Examensarbeit, 2009
200 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. DER ANGLIZISMUS: EINE SPRACHWISSENSCHAFTLICHE BETRACHTUNG
2.1 Der Anglizismus im Kontext von Entlehnungen
2.1.1 Sprachkontakt als Grundlage für Entlehnungsprozesse
2.1.2 Interferenz, Code-switching und Entlehnung
2.1.3 Arten und Formen von Entlehnungen
2.2 Definition des Anglizismus-Begriffs und der verwendeten Entlehnungsarten für die vorliegende Arbeit
2.3 Die Wortbedeutung im Kontext von Anglizismen
2.4 Funktionen von Sprache nach Halliday
2.5 Zusammenfassung
3. DER ANGLIZISMUS: EINE MEDIENWISSENSCHAFTLICHE BETRACHTUNG
3.1 Massenmedien und Mediensprache
3.1.1 Die Mediensprache als Multiplikator sprachlicher Neuerungen
3.1.2 Stilistische Funktionen von Anglizismen in den Medien
3.2 Das Radio – Entwicklung und Tendenzen
3.2.1 Merkmale und Abgrenzung gegenüber anderen Medien
3.2.2 Das Magazin in Begleitprogrammen
3.2.3 Moderation und Moderationsstil
3.3 Zusammenfassung und Gründe für die Auswahl der Radiosprache als Untersuchungsgegenstand
4. DAS GESAMTKORPUS – SPUTNIK DEIN MORGEN
4.1 Der Sender MDR SPUTNIK: Programmprofil und –format
4.2 Die Morning-Show: SPUTNIK Dein Morgen
4.3 Methodisches Vorgehen
4.3.1 Beschreibung des Korpus
4.3.2 Analysekriterien und Hypothesen
4.3.2.1 Entlehnungsart
4.3.2.2 Wortbildung
4.3.2.3 Bedeutung
4.3.2.4 Integration von Anglizismen
4.3.2.5 Metafunktionen von Sprache
4.3.2.6 Stilistische Funktionen von Anglizismen
4.3.3 Statistische Grundlagen
5. QUALITATIVE ANALYSE
5.1 ENTLEHNUNGSART
5.1.1 Direkte Entlehnung
5.1.1.1 Fremdwort
5.1.1.2 Lehnwort
5.1.1.3 Exotismus
5.1.2 Mischkomposita
5.1.3 Indirekte Entlehnung
5.1.3.1 Scheinentlehnung/Pseudoanglizismus
5.1.3.1.1 lexikalische Scheinentlehnung
5.1.3.1.2 semantische Scheinentlehnung
5.1.3.2 Internationalismus
5.1.4 Neologismus
5.2 WORTBILDUNG
5.3 BEDEUTUNG
5.3.1 Anglizismen mit deutscher Entsprechung
5.3.2 Anglizismen ohne deutsche Entsprechung
5.3.3 Bedeutungsveränderung
5.3.3.1 Bedeutungserweiterung
5.3.3.2 Bedeutungsverengung
5.3.3.3 Bedeutungsverschiebung
5.3.3.4 Bedeutungsübertragung
5.4 INTEGRATION
5.4.1 Genus der substantivischen Anglizismen
5.4.1.1 nächst liegende deutsche lexikalische Entsprechung
5.4.1.2 morphologische Struktur
5.4.1.3 Analogiebildung
5.4.1.4 Sonstige Kriterien
5.4.2 Flexion substantivischer Anglizismen nach der Pluralform
5.4.3 Deklination substantivischer Anglizismen
5.4.4 Konjugation der verbalen Anglizismen
5.4.5 Flexion der adjektivischen Anglizismen
5.5 METAFUNKTIONEN
5.5.1 Ideational function
5.5.2 Interpersonal function
5.5.3 Textual function
5.6 STILISTISCHE FUNKTIONEN
5.6.1 Kolorit
5.6.1.1 Lokalkolorit
5.6.1.3 Sozialkolorit
5.6.2 Sprachliche Ausdruckskraft
5.6.2.1 Auffälligkeit
5.6.2.2 Bildhaftigkeit
5.6.2.3 Wortspiel
5.6.2.4 Ausdrucksverstärkung
5.6.2.4.1 Paraphrase
5.6.2.4.2 Emphase
5.6.2.5 Ausdrucksvariation
5.6.3 Sprachökonomie
5.6.3.1 Kürze
5.6.3.2 Präzision
5.6.4 Expressivität
5.6.4.1 Ton
5.6.4.2 Affekt
5.6.4.2.1 Aufwertung
5.6.4.2.2 Abwertung
5.6.4.2.3 Euphemismus
5.7 INFOTAINMENT
5.7.1 Information
5.7.2 Unterhaltung
5.8 BESONDERHEITEN
5.8.1 Code-switching
5.8.1.1 Intra-sentential Code-switching
5.8.1.2 Inter-sentential Code-switching
5.8.2 Aussprache
5.9 BEISPIELANALYE
6. QUANTITATIVE ANALYSE
6.1 ENTLEHNUNGSART
6.2 WORTBILDUNG
6.3 BEDEUTUNG
6.4 INTEGRATION VON ANGLIZISMEN
6.5 METAFUNKTIONEN VON SPRACHE
6.6 STILISTISCHE FUNKTIONEN VON ANGLIZISMEN
6.7 INFOTAINMENT
6.8 ABSOLUTE HÄUFIGKEITEN UND ANGLIZISMEN PRO SEKUNDE
7. ERGEBNISSE UND ZUSAMMENFASSUNG DER QUALITATIVEN UND QUANTITATIVEN ANALYSE
8. REZEPTION VON ANGLIZISMEN: EIN FRAGEBOGEN
8.1 Vorausgehende Fragestellung
8.2 Form des Fragebogens
8.2.1 Formulierung der Fragen und Antwortalternativen
8.2.2 Begleitschreiben
8.3 Inhalt des Fragebogens
8.3.1 Auswahl der Anglizismen für den Fragebogen
8.3.2 Thematische Bereiche
8.3.2.1 Fragen zur Denotation
8.3.2.2 Fragen zur Konnotation
8.3.2.3 Fragen zur Einstellung
8.4 Durchführung: Anzahl der Befragten und Rücklauf
8.5 Auswertung der Fragebögen
8.5.1 Auswertungskriterien
8.5.2 Soziodemographische Daten
8.5.2.1 Verteilung nach Altersgruppen
8.5.2.2 Verteilung nach Geschlecht
8.5.2.3 Verteilung nach dem Schulabschluss und der Berufswahl
8.5.2.4 Verteilung nach Englischkenntnissen
8.5.2.5 Verteilung der Hörergewohnheiten
8.5.3 Einstellung zu Anglizismen
8.5.4 Fragen zur Denotation
8.5.5 Fragen zur Konnotation
8.6 Fazit der Befragung
9. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit untersucht den Gebrauch und das Verständnis von Anglizismen in der Radiosprache am Beispiel des Senders MDR SPUTNIK. Das Ziel ist es zu analysieren, wie Anglizismen in der gesprochenen Sprache integriert sind, welche stilistischen Funktionen sie erfüllen und inwieweit Hörer unterschiedlicher Altersgruppen diese Wörter im Kontext der Radiosendungen verstehen und interpretieren.
Die Mediensprache als Multiplikator sprachlicher Neuerungen
Wolfram Wilss (2001) betitelt die Tagespresse „als wichtigst[e] Fremdwortquelle der Gegenwart und als [den] wirkungsvollst[en] Sprachsteuerer der modernen Industriegesellschaft“ (S. 16). Tatsächlich ist die Tagespresse das wohl bedeutendste Medium im Hinblick auf die Einfuhr von Fremdwörtern. Vor dem Hintergrund, dass das Schriftsprachliche meist einprägsamer als das gesprochene Wort ist und die Presse als Massenkommunikationsmittel darauf abzielt, einen möglichst großen Leserkreis zu erreichen, kann man davon ausgehen, dass sich die Verwendung fremdsprachlichen Wortguts schnell in der Gesellschaft verbreitet. Ob diese Fremdwörter längerfristig im deutschen Sprachgebrauch verweilen, hängt dann von der Frequenz ihrer Verwendung in unterschiedlichen Kommunikationssituationen, den Kommunikationspartnern und damit verbundener der Integration in den deutschen Sprachgebrauch ab. Durch die permanent neu geschaffenen Entwicklungen der Medien, liegt es nahe, dass sich die Funk- und Printmedien sprachlichen Neuerungen, im vorliegenden Kontext Anglizismen, bedienen.
Der Hörfunk und das Fernsehen zeigen die Tendenz zur Toleranz gegenüber Abweichungen von der Sprachnorm – der Standardsprache – auf. Sie verwenden zunehmend soziolektale Lexik (z.B. die Jugendsprache) und umgangssprachliche Syntax, beispielsweise die Inversion in Fragesätzen: „’Sie sind von Beruf was?’“. Fernsehen und Rundfunk zeichnen sich gleichermaßen durch die zeitliche Gebundenheit ihrer Beiträge aus, woraus sich schließen lässt, dass Journalisten auf Satzverkürzungen, knappe Erläuterungen, der Verwendung von Metaphern und Wortspielen etc. zurückgreifen (vgl. Brandt, 2000, S. 2163-2164). Aufgrund der Sprachökonomie könnten in dem Falle Anglizismen die Verwendung deutscher Entsprechungen ersetzen. Auch hier hat das Fernsehen gegenüber dem Rundfunk den Vorteil der doppelten Kodierung, indem es den Anglizismus durch das gesprochene Wort zum Ausdruck bringt und gleichzeitig durch die Verwendung von Bildern oder körpersprachlicher Ausdrucksweisen für den Zuschauer zugänglich und verständlich macht.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert den Einfluss des Englischen auf die deutsche Sprache und begründet die Entscheidung für das Medium Radio als Untersuchungsgegenstand.
2. DER ANGLIZISMUS: EINE SPRACHWISSENSCHAFTLICHE BETRACHTUNG: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Anglizismusforschung, definiert Entlehnungsarten und untersucht die Wortbedeutung sowie Hallidays funktionale Sprachentheorie.
3. DER ANGLIZISMUS: EINE MEDIENWISSENSCHAFTLICHE BETRACHTUNG: Hier werden Medien als Multiplikatoren sprachlicher Neuerungen beschrieben und die Besonderheiten der Radiosprache sowie des Magazin-Formats im Kontext von Infotainment analysiert.
4. DAS GESAMTKORPUS – SPUTNIK DEIN MORGEN: Das Kapitel stellt das gewählte Korpus vor, beschreibt den Sender und die Morning-Show und erläutert die methodischen Ansätze der Untersuchung.
5. QUALITATIVE ANALYSE: Eine tiefgehende qualitative Untersuchung der Anglizismen im Radioprogramm, unterteilt in Kategorien wie Entlehnungsart, Wortbildung, Bedeutung und Integration.
6. QUANTITATIVE ANALYSE: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der gewonnenen Daten zu Häufigkeiten und Sprachmerkmalen.
7. ERGEBNISSE UND ZUSAMMENFASSUNG DER QUALITATIVEN UND QUANTITATIVEN ANALYSE: Zusammenführung der Ergebnisse aus der qualitativen und quantitativen Analyse zu einem Gesamtbild der Anglizismenverwendung.
8. REZEPTION VON ANGLIZISMEN: EIN FRAGEBOGEN: Detaillierte Beschreibung der Fragebogenerstellung, Durchführung und Auswertung zur Rezeption der Anglizismen durch Hörer unterschiedlicher Altersgruppen.
9. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK: Abschluss der Arbeit mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze.
Anglizismen, Radiosprache, MDR SPUTNIK, Mediensprache, Entlehnung, Semantik, Infotainment, Sprachwandel, Soziolinguistik, Code-switching, Rezeptionsanalyse, Morning-Show, Wortbildung, Sprachökonomie, Medienkompetenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss der englischen Sprache auf die deutsche Gegenwartssprache, fokussiert dabei jedoch speziell auf die gesprochene Sprache im Radio.
Die zentralen Felder sind die sprachwissenschaftliche Einordnung von Anglizismen, die medienwissenschaftliche Analyse der Radiosprache und die empirische Untersuchung der Rezeption durch Hörer.
Das primäre Ziel ist es, Gebrauch und Verständnis von Anglizismen in der Radiosprache durch Moderatoren zu erforschen und zu klären, ob diese für Hörer verständlich integriert sind.
Die Arbeit kombiniert eine qualitative und quantitative Analyse von Transkripten der Radiosendung "SPUTNIK Dein Morgen" mit einer empirischen Fragebogenstudie unter Probanden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die medienwissenschaftliche Betrachtung des Radios, die empirische Analyse des Korpus sowie die Auswertung des Fragebogens.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Anglizismus", "Radiosprache", "Medienlinguistik", "Rezeption" und "Integration" maßgeblich bestimmt.
Im Gegensatz zu vielen Studien, die sich auf die Schriftsprache oder Presse konzentrieren, betrachtet diese Arbeit gezielt die gesprochene Sprache und bezieht die Rezeption durch die Hörer aktiv ein.
Die Wahl fiel auf SPUTNIK aufgrund des Formats der Morning-Show und der Möglichkeit einer Kooperation, sowie der Annahme, dass dieser Sender als "Junge Popwelle" besonders viele Anglizismen verwendet.
Die Auswertung zeigt, dass Anglizismen in der jungen Zielgruppe gut verstanden werden, während ältere Generationen bei bestimmten Fachausdrücken oder Neologismen mehr Schwierigkeiten haben.
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