Bachelorarbeit, 2022
87 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den spezifischen Problemen trans*identer Jugendlicher im Kontext Sozialer Arbeit. Ziel ist es, die Herausforderungen, denen diese Jugendlichen im deutschen Kontext gegenüberstehen, zu beleuchten und die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen zu erörtern.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Relevanz des Themas und die Forschungsfragen darlegt. Im Anschluss wird der Forschungsstand zur Trans*identität im Kontext Sozialer Arbeit beschrieben. Kapitel 3 definiert wichtige Begriffe, wie LSBTI*Q, sexuelle und geschlechtliche Orientierung, Trans*identität und Passing. Kapitel 4 beleuchtet das "System" der Heteronormativität, insbesondere die rechtlichen und medizinischen Bedingungen, die trans*idente Jugendliche benachteiligen. Es werden auch Forderungen zur Selbstbestimmung und Entpathologisierung vorgestellt.
Kapitel 5 befasst sich mit den spezifischen Problemen trans*identer Jugendlicher, darunter der Coming-Out Prozess, die Entwicklungsaufgaben im Jugendalter und die Entwicklung der Identität. Die Lebenswelt trans*identer Jugendlicher wird anhand von verschiedenen Studien und Beispielen beleuchtet. Kapitel 6 erörtert den Bezug der Sozialen Arbeit zur Thematik, die Relevanz für die Soziale Arbeit und den Einfluss des heteronormativen Systems auf die Sozialarbeit. Es werden trans*freundliche Zugänge der Sozialen Arbeit vorgestellt sowie die Anforderungen an Fachkräfte. Kapitel 6.5 befasst sich mit der queeren Jugendhilfe und Kapitel 6.6 kritisiert die Differenzierung von Jugendlichen in "straight" und "queer".
Abschließend wird ein Workshop entworfen, der junge, ehrenamtlich tätige Erwachsene für das Thema der Trans*identität sensibilisieren soll.
Die Arbeit beschäftigt sich mit Themen wie Trans*identität, Coming-Out, Heteronormativität, Selbstbestimmung, Entwicklungsaufgaben im Jugendalter, Identität, Lebenswelt trans*identer Jugendlicher, Soziale Arbeit, queere Jugendarbeit, Sensibilisierung und Workshop.
Trans*idente Jugendliche stehen vor Herausforderungen, die sich aus dem System der Heteronormativität ergeben. Dazu gehören rechtliche Barrieren, Diskriminierung im medizinischen Kontext sowie Probleme im familiären Umfeld, in Freundeskreisen und in Bildungseinrichtungen.
Die Soziale Arbeit trägt zur Verbesserung der Lebenslage bei, indem sie sensibilisiert, Beratungsangebote schafft und die Selbstbestimmung der Jugendlichen fördert. Sie arbeitet gegen Diskriminierung und unterstützt den Coming-out-Prozess.
Passing beschreibt in diesem Kontext den Umstand, dass eine trans*idente Person von ihrer Umwelt als das Geschlecht wahrgenommen wird, mit dem sie sich identifiziert, was oft einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Sicherheit im Alltag hat.
Fachkräfte müssen über eine hohe Sensibilität für geschlechtliche Vielfalt verfügen, heteronormative Strukturen kritisch hinterfragen können und fundiertes Wissen über die spezifischen Lebenswelten von LSBTI*Q-Jugendlichen besitzen.
Ein gezielter Workshop für ehrenamtliche Mitarbeiter kann Vorurteile abbauen, Wissen über Trans*identität vermitteln und konkrete Handlungskompetenzen für den Umgang mit queeren Jugendlichen in der Freizeitpädagogik stärken.
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