Forschungsarbeit, 2003
21 Seiten, Note: 1,8
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. China und Kuba – zwei autoritäre Regime
3. Wer nutzt das Netz wofür
3.1. Stellt das Internet in Kuba und China ein Massenmedium dar?
3.2. Kontrolle des Onlinemediums
3.2.1. Kontrollmechanismen
3.2.2. Kontrollmechanismen - an wen gerichtet?
4. Nutzung des Internets in autoritären Regimes
5. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht, mit welchen spezifischen Maßnahmen und Mitteln die Regierungen von Kuba und China versuchen, die Entwicklung des Internets zu steuern und zu kontrollieren, und analysiert die daraus resultierenden Auswirkungen auf das jeweilige Land, die Wirtschaft und die internationale Gemeinschaft.
3.2.1. Kontrollmechanismen
Beide Staaten kontrollieren den Internetzugang. Es soll nun untersucht werden, welche Maßnahmen sie dabei verwenden und welche Auswirkungen diese haben.
In dem Arbeitspapier „The Internet and State Control in Authoritarian Regimes: China, Cuba and the Conterrevolution“ beschreiben Kalathil und Boas zwei verschiedene und auch angewandte Maßnahmen. Auf der einen Seite versuchen die Staaten mit proaktiven Maßnahmen24 die Entwicklungen der neuen Medien zu lenken und eigene Interessen und Prioritäten, wie z.B. Propaganda zu fördern. Die reaktiven Maßnahmen, auf der anderen Seite stehen den Proaktiven gegenüber. Diese reagieren auf bereits existierende oder potentielle Herausforderungen durch die Internetnutzung. Autonome Regierungen sind in der Lage, Bedrohungen, die das Internet an sie stellt, durch eine Verknüpfung von reaktiven und proaktiven Maßnahmen entgegenzuarbeiten.
In Kuba werden verschiedene Maßnahmen eingesetzt, um potentielle Gefahren, die aus dem Medium erwachsen, auszuschalten. Zunächst sollen die reaktiven Maßnahmen betrachtet werden. Das einfachste Mittel ist dabei die Zugangsbeschränkung, die in der kubanischen Verfassung verankert ist. Artikel 53 schließt den privaten Nutzer von dem neuen Medium vollständig aus, indem es ihm die Grundlage zur Nutzung entzieht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, wie autoritäre Staaten das Internet als potenziell bedrohliches Medium kontrollieren.
2. China und Kuba – zwei autoritäre Regime: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung sowie die politische Struktur beider Länder als autoritäre Systeme.
3. Wer nutzt das Netz wofür: Hier wird analysiert, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteure das Internet in den untersuchten Ländern nutzen.
3.1. Stellt das Internet in Kuba und China ein Massenmedium dar?: In diesem Teil wird die Reichweite und die tatsächliche Verbreitung des Internets im Vergleich zu klassischen Massenmedien untersucht.
3.2. Kontrolle des Onlinemediums: Dieses Kapitel erörtert die staatlichen Strategien zur Überwachung und Reglementierung der Online-Kommunikation.
3.2.1. Kontrollmechanismen: Hier werden konkrete technische und politische Maßnahmen, wie Filterung und Zugangsbeschränkungen, detailliert beschrieben.
3.2.2. Kontrollmechanismen - an wen gerichtet?: Dieser Abschnitt analysiert, auf welche Bevölkerungsgruppen die staatlichen Kontrollmaßnahmen primär abzielen.
4. Nutzung des Internets in autoritären Regimes: Dieses Kapitel betrachtet die verschiedenen Anwendungsbereiche des Internets unter staatlicher Aufsicht.
5. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der digitalen Spaltung und der Wirksamkeit staatlicher Kontrollstrategien.
Digital Divide, Digitale Spaltung, Autoritäre Regime, Internetkontrolle, Zensur, Kuba, China, Informationsgesellschaft, Kommunikationssteuerung, politische Stabilität, e-Government, Internetnutzung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Umgang autoritärer Regierungen, konkret Kuba und China, mit dem Internet und den damit verbundenen Herausforderungen für den Machterhalt.
Zentrale Themen sind die staatliche Steuerung der Internetentwicklung, Methoden der Zensur sowie das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Notwendigkeit und politischer Kontrolle.
Das Ziel ist es zu untersuchen, mit welchen Maßnahmen Regierungen den Entwicklungsprozess des Internets steuern und welche Auswirkungen diese auf die Wirtschaft und die Gesellschaft haben.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse aktueller Fachliteratur, Berichte internationaler Organisationen und auf den Vergleich spezifischer gesetzlicher und technischer Rahmenbedingungen.
Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Kontrollmechanismen (proaktiv vs. reaktiv), den Status des Internets als Massenmedium sowie die spezifischen Intranet-Strategien der beiden Staaten.
Wichtige Begriffe sind Digital Divide, autoritäre Regime, Zensur, staatliche Kontrolle, politische Stabilität und technologische Steuerung.
Während Kuba den privaten Zugang zum Internet weitgehend verbietet und nur staatlich kontrollierte Intranets erlaubt, ist der private Zugang in China prinzipiell gestattet, jedoch strengen Zensur- und Überwachungsauflagen unterworfen.
Proaktive Maßnahmen dienen dazu, die Internetentwicklung aktiv zu lenken, indem beispielsweise eigene Propagandaportale erstellt und die ökonomische Nutzung gefördert wird, um die eigene Regimelegitimität zu stärken.
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