber die Stellung eines dux oder princeps hatte. Diese Aufteilung zeigt, daß Pippins Neuordnung und Konzentration der Herrschaft unter einem merowingischen rex innerhalb der eigenen Familie auf Dauer, d.h. Vererbung angelegt war.“
I. Einleitung: Die Einleitung diskutiert das Problem der Quellenüberlieferung für den frühmittelalterlichen Herrschaftswechsel und führt in die Thematik der karolingischen Thronfolge ein.
II. Von den Merowingern zu Karl Martell: Dieses Kapitel erläutert die merowingischen Thronfolge-Traditionen sowie die spezifische Nachfolgeregelung durch den Hausmeier Karl Martell.
III. Von Pippin dem Jüngeren zu Karl dem Großem: Das dritte Kapitel widmet sich der Thronfolgeregelung unter Pippin dem Jüngeren und der weiteren Entwicklung bis zu Karl dem Großen.
IV. Darstellung der Thronfolge in der karolingischen Geschichtsschreibung: Hier wird untersucht, wie zeitgenössische Quellen, insbesondere Annalen und Chroniken, die Thronfolge und politische Krisen aus ihrer hofnahen Perspektive darstellten.
V. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass sich die Nachfolgepraxis unter den Karolingern von merowingischen Traditionen hin zu einer kontinuierlicheren, auf Macht- und Machtsicherung fokussierten Individualsukzession wandelte.
Thronfolge, Karolingische Dynastie, Hausmeieramt, Merowingerreich, Karl Martell, Pippin der Jüngere, Karl der Große, Machtlegitimation, Geschichtsschreibung, Erbfolge, Herrschaftssicherung, Königsfamilie, Annales Regni Francorum, Konsensprinzip
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Wandel der Thronfolgeregelungen in der frühkarolingischen Zeit des Frankenreiches.
Zentrale Themen sind der Übergang von merowingischen Traditionen zur karolingischen Herrschaftspraxis sowie die Mechanismen der Machtsicherung und deren historiographische Aufarbeitung.
Ziel ist es, die unterschiedlichen Konzepte der Thronfolge am Beispiel von Karl Martell und Pippin dem Jüngeren kontrastierend gegenüberzustellen und zu analysieren, wie Herrscher ihre Nachfolge konzipierten und umsetzten.
Die Autorin oder der Autor wählt ein chronologisches Vorgehen und nutzt eine quellenkritische Analyse historischer Dokumente, wie etwa die Annales Regni Francorum oder die Vita Karola Magni.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Thronfolgeregelungen der jeweiligen Herrscher sowie die kritische Reflexion, wie diese Machtwechsel in der karolingischen Geschichtsschreibung dargestellt und gegebenenfalls geschönt wurden.
Die zentralen Begriffe umfassen Thronfolge, karolingische Dynastie, Hausmeieramt, Machtlegitimation und quellenkritische Geschichtsschreibung.
Das Hausmeieramt fungierte als politisches Instrument, das durch Karl Martell zunehmend innerhalb der Familie vererbt wurde, was eine wesentliche Neuerung gegenüber vorangegangenen Traditionen darstellte.
Die untersuchten Quellen, die oft hofnah entstanden sind, interpretieren oder verschweigen kritische Ereignisse häufig, um die karolingische Herrschaft als reibungslos und legitim darzustellen.
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