Diplomarbeit, 2002
78 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. GRUNDLAGEN DES RISK-MANAGEMENTS
2.1 Gesetzliche Grundlagen (KonTraG)
2.2 Basel II und Risk-Management im Kontext
2.3 Begriffsbestimmungen
2.3.1 Risiko
2.3.2 Risk-Management
2.3.3 Mittelstand
3. RISK-MANAGEMENT IN MITTELSTÄNDISCHEN UNTERNEHMEN
3.1 Risiken
3.1.1 Risiken aus Unternehmenssicht
3.1.2 Risiken aus Bankensicht
3.2 Instrumente zur wertorientierten Unternehmensführung
3.2.1 Risk-Management
3.2.2 Balanced Scorecard
3.2.3 Balanced Chance and Risk Card
3.3 Risk-Management-Prozess
3.3.1 Phase I: Unternehmens- bzw. Risikostrategie
3.3.2 Phase II: Risikoidentifikation
3.3.2.1 Instrumente zur Risikoidentifikation
3.3.3 Phase III: Risikoanalyse
3.3.3.1 Instrumente zur Risikoanalyse
3.3.4 Phase IV: Risikobewertung
3.3.4.1 Instrumente zur Berechnung quantifizierbarer Risiken
3.3.4.2 Instrumente zur Berechnung nicht quantifizierbarer Risiken
3.3.5 Phase V: Risikobewältigung
3.3.5.1 Aktive Risikobewältigungsmaßnahmen
3.3.5.2 Passive Risikobewältigungsmaßnahmen
3.3.6 Phase VI: Risikocontrolling
3.3.6.1 Risikoplanung
3.3.6.2 Risikosteuerung
3.3.6.3 Risikokontrolle
3.3.7 Überwachung des Risk-Management-Systems
3.3.7.1 Risikodokumentation
3.3.7.2 Risikokommunikation
4. INTEGRATION DES RISK-MANAGEMENTS IN UNTERNEHMEN
4.1 Projektstruktur zur Risk-Management-Einführung
4.2 Organisatorische Risk-Management-Eingliederung
4.2.1 Interne Integration
4.2.2 Externe Integration
5. SCHLUSSBETRACHTUNG/FAZIT
Die Diplomarbeit untersucht, wie mittelständische Unternehmen ein KonTraG-konformes Risk-Management-System implementieren können, um den Herausforderungen durch gesetzliche Anforderungen und gestiegene Anforderungen der Banken an die Unternehmenstransparenz (Basel II) zu begegnen.
3.3.2.1 Instrumente zur Risikoidentifikation
Die dargestellte Komplexität und Dynamik der zu identifizierenden Risiken erfordert geeignete Instrumente, mit denen Risiken systematisch und anhand ökonomischer Kriterien erfasst werden können. Im Folgenden werden unterschiedliche Instrumente zur Risikoidentifikation vorgestellt und hinsichtlich ihrer Funktionalität erläutert.
Burger/Buchhart empfehlen den Einsatz von Basismethoden, die Daten und Informationen zur systematischen und unsystematischen Risikoidentifikation liefern und die anschließend weiter verarbeitet werden. Zu den Basismethoden gehören die (Betriebs-) Besichtigung, die Dokumenten- und Organisationsanalyse sowie die Mitarbeiterbefragung. Hornung/Reichmann/Diederichs führen als ergänzende Basismethoden die Erstellung von Produktionsflussplänen und die Verwendung externer Informationsquellen auf.
Die GCM befürwortet den Einsatz von Basismethoden als erste Maßnahme zur Risikoidentifikation. Mittels eines Quick-Checks, der einer verkürzten Standortanalyse gleich gestellt werden kann, sollte schnellstmöglich die Unternehmenssituation erfasst werden. Ziel des Quick-Checks ist, festzustellen, ob bestandsgefährdende Risiken schon eingetreten sind, die unverzüglicher Handlungsmaßnahmen bedürfen. Im Extremfall können so ohne Zeitverlust Unternehmenssanierungsmaßnahmen eingeleitet werden. Dies ist vor dem Hintergrund der benötigten Zeit von der Einführung bis zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit eines Risk-Managements zu sehen und kann unter Umständen von existenzieller Wichtigkeit für den Fortbestand des Unternehmens sein.
Als erste Maßnahme zur Risikoidentifikation sollten nach Schenk die Unterlagen des Rechnungswesens herangezogen werden. Sichtung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und des Prüfungsberichts ermöglicht eine erste Einordnung des Unternehmens in das Unternehmensumfeld. Zu berücksichtigen dabei ist, dass diese Unterlagen jedoch nur einen stichtagsbezogen und bereits vergangenheitsorientierten Überblick zur Unternehmenslage bieten und daher in Bezug auf den aktuellen Stand des Unternehmens nur unvollständige Informationen liefern.
1. EINLEITUNG: Darstellung der gesetzlichen Anforderungen durch das KonTraG, der Relevanz für den Mittelstand sowie der Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
2. GRUNDLAGEN DES RISK-MANAGEMENTS: Erläuterung der gesetzlichen Rahmenbedingungen (KonTraG), der Zusammenhänge mit Basel II sowie Definition grundlegender Begriffe.
3. RISK-MANAGEMENT IN MITTELSTÄNDISCHEN UNTERNEHMEN: Untersuchung von Risiken, Vorstellung wertorientierter Führungsinstrumente und detaillierte Beschreibung des Risk-Management-Prozesses in sechs Phasen.
4. INTEGRATION DES RISK-MANAGEMENTS IN UNTERNEHMEN: Aufzeigung von Projektstrukturen zur Einführung und organisatorischen Eingliederung eines Risk-Management-Systems.
5. SCHLUSSBETRACHTUNG/FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für mittelständische Unternehmen zur nachhaltigen Implementierung.
Risk-Management, KonTraG, Mittelstand, Basel II, Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewältigung, Risikocontrolling, Unternehmenswert, Unternehmensstrategie, Frühwarnsysteme, Rating, KMU, Risikodokumentation, Risikokommunikation.
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Möglichkeiten für mittelständische Unternehmen, ein systematisches Risk-Management-System einzuführen, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und die Kreditwürdigkeit gegenüber Banken zu sichern.
Die zentralen Themen sind das Kontroll- und Transparenzgesetz (KonTraG), die Auswirkungen von Basel II auf den Mittelstand, der Risikomanagement-Prozess sowie die praktische Integration dieses Systems in mittelständische Unternehmensstrukturen.
Das Ziel ist es, mittelständischen Unternehmen einen konkreten Weg aufzuzeigen, wie sie ein KonTraG-konformes Risk-Management-System erfolgreich konzipieren, implementieren und in ihre Unternehmensführung integrieren können.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Konzepte sowie die Vorstellung praktischer Ansätze (z.B. durch die GCM), um Empfehlungen für den Mittelstand abzuleiten.
Der Hauptteil analysiert Risiken aus Unternehmens- und Bankensicht, stellt Instrumente zur wertorientierten Führung vor und beschreibt detailliert die sechs Phasen des Risk-Management-Prozesses von der Strategiefestlegung bis zum Risikocontrolling.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Risk-Management, KonTraG, Mittelstand, Basel II, Risikobewältigung und Unternehmenswertsteigerung charakterisiert.
Obwohl das Gesetz primär börsennotierte AGs betrifft, hat es durch die Bankenfinanzierung und die Forderung nach Risikotransparenz erhebliche indirekte Auswirkungen auf die Finanzierungsmöglichkeiten und die Haftung von GmbH-Geschäftsführern im Mittelstand.
Banken verlangen im Kontext von Basel II eine höhere Transparenz bezüglich der Unternehmensrisiken. Die Arbeit zeigt auf, dass ein professionelles Risk-Management als Kommunikationsinstrument dienen kann, um die Bonitätseinschätzung positiv zu beeinflussen.
Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der Balanced Scorecard, die um die Dimension "Produkt" sowie eine differenzierte Chancen- und Risikobetrachtung ergänzt wurde, um strategische Erfolgsfaktoren besser abzubilden.
Das GCM-Modell bietet einen in sechs Phasen gegliederten, praxisorientierten Risikomanagement-Prozess, der speziell auf die Bedürfnisse und Ressourcen mittelständischer Unternehmen zugeschnitten ist.
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