Masterarbeit, 2008
74 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Der Personzentrierte Ansatz nach Carl R. Rogers
2.1. Das dem Personzentrierten Ansatz zugrunde liegende Menschenbild
2.2. Ziel des Personzentrierten Ansatzes
2.3. Wirkfaktoren
3. Geistliche Begleitung in den großen religiösen Traditionen
3.1. Geistlichen Begleitung – eine begriffliche Abgrenzung
3.2. Geistliche Begleitung, Religion und Menschenbild
3.3. Geistliche Begleitung in den monotheistischen Religionen
3.3.1. Christentum
3.3.1.1. Geistliche Begleitung im Christentum
3.3.1.2. Bezug zum Personzentrierten Ansatz
3.3.2. Judentum
3.3.2.1. Geistliche Begleitung im Judentum
3.3.2.2. Bezug zum Personzentrierten Ansatz
3.3.3. Islam
3.3.3.1. Geistliche Begleitung im Islam
3.3.3.2. Bezug zum Personzentrierten Ansatz
3.4. Geistliche Begleitung in den mystisch-weisheitlichen Religionen Asiens
3.4.1. Hinduismus
3.4.1.1. Hinduismus im Überblick
3.4.1.2. Geistliche Begleitung im Hinduismus
3.4.1.3. Bezug zum Personzentrierten Ansatz
3.4.2. Buddhismus
3.4.2.1. Buddhismus im Überblick
3.4.2.2. Geistliche Begleitung im Buddhismus
3.4.2.3. Bezug zum Personzentrierten Ansatz
3.4.3. Daoismus
3.4.3.1. Daoismus im Überblick
3.4.3.2. Geistliche Begleitung im Daoismus
3.4.3.3. Bezug zum Personzentrierten Ansatz
4. Überkonfessionell-interspirituelle Geistliche Begleitung
4.1. Zum Begriff
4.2. Welt- und Menschenbild
4.2.1. Ein pluralistisches Welt- und Menschenbild auf der Basis der Religionen?
4.2.2. Grundzüge eines religionspluralistischen Welt- und Menschenbilds
4.2.3. Das religionspluralistische Welt- und Menschenbild und der Personzentrierte Ansatz
4.3. Ziel der überkonfessionell-interspirituellen Geistlichen Begleitung
4.4. Wirkfaktoren
4.4.1. Spirituelle Praxis
4.4.2. Begleitung
4.4.2.1. Aufmerksamkeit als Grundvoraussetzung der Begleitung
4.4.2.2. Besondere Anforderungen an die überkonfessionell-interspirituelle Begleitung
4.4.2.3. Empathie und Verstehen
4.4.3. Die Wirkfaktoren in Vergleich zum Personzentrierten Ansatz
5. Zusammenschau
6. Persönliches Fazit
Die Arbeit untersucht die Kompatibilität des Personzentrierten Ansatzes nach Carl R. Rogers mit den Grundlagen, Zielen und Wirkfaktoren überkonfessionell-interspiritueller Geistlicher Begleitung, um eine theoretische Basis für eine Begleitungsform zu schaffen, die über konfessionelle Grenzen hinausgeht.
3.3.1.1. Geistliche Begleitung im Christentum
Im Christentum – West- wie Ostkirche – hat die Geistliche Begleitung eine lange Tradition, die zurückgeht auf die Zeit der Wüstenväter (und auch einiger -mütter) des frühen Christentums. Sie entstammt damit einer monastischen Tradition.
Das Menschenbild der Väter und Mütter der Wüste war von der Grundannahme geprägt, dass „jeder Mensch in seiner konkreten Situation und Verfasstheit ... zur Selbst- und Gotteserkenntnis berufen“ und die entsprechende Entwicklung auf dieses Ziel hin zu fördern sei (Plattig 2001, S. 26). Es geht im alten Mönchtum in der Geistlichen Begleitung in erster Linie nicht um „die Überwindung von Konflikten, die Heilung seelischer Defekte, die Anleitung zu einem moralisch guten Leben, sondern es ist die Hinführung zur Kontemplation, zur Begegnung mit Gott, zur Schau Gottes“ (Bäumer/Plattig 1998, S. 84). Und Anselm Grün (2002, S. 118) führt dazu aus: „Es ist ein mystischer Weg, auf dem die Väter ihre Schüler begleiten. Es geht ihnen nicht zuerst um den moralisch richtigen Weg, nicht zuerst um die Verwirklichung des Willens Gottes und um die richtigen Entscheidungen, sondern um das Einswerden mit Gott.“
Als wesentliche Aufgabe auf diesem Weg sehen die Väter und Mütter der Wüste die Auseinandersetzung mit den Gedanken (logismoi), womit „Vorstellungen und Ideen, ... bestimmte Absichten, Pläne, Intentionen, Wünsche, Einfälle, Gefühle, Motive, Stimmungen“ (Plattig 2001, S. 26) gemeint sind. Ziel der Auseinandersetzung ist die Befreiung von Abhängigkeiten von diesen. „Zunächst wird keine Bewertung vorgenommen, alle Gefühle und Bedürfnisse, alle Sehnsüchte und Stimmungen des Menschen haben ein Recht zu sein, sie haben einen Sinn“ (Plattig 2001, S. 26). Selbsterkenntnis steht zunächst im Vordergrund, aus der dann die Gotteserkenntnis erwächst.
1. Einführung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Autorin, die Schnittstellen zwischen psychologischer Begleitung und Spiritualität vor dem Hintergrund einer interspirituellen Ausrichtung zu beleuchten.
2. Der Personzentrierte Ansatz nach Carl R. Rogers: Dieses Kapitel stellt das humanistische Menschenbild Rogers, seine Ziele wie die "fully functioning person" und die wesentlichen Wirkfaktoren der Beziehungsgestaltung dar.
3. Geistliche Begleitung in den großen religiösen Traditionen: Hier werden unterschiedliche religiöse Ansätze der Begleitung in monotheistischen und asiatischen Religionen analysiert und in Bezug zum Personzentrierten Ansatz gesetzt.
4. Überkonfessionell-interspirituelle Geistliche Begleitung: Das Kapitel entwickelt die theoretische Basis für eine Begleitung, die über einzelne Konfessionen hinausgeht, und diskutiert Weltbilder sowie notwendige Wirkfaktoren.
5. Zusammenschau: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung des Personzentrierten Ansatzes als hilfreiche Basis für eine überkonfessionell-interspirituelle Geistliche Begleitung.
6. Persönliches Fazit: Die Arbeit schließt mit einer persönlichen Reflexion der Autorin über die Kompatibilität der beiden Disziplinen und die Grenzen einer rein personzentrierten Vorgehensweise in diesem speziellen Kontext.
Personzentrierter Ansatz, Carl R. Rogers, Geistliche Begleitung, Spiritualität, Interspiritualität, Wirkfaktoren, Menschenbild, Religionspluralismus, Selbstkonzept, Aktualisierungstendenz, Transzendenz, Achtsamkeit, Beziehungsgestaltung, Beratung, Persönlichkeitsentwicklung
Die Arbeit untersucht, inwieweit der psychologische Personzentrierte Ansatz nach Carl R. Rogers eine geeignete wissenschaftliche Basis für eine überkonfessionell-interspirituelle Geistliche Begleitung bilden kann.
Die zentralen Themen sind der Personzentrierte Ansatz, die Analyse verschiedener religiöser Begleitungstraditionen, das Konzept der Interspiritualität und die Frage nach der Kompatibilität dieser Ansätze.
Das Ziel ist es, theoretische Grundbedingungen für eine Geistliche Begleitung zu formulieren, die Menschen bei ihrer spirituellen Suche unterstützt, ohne sie auf ein spezifisches religiöses Dogma festzulegen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich existierender psychologischer und religiöser Konzepte. Empirische Untersuchungen wurden nicht durchgeführt.
Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte von Rogers dargestellt, danach erfolgt eine detaillierte Analyse der Begleitungsansätze in Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Daoismus.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Personzentrierter Ansatz", "Interspiritualität", "Geistliche Begleitung", "Transzendenz" und "Wirkfaktoren" geprägt.
Während die psychologische Beratung primär die allgemeine Persönlichkeitsentwicklung fokussiert, stellt die Geistliche Begleitung den Menschen in seiner persönlichen Gott- oder Transzendenz-Bezogenheit in das Zentrum.
Die spirituelle Praxis wird als essenzieller Wirkfaktor und "Technologie der inneren Veränderung" angesehen, die neben der zwischenmenschlichen Begleitbeziehung notwendig ist, um die spirituelle Entwicklung zu fördern.
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