Diplomarbeit, 2002
90 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Wie können Personalkennzahlen bei der Führung helfen ?
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Führung und Führungskräfte
2.1 Führung
2.2 Führungskräfte im Unternehmen
2.3 Funktionen von Führungskräften
2.4 Anforderungen an Führungskräfte: heute und morgen
3 Personalcontrolling
3.1 Definition
3.2 Einsatzbereiche des Personalcontrolling
3.2.1 Personalcontrolling als Informationsinstrument
3.2.2 Personalcontrolling als Planungsinstrument
3.2.3 Personalcontrolling als Steuerungs- und Kontrollinstrument
3.3 Personalkennzahlen als ein Ansatz des Personalcontrolling
3.3.1 Kennzahlen und Kennzahlenarten
3.3.2 Vergleichsarten und graphische Darstellung
3.3.3 Kennzahlensysteme
3.3.3.1 Kennzahlensystem von Grünefeld
3.3.3.2 Kennzahlensystem von Schulte
3.4 Grenzen des Kennzahleneinsatzes
3.4.1 Rechtliche Grenzen
3.4.2 Wirtschaftliche Grenzen
4 Einsatz von Kennzahlen zur Unterstützung von Führungskräften
4.1 Beteiligung der Führungskräfte
4.2 Auswahl von geeigneten Kennzahlen
4.2.1 Krankenstand
4.2.2 Fluktuation
4.2.3 Ausbildung
4.3 Kennzahlengewinnung
4.3.1 Datenverwaltungssysteme und das Problem der Datenpflege
4.3.2 Fehlerquellen bei der Datenerhebung
4.3.3 Kennzahlenbereinigung
4.4 Aufbereitung und interne Verteilung
4.4.1 Aufbereitung
4.4.2 Fehlerquellen bei der Aufbereitung
4.4.3 Übermittlung an die Führungskräfte
4.5 Anwendung durch die Führungskraft
4.5.1 Information der Mitarbeiter
4.5.2 Kennzahlenoptimierung
4.5.2.1 Ursachenforschung
4.5.2.2 Maßnahmen
4.5.2.3 Auswirkungen für die Mitarbeiter
5 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die Rolle und Aufgaben der Führungskraft im Umgang mit Kennzahlensystemen zu analysieren und praktische Hinweise für deren effektive Gestaltung und Anwendung zu formulieren. Dabei steht die Untersuchung der Beteiligung von Führungskräften sowie die Optimierung der Personalentscheidungen durch objektive Daten im Vordergrund.
3.2.1 Personalcontrolling als Informationsinstrument
Nach den Epochen der Agrar-, der Industrie- und der Dienstleistungsgesellschaft sind wir auf dem Weg zur Informations- und Kommunikationsgesellschaft. Diese Entwicklung macht deutlich, welchen Stellenwert Informationen heute haben. Wichtige Entscheidungen sollten nie ohne ausreichende Informationen getroffen. Dazu haben bereits Vroom und Yetton, eine klare Aussage getroffen. Sie entwickelten im Rahmen der Führungsstiltheorien einen Entscheidungsbaum für Führungskräfte. Darin schließen sie, innerhalb der Plausibilitätsüberlegungen, eine wichtige Entscheidung durch den Vorgesetzten bei fehlenden Informationen aus.
Nachdem nun festgestellt wurde, welche Bedeutung Informationen haben, ergeben sich zwei Fragen:
a) Was genau sind Informationen?
b) Welche Aufgaben fallen dem Controlling als Informationsinstrument zu und wie kann es diese bewältigen?
Eine Information ist Wissen, dass bewusst oder unbewusst zu einem bestimmten Zweck übermittelt wird. Sie kann auf verschiedene Arten übermittelt werden. Ob sie rein informativ ist oder eine Handlungsabsicht beinhaltet, ist von Fall zu Fall verschieden. In Unternehmen sollte die bewusste und klare Weitergabe stets im Vordergrund stehen, um Interpretationsprobleme zu vermeiden. Informationen werden benötigt, um sinnvolle Entscheidungen treffen zu können.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik des Führens und die unterstützende Rolle von Personalkennzahlen zur objektiven Erfolgsmessung.
2 Führung und Führungskräfte: Analyse der Führungsbegriffe, der Funktionen einer Führungskraft und der sich wandelnden Anforderungen im modernen Management.
3 Personalcontrolling: Definition und Untersuchung der Kernaufgaben als Informations-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrument für personalwirtschaftliche Entscheidungen.
4 Einsatz von Kennzahlen zur Unterstützung von Führungskräften: Detaillierte Betrachtung der Implementierung, von der Beteiligung der Führungskräfte über die Kennzahlenauswahl bis zur Ursachenanalyse und Maßnahmenplanung.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung des Personalcontrollings als unterstützendes System für Führungskräfte und Ausblick auf dessen langfristigen Nutzen.
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Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung von Führungskräften im Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Instrumenten des Personalcontrollings, insbesondere durch die Nutzung von Kennzahlensystemen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Führung, die verschiedenen Funktionen des Personalcontrollings, den praktischen Aufbau und Einsatz von Kennzahlensystemen sowie die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Das primäre Ziel ist die Ermittlung der Rolle und Aufgaben der Führungskraft während der verschiedenen Stufen eines Kennzahlensystems, um konkrete Handlungsanweisungen für die Praxis abzuleiten.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse, um Anforderungen an Führungskräfte und Instrumente des Controllings zu systematisieren und auf ihre praktische Anwendbarkeit zu prüfen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Personalcontrollings, die spezifischen Anforderungen an Führungskräfte und die detaillierte Vorgehensweise bei der Einführung und Anwendung von Kennzahlen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Personalcontrolling, Kennzahlensysteme, Führungskompetenz, Datenpflege und Ursachenanalyse charakterisiert.
Die Arbeit empfiehlt eine gezielte Selektion von Kennzahlen, den Aufbau eines Negativkatalogs und die Konzentration auf relevante Informationen, um das Management vor Informationsüberlastung zu schützen.
Da Personalinformationssysteme oft als technische Einrichtungen zur Verhaltens- oder Leistungsüberwachung gelten, hat der Betriebsrat gemäß Betriebsverfassungsgesetz ein Mitbestimmungsrecht, insbesondere wenn personenindividuelle Daten ausgewertet werden.
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