Diplomarbeit, 2009
179 Seiten, Note: 2
1. Vorbemerkung
2. Kinderarmut in Deutschland
2.1. Einleitung
2.2. Definition von Armut und Kinderarmut
2.3. Formen der Armut
2.3.1. Relative und absolute Armut
2.3.2. Bekämpfte und verdeckte Armut
2.3.3. Langzeit- und Kurzzeitarmut
2.3.4. Deprivations- und Dispositionsarmut
2.3.5. Alte und neue Armut
2.3.6. Globalisierungsarmut
2.4. Ursachen der Familienarmut
2.5. Auswirkungen der Armut auf die Kinder
2.5.1. Gesundheitliche Auswirkungen
2.5.2. Psychosoziale Folgen
2.5.3. Gesellschaftliche Konsequenzen
2.5.4. Auswirkungen im Bildungsbereich
2.6. Wahrnehmung der Armut durch die Kinder
2.7. Bewältigungsstrategien in Armutssituationen
2.8. Maßnahmen gegen Kinderarmut
2.8.1. Familienpolitische Armut
2.8.2. (Weiter-) Bildungsmaßnahmen
2.8.3. Gleichberechtigungsmaßnahmen
2.8.4. Sozialpädagogische Maßnahmen
2.8.5. Maßnahmen im Gesundheitsbereich
2.8.6. Sonstige Maßnahmen
2.8.7. „Die Arche“
2.9. Zwischenfazit zu Kinderarmut in Deutschland
3. Kinderarmut in Südamerika
3.1. Einleitung
3.2. Ursachen der Armut und Kinderarmut
3.3. Auswirkungen der Armut auf die Kinder
3.4. Straßenkinder in Südamerika
3.5. Wahrnehmung und Bewältigung der Armut durch die Kinder
3.6. Präventionsmöglichkeiten und Handlungs- Maßnahmen
3.6.1. Internationale Maßnahmen gegen die Armut in Südamerika
3.6.2. Nationale Maßnahmen
3.6.2.1. Staatliche Maßnahmen
3.6.2.2. Private Einrichtungen
3.6.3. Persönliche Meinung
3.7. Zwischenfazit Kinderarmut in Südamerika
4. Gegenüberstellung
4.1. Kinderarmut in Deutschland und Kinderarmut in Südamerika
4.2. Straßenkinder in Deutschland und Straßenkinder in Südamerika
5. Persönliches Resümee
Die Diplomarbeit untersucht und gegenüberstellt das Phänomen der Kinderarmut in Deutschland und Südamerika, um die unterschiedlichen Ausprägungen, Ursachen sowie die Wahrnehmung und Bewältigungsstrategien der betroffenen Kinder in diesen zwei konträren Regionen zu verdeutlichen.
2.5.1.Gesundheitliche Auswirkungen
Generell sind das gesundheitliche Verhalten und der Gesundheitszustand von Menschen aus niedrigeren sozialen Schichten schlechter als das von Menschen aus der Mittelschicht oder den oberen sozialen Bevölkerungsschichten. Vor allem Kinder, die in einem armen Haushalt aufwachsen, sind einer erhöhten Krankheitsbelastung ausgesetzt.
Die gesundheitlichen Auswirkungen einer Armutssituation für die Kinder treten oft schon vor deren Geburt erstmalig auf. Die Kinder- und Jugendgesundheitsstudie aus dem Jahr 2006 (kurz KIGGS) zeigte, dass 31,1% der schwangeren Frauen, die aus einer unteren sozialen Schicht stammen, rauchten. Das waren fast viermal so viele Frauen wie aus einer höheren sozialen Schicht. Die ungeborenen Kinder sind somit schon häufiger während der Schwangerschaft negativen gesundheitlichen Folgen ausgesetzt als die ungeborenen Kinder von Müttern aus höheren sozialen Schichten. Außerdem ist die Zahl der Frühgeburten bei Frauen aus niedrigeren sozialen Schichten höher als bei entsprechenden Frauen aus höheren Schichten, das ergaben Studien zu Früh- und Mangelgeburten. Die postnatale Säuglingssterblichkeit ist zudem deutlich höher genau wie die Zahl der Kinder, die mit einem Gewicht von weniger als 2500 Gramm zur Welt kommen.
Viele Kinder aus armen Familien weisen diverse Entwicklungsstörungen auf. Aus psychologischer Sicht benötigen diese Kinder eine entsprechende Frühförderung, welche sie allerdings in den meisten Fällen nicht erhalten, was sich negativ auf ihren Entwicklungszustand auswirkt, denn eine entsprechende Frühförderung kann die bereits entstandenen Entwicklungsstörungen kompensieren.
1. Vorbemerkung: Einführung in das Thema und Erläuterung der persönlichen Motivation sowie des Aufbaus der Arbeit.
2. Kinderarmut in Deutschland: Detaillierte Analyse der Situation, Ursachen, Auswirkungen und existierender Maßnahmen gegen Kinderarmut in Deutschland.
3. Kinderarmut in Südamerika: Analyse der Armutsbedingungen, Ursachen, spezifischen Probleme wie Straßenkinder und Hilfsprojekte in Südamerika.
4. Gegenüberstellung: Eine vergleichende Analyse der Situationen von Kindern in Armut, wobei explizit der Begriff der Gegenüberstellung gewählt wird, um die unterschiedlichen Kontexte (Industrienation vs. Entwicklungsland) zu betonen.
5. Persönliches Resümee: Reflexion über die Ergebnisse und die Notwendigkeit differenzierter Maßnahmen zur Armutsbekämpfung in beiden Regionen.
Kinderarmut, Armutsforschung, Deutschland, Südamerika, soziale Ungleichheit, Bildungsbenachteiligung, Arbeitslosigkeit, Hartz IV, Straßenkinder, Präventionsmaßnahmen, Sozialpädagogik, Gesundheitsfolgen, Entwicklungsland, Familienarmut, Kindeswohl
Die Arbeit beleuchtet das Phänomen der Kinderarmut und vergleicht dabei die spezifischen Lebensumstände und Herausforderungen für betroffene Kinder in einer Industrienation (Deutschland) mit denen in einem Entwicklungsgebiet (Südamerika).
Die Themenfelder umfassen Definitionen von Armut, die Ursachen von Familienarmut, die gesundheitlichen und psychosozialen Auswirkungen auf Kinder, sowie staatliche und private Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung.
Das Ziel ist es, die unterschiedlichen Ausprägungen und Folgen von Armut weltweit zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Kinder diese Situationen wahrnehmen und bewältigen, ohne dabei einen direkten, simplifizierenden Vergleich zu erzwingen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, der Auswertung von Studien (z.B. UNICEF-Berichte, AWO-ISS-Studie, KIGGS) und der Gegenüberstellung verschiedener armutspolitischer Ansätze.
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Zuerst wird die deutsche Situation mit Fokus auf Hartz IV und Bildungsbenachteiligung analysiert, anschließend folgt die Situation in Südamerika, inklusive der Thematik der Straßenkinder und privater Hilfsprojekte wie "Die Arche" oder "CAMM".
Die wichtigsten Schlagworte sind Kinderarmut, soziale Ungleichheit, Bildungsbenachteiligung, Straßenkinder, psychosoziale Folgen und Präventionsmaßnahmen.
Sie leben oft in einem täglichen Überlebenskampf, sind häufig Opfer von Ausbeutung, Gewalt durch staatliche Organe oder Todesschwadronen und nutzen häufig Drogen als Bewältigungsmechanismus gegen Hunger und Angst.
Die Autorin argumentiert, dass die sozioökonomischen Rahmenbedingungen, die politischen Systeme und die kulturellen Hintergründe der Industrienation Deutschland und der südamerikanischen Entwicklungsländer zu verschieden sind, als dass man von einem direkten Vergleich sprechen könnte.
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