Bachelorarbeit, 2022
52 Seiten, Note: 2,0
1. Theoretischer Hintergrund
1.1 Dissoziative Störungen als Krankheitsbild
1.1.1 Definition
1.1.2 Formen und Symptome
1.1.3 Prävalenz
1.2 Aktueller Forschungsstand
1.3 Untersuchungsleitende Fragestellungen und Hypothesen
2. Methodik
2.1 Forschungsdesign
2.2 Stichprobe
2.3 Datenerhebungsinstrument
2.4 Datenerhebung
2.5 Datenauswertung
3. Ergebnisse
3.1 Stichprobencharakteristika
3.2 Prüfung der untersuchungsleitenden Hypothesen
3.3 Zusätzliche Untersuchungsergebnisse
4. Diskussion
Die Bachelorarbeit untersucht, ob angehende Lehrkräfte in Deutschland über ausreichende Kenntnisse zu dissoziativen Störungen verfügen, um Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen im schulischen Kontext implementieren zu können, wobei der Wissensstand im Vergleich zu Depressionen analysiert wird.
1.1.1 Definition
Der Begriff der Dissoziation ist per se nicht pathologisch attribuiert. Im Alltag erfährt jeder Mensch gesunde Dissoziationen, welche das Tagträumen ermöglichen oder eine Reizüberflutung des Bewusstseins verhindern und somit als Schutzmechanismen dienen. Sind die Dissoziationen hingegen pathologischer Natur, so ist der Zugang zu speziellen Gedanken, Gefühlen, Erinnerungen oder Handlungen gestört und diese damit vom Bewusstsein abgespalten (Senger, 2017, S. 16). Lediglich diese pathologischen Dissoziationen werden daher in der Literatur als dissoziative Störungen bezeichnet und von der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme – 10. Revision – German Modification (ICD-10-GM) definiert als „teilweise[r] oder völlige[r] Verlust der normalen Integration der Erinnerung an die Vergangenheit, des Identitätsbewusstseins, der Wahrnehmung unmittelbarer Empfindungen sowie der Kontrolle von Körperbewegungen“ (2022, F44.-).
Darüber hinaus findet sich in der Literatur der Begriff der Konversionsstörungen als Bezeichnung für dissoziative Störungen. Hierbei herrscht Uneinigkeit darüber, ob diese als Synonym oder als Unterform einer dissoziativen Störung angesehen werden kann (Priebe, Schmahl & Stiglmayr, 2013, S. 11-12). In einem Lehrbuch für Auszubildende im Gesundheitswesen findet sich eine leicht verständliche Definition für dissoziative Störungen, welche den Begriff der Konversionsstörungen als Synonym verwendet und zusätzlich beschreibt:
Bei einer dissoziativen Störung bestehen körperliche und psychische Beeinträchtigungen, für die es keine organische Ursache gibt. Vielmehr handelt es sich um eine „Abwehrreaktion“, bei der seelische Probleme in körperliche Symptome „umgewandelt“ werden (lat. conversio = Umwandlung, daher auch „Konversionsstörung“) (Georg Thieme Verlag, 2015, S. 1240).
In der vorliegenden Bachelorarbeit wird sich daher auf die Definitionen dieses Lehrbuchs und der ICD-10-GM bezogen, welche die Konversionsstörungen als Synonym für dissoziative Störungen verwenden.
1. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert dissoziative Störungen, erläutert verschiedene Formen und Symptome, beleuchtet die Prävalenz und den aktuellen Forschungsstand bei angehenden Lehrenden.
2. Methodik: Hier wird die quantitative Querschnittsstudie in Form einer Online-Umfrage beschrieben, inklusive des Forschungsdesigns, der Stichprobenbeschreibung, des Datenerhebungsinstruments und der statistischen Auswertungsverfahren.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung, angefangen bei den Stichprobencharakteristika über die Hypothesenprüfung bis hin zu zusätzlichen Ergebnissen zum subjektiven und objektiven Wissen.
4. Diskussion: Hier werden die Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund interpretiert, Stärken und Schwächen der Arbeit reflektiert sowie Empfehlungen für künftige Forschung und die schulische Praxis abgeleitet.
Dissoziative Störungen, Prävention, Gesundheitsförderung, angehende Lehrkräfte, Schule, psychische Erkrankungen, Wissenstest, Depressionen, Online-Umfrage, quantitative Forschung, Kenntnisstand, Kopingsstrategien, Konversionsstörungen, Traumabewältigung, Gesundheitswissenschaften
Die Arbeit untersucht das Wissen angehender Lehrkräfte in Deutschland über dissoziative Störungen, um daraus Ansatzpunkte für Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen an Schulen abzuleiten.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Symptomatik dissoziativer Störungen, den aktuellen Forschungsstand zu diesem Wissen bei Pädagogen und die empirische Überprüfung mittels eines Online-Wissenstests.
Das Ziel ist es, den Kenntnisstand angehender Lehrkräfte zu erfassen und zu prüfen, ob sie über dissoziative Störungen signifikant weniger informiert sind als über andere psychische Erkrankungen wie Depressionen.
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign in Form einer Online-Querschnittsstudie gewählt, bei der 188 angehende Lehrende einen Wissenstest sowie Fragen zu ihrer Selbsteinschätzung und Relevanzeinschätzung beantworteten.
Neben der theoretischen Herleitung des Krankheitsbildes und der Methodik werden im Hauptteil die Analyse der Stichprobendaten sowie die statistische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels t-Tests und Chi²-Tests durchgeführt.
Das Werk wird maßgeblich durch die Begriffe Dissoziative Störungen, Prävention, angehende Lehrkräfte, Wissensstand und Gesundheitsförderung charakterisiert.
Die Untersuchung ergab überraschend, dass eine medizinische, psychiatrische oder psychosomatische Vorbildung der Befragten keinen signifikanten Einfluss auf den Wissensstand über dissoziative Störungen zeigt.
Es zeigt sich eine Diskrepanz: Viele Befragte überschätzen ihr eigenes Wissen massiv, da sie subjektiv angeben, Informationen zu besitzen, im objektiven Wissenstest jedoch nur sehr geringe Punktzahlen erzielen.
Aufgrund des geringen Wissensstandes ist die Implementierung von Informationsveranstaltungen und Aufklärung über dissoziative Störungen innerhalb der Lehrerausbildung und an Schulen dringend notwendig, um betroffene Schüler angemessen unterstützen zu können.
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