Magisterarbeit, 2009
128 Seiten, Note: 1,7
Die Arbeit untersucht die Normen der Filmbewertung in Deutschland aus der Perspektive der Rezipienten, am Beispiel des Films „Last House on the Left“. Sie analysiert die Entstehung und Durchsetzung der Normen, insbesondere der FSK, im Kontext der Normtheorie. Die Arbeit zielt darauf ab, die Relevanz der Normen für die Rezeption des Films zu beleuchten und die Diskrepanz zwischen institutionellen Bewertungen und der Wahrnehmung der Rezipienten zu untersuchen.
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und erläutert den Aufbau der Arbeit. Kapitel 2 stellt die Theorie der Normentstehung vor und beleuchtet die Entstehung des Verlangens nach einer Norm, die Instrumentalität einer Norm, die Rolle von „Change Agents“ und die Durchsetzung von Normen. Kapitel 3 wendet die Normtheorie auf die FSK an und analysiert die Entstehung, die Ziele und die Funktionsweise der FSK. Kapitel 4 beleuchtet weitere Institutionen der Filmbewertung in Deutschland, wie das JÖSchG, die BPjM und das Strafgesetzbuch. Kapitel 5 analysiert den Film „Last House on the Left“ und seine Rezeption durch die deutschen Institutionen der Filmbewertung. Kapitel 6 beschreibt das Experiment, das durchgeführt wurde, um die Rezeption des Films durch die Rezipienten zu untersuchen. Kapitel 7 analysiert die Ergebnisse des Experiments und beleuchtet die Diskrepanz zwischen institutionellen Bewertungen und der Wahrnehmung der Rezipienten. Kapitel 8 fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsfragen.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Filmbewertung, die FSK, die Normtheorie, die Rezeption von Filmen, „Last House on the Left“, Gewalt im Film, Jugendschutz, Filmzensur, institutionelle Bewertungen, Rezipientenperspektive, Diskrepanz zwischen institutionellen Bewertungen und der Wahrnehmung der Rezipienten.
Normen entstehen oft als rational geplanter Prozess, um gesellschaftliche Externalitäten (z.B. Jugendschutzrisiken) zu reduzieren. Ein Beispiel ist die Gründung der FSK in der Nachkriegszeit.
Die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle) vergibt Altersfreigaben für Filme. Die BPjM (Bundesprüfstelle) ist für die Indizierung jugendgefährdender Medien zuständig, um deren Verbreitung einzuschränken.
Der Film enthält drastische Gewaltdarstellungen, die zu Indizierungen und Beschlagnahmungen nach §131 StGB (Gewaltdarstellung) führten, da er von Institutionen als sozialethisch desorientierend eingestuft wurde.
Das Experiment zeigte Diskrepanzen zwischen institutionellen Bewertungen und der Wahrnehmung erwachsener Zuschauer, die oft eine höhere Eigenverantwortung und weniger negative Auswirkungen sahen.
Dies ist ein zentraler Streitpunkt: Während das Strafrecht (§131 StGB) von einer potenziellen Gefährdung ausgeht, fordern viele Rezipienten die Freiheit, als Erwachsene selbst über ihren Medienkonsum zu entscheiden.
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