Bachelorarbeit, 2020
64 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Methodisches Vorgehen
2.1 Systematische Literaturanalyse
2.2 Aufbau der Arbeit
3 Krankenhäuser in Deutschland
3.1 Definition und Arten von Krankenhäusern
3.2 Der Krankenhausplan
3.3 Besonderheiten eines Krankenhauses in öffentlicher Trägerschaft
3.4 Die Duale Krankenhausfinanzierung
4 Ziele eines Krankenhauses
4.1 Formalziele eines Krankenhauses in öffentlicher Trägerschaft
4.2 Sachziele eines Krankenhauses in öffentlicher Trägerschaft
5 Die historische Entwicklung der Vergütungskonzepte
5.1 Selbstkostendeckungsprinzip (1972 bis 1985)
5.2 Kostenbudgets (1986 bis 1992)
5.3 Gedeckelte Kostenbudgets (1993 bis 2002)
5.4 German Diagnosis Related Groups – das deutsche DRG-System (ab 2003)
5.5 Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus dem deutschen DRG-System (ab 2020)
6 Auswirkungen der Vergütungskonzepte auf die Ziele eines Krankenhauses in öffentlicher Trägerschaft
6.1 Auswirkungen des Selbstkostendeckungsprinzips auf die Ziele eines Krankenhauses in öffentlicher Trägerschaft
6.2 Auswirkungen der Kostenbudgets auf die Ziele eines Krankenhauses in öffentlicher Trägerschaft
6.3 Auswirkungen der Gedeckelten Kostenbudgets auf die Ziele eines Krankenhauses in öffentlicher Trägerschaft
6.4 Auswirkungen des DRG-Vergütungssystems auf die Ziele eines Krankenhauses in öffentlicher Trägerschaft
6.5 Auswirkungen des DRG-Vergütungssystems mit ausgegliedertem Pflegebudget auf die Ziele eines Krankenhauses in öffentlicher Trägerschaft
7 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen historischer und aktueller Vergütungskonzepte auf die Zielesysteme von Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft in Deutschland, um den Zielkonflikt zwischen medizinischer Versorgung und ökonomischen Anforderungen zu analysieren.
Die Duale Krankenhausfinanzierung
Der Betrieb eines Krankenhauses kostet Geld und muss finanziert werden. Der §4 des 1972 eingeführten Krankenhausfinanzierungsgesetzes bestimmt, dass Krankenhäuser über zwei verschiedene Finanzierungsquellen verfügen (kurz: §4 KHG). Seit dem Jahr 1972 teilen sich die Bundesländer und die gesetzlichen Krankenkassen die Finanzierung der Krankenhäuser. Krankenhäuser werden dadurch wirtschaftlich gesichert, dass zum einen ihre Investitionskosten für Baumaßnahmen und die Wiederbeschaffung von Anlagegütern von öffentlicher Hand gefördert werden. Zum anderen, weil die Krankenhäuser leistungsgerechte Erlöse aus den Pflegesätzen, Vergütungen für vor- und nachstationäre Behandlungen, sowie für ambulantes Operieren von den Patienten, beziehungsweise von deren Krankenkassen, erhalten. Es gibt also zwei Säulen der Krankenhausfinanzierung, womit sich der Begriff der „dualen“ Krankenhausfinanzierung erklärt. Die Investitionskosten als erste Säule, die von den Bundesländern getragen werden und die Betriebskosten als zweite Säule, die von den Patienten und deren Krankenkassen getragen werden.
Im §4 Absatz 1 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes wird die Finanzierung der Vorhaltung der Krankenhäuser zu einer öffentlichen Aufgabe erklärt (kurz: §4 I KHG). Um die moderne, medizinische Entwicklung in den Krankenhäusern zu sichern, da nur so neue Möglichkeiten zur Wiederherstellung der Gesundheit der Bevölkerung geschaffen werden, ist die Übernahme der Investitionskosten im Krankenhausfinanzierungsgesetz von 1972 durch den Bund vorgesehen. Demnach hat der Bund die Kosten für die Ersteinrichtung eines Krankenhauses durch Zuwendungen der tatsächlich entsprechenden Kosten zu tragen und ferner die Kosten der Wiederbeschaffung von Anlagegütern durch pauschale Zuwendungen.
1 Einleitung: Stellt das deutsche Krankenhauswesen dar und identifiziert die Forschungslücke bezüglich der Auswirkungen aktueller Vergütungsmodelle auf öffentliche Krankenhäuser.
2 Methodisches Vorgehen: Beschreibt die systematische Literaturarbeit als gewählte Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.
3 Krankenhäuser in Deutschland: Definiert Krankenhäuser gesetzlich, beleuchtet den Krankenhausplan sowie Finanzierungsstrukturen und Trägerschaftsformen.
4 Ziele eines Krankenhauses: Klassifiziert Zielsysteme in Formal- und Sachziele und erläutert deren Bedeutung im speziellen Kontext öffentlicher Trägerschaft.
5 Die historische Entwicklung der Vergütungskonzepte: Analysiert chronologisch die Entwicklung von der Selbstkostendeckung über Kostenbudgets bis zum aktuellen aG-DRG-System.
6 Auswirkungen der Vergütungskonzepte auf die Ziele eines Krankenhauses in öffentlicher Trägerschaft: Untersucht die konkreten Konsequenzen der verschiedenen Vergütungsmodelle auf das Zielgefüge öffentlicher Krankenhäuser.
7 Fazit und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Prognose zur zukünftigen Entwicklung des Krankenhauswesens unter dem Druck der Ökonomisierung.
Krankenhausfinanzierung, DRG-System, Öffentliche Trägerschaft, Sachziele, Formalziele, Pflegestärkungsgesetz, aG-DRG, Krankenhausplan, Gesundheitsökonomie, Krankenhausmanagement, Duale Finanzierung, Zielkonflikte, Kostendeckungsprinzip, Fallpauschalen, Klinikmanagement.
Die Arbeit analysiert, inwiefern sich verschiedene Vergütungskonzepte in der deutschen Krankenhausfinanzierung, insbesondere das DRG-System, auf die Ziele von Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft auswirken.
Zentrale Themen sind die historische Genese der Vergütungsmodelle, die Unterscheidung zwischen Sach- und Formalzielen sowie die ökonomischen Anreizstrukturen innerhalb der Krankenhauslandschaft.
Ziel ist es zu untersuchen, wie historische und aktuelle Vergütungssysteme das komplexe Zielsystem öffentlicher Krankenhäuser beeinflusst haben und ob ein Konflikt zwischen Sachzielen (medizinische Qualität) und Formalzielen (Finanzstabilität) besteht.
Es handelt sich um eine systematische Literaturarbeit, die auf einem anwendungsorientierten und theoretischen Ansatz basiert, um bestehende Erkenntnisse aus Fachliteratur und offiziellen Statistiken zu verallgemeinern.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Struktur von Krankenhäusern in Deutschland sowie eine detaillierte chronologische Aufarbeitung der Vergütungskonzepte seit 1972 und deren korrespondierende Auswirkung auf die betrieblichen Zielsetzungen.
Für die Analyse sind primär die Struktur des dualen Finanzierungssystems, die gesetzlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Epochen und die spezifische Trägerschaftsform als Einflussfaktoren auf das Zielmanagement entscheidend.
Das aG-DRG-System versucht durch die Ausgliederung der Pflegepersonalkosten den Fachkräftemangel adressieren, führt jedoch zu einer erhöhten bürokratischen Komplexität und neuer Planungsunsicherheit bei der Krankenhaussteuerung.
Da öffentliche Krankenhäuser eine Daseinsvorsorgepflicht haben und oft in strukturschwachen Gebieten operieren, stehen sie unter einem besonderen Spannungsfeld zwischen dem gesetzlichen Versorgungsauftrag und dem zunehmenden Druck zur ökonomischen Effizienz durch das DRG-System.
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