Bachelorarbeit, 2022
113 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Achtsamkeit
2.1.1 Der Ursprung der Achtsamkeit
2.1.2 Komponenten der Achtsamkeit
2.1.3 Achtsamkeitsdefinition nach Brown & Ryan
2.1.4 Zwei Komponenten Modell
2.2 Wohlbefinden
2.2.1 Hedonisches & eudaimonisches Wohlbefinden
2.2.2 Mental Health Theory
2.2.3 Well-Being Theory
2.3 Selbstkontrollanforderungen
2.3.1 Konzept der Selbstkontrolle
2.3.2 Selbstregulationsmodell
2.3.3 Ressourcenmodell der Selbstkontrolle
2.4 Aktueller Forschungsstand
2.5 Hypothesenentwicklung
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Untersuchungsdesign
3.3 Untersuchungsdurchführung
3.4 Erhebungsinstrumente
3.4.1 Mindful Attention Awareness Scale
3.4.2 Flourishing Scale
3.4.3 Self-Control Demands Questionnaire
4 Ergebnisse
4.1 Datenaufbereitung
4.2 Deskriptivstatistische Analyse
4.3 Inferenzstatistische Analyse
4.4 Weitere explorative Analysen
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Limitation
5.3 Implikation für die Praxis und Ausblick
6 Fazit
Die vorliegende Forschung untersucht mittels einer Online-Befragung den Einfluss von Achtsamkeit auf das Wohlbefinden und die Selbstkontrollanforderungen bei Studierenden, um zu klären, ob Achtsamkeit als Interventionsmethode gegen studienbedingten Stress eingesetzt werden kann.
2.1 Achtsamkeit
Das Konzept der Achtsamkeit gewinnt aufgrund seiner nachgewiesenen Wirksamkeit in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Anfang der 1990er Jahre war die Auseinandersetzung mit diesem Thema noch oft esoterisch, doch mit der Zeit konnten kontinuierlich qualitativ hochwertige Studien zu diesem Themenkomplex dokumentiert werden. Ebenso werden in den letzten Jahren achtsamkeitsbasierte Interventionen – wie die „Mindfulness Based Relapse Prevention“ oder die „Mindfulness Based Cognitive Therapy“ (MBCT) – erfolgreich in therapeutische Maßnahmen integriert. Darüber hinaus findet Achtsamkeit zunehmend Anwendung im Rahmen der Organisationsentwicklung (Au & Seidel, 2017). Dieser Aspekt stärkt die Auffassung des Zukunfts- und Trendforschers Matthias Horx (2016), dass sich Achtsamkeit im organisatorischen Umfeld zu einem Megatrend entwickelt. Seinen Prognosen zufolge wird diese in den nächsten 20 bis 30 Jahren in allen Bereichen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens präsent sein.
Nicht ohne Grund interessiert sich auch die Wirtschaft für das Thema Achtsamkeit. Der hohe Ökonomisierungsdruck auf die Unternehmen, lässt deren Führungskräfte und Mitarbeiter nicht gleichgültig, sondern bedroht unmittelbar deren psychosoziale Gesundheit. Daher ist die Prävention und das Management von Gesundheitsrisiken für Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Achtsamkeit eröffnet hier neue Möglichkeiten. Organisationen haben bereits damit begonnen, achtsamkeitsbasierte Trainingsprogramme anzubieten. Diese können jedoch nur effektiv sein, wenn die Mitarbeiter die darin vermittelten Übungen auch tatsächlich in ihre tägliche Arbeit einfließen lassen. Vor dem Hintergrund, dass Achtsamkeit nicht konsumiert werden kann, muss sie konsequent praktiziert werden, um effektiv zu sein (Hülsheger et al., 2018). Im Rahmen dieser Untersuchung wird Achtsamkeit nach Michalak et al. (2008) erfasst.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Stressproblematik von Studierenden ein und begründet die Relevanz der Untersuchung von Achtsamkeit und Selbstkontrolle als protektive Faktoren.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel fundiert epistemologisch die Konstrukte Achtsamkeit, Wohlbefinden und Selbstkontrollanforderungen und leitet auf Basis des Forschungsstandes die Hypothesen ab.
3 Methode: Hier werden das Untersuchungsdesign, die Stichprobenkonstruktion sowie die eingesetzten psychometrischen Erhebungsinstrumente (MAAS, Flourishing Scale, Self-Control Demands Questionnaire) detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Bereinigung der Daten sowie die deskriptiven und inferenzstatistischen Analysen zur Hypothesenprüfung.
5 Diskussion: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse bewertet, methodisch reflektiert und Implikationen für eine praxisorientierte Umsetzung an Hochschulen abgeleitet.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und zieht eine Bilanz hinsichtlich der Eignung von Achtsamkeitstrainings zur studentischen Stressprävention.
Achtsamkeit, Psychisches Wohlbefinden, Selbstkontrollanforderungen, Studierende, Stressbewältigung, Online-Befragung, Flourishing, Mindful Attention Awareness Scale, Selbstregulation, Leistungsdruck, Empirische Untersuchung, Prävention, Akademischer Kontext, Quantitative Studie, Stressoren.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Achtsamkeit, dem Wohlbefinden und den bei Studierenden auftretenden Selbstkontrollanforderungen.
Die zentralen Themenfelder sind die psychologische Stressbewältigung durch Achtsamkeit sowie die Belastungsfaktoren der Selbstkontrolle im universitären Alltag.
Es wird untersucht, ob Achtsamkeit als effektive Intervention zur Stressbewältigung bei Studierenden fungieren kann.
Die Arbeit basiert auf einem quantitativen Ansatz mit einer nicht-probabilistischen Stichprobe und nutzt standardisierte onlinebasierte Fragebögen sowie regressionsbasierte statistische Analysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der untersuchten psychologischen Konstrukte und eine methodische Umsetzung inklusive statistischer Auswertung komplexer Zusammenhänge.
Wichtige Begriffe sind Achtsamkeit, studentisches Wohlbefinden, Selbstkontrolle, Stress, quantitative Forschung und psychologische Ressourcen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass weibliche Studierende geringeren Selbstkontrollanforderungen unterliegen als ihre männlichen Kommilitonen.
Nein, die Moderationsanalyse ergab keinen signifikanten moderierenden Einfluss von Achtsamkeit auf den Zusammenhang zwischen Selbstkontrollanforderungen und Wohlbefinden.
In der Studie konnte beobachtet werden, dass die Selbstkontrollanforderungen bei Studierenden mit ansteigendem Alter unabhängig vom Geschlecht sinken.
Nach den Ergebnissen dieser Studie lässt sich das Achtsamkeitstraining nicht eindeutig als eine ressourcenorientierte Intervention zur Stressprävention im universitären Kontext bestätigen.
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