Masterarbeit, 2022
64 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Begriffserklärung
3.1.1 Grundprinzipien des sportpsychologischen Trainings
3.1.2 Mentales Training
3.1.3 Aktivationsregulation
3.1.4 Kompetenzerwartung (Prognosetraining)
3.1.5 Aufmerksamkeitsregulation
3.1.6 Vorstellungsregulation
3.1.7 Motivation
3.1.8 Volition
3.2 Resilienz
3.3 Stoizismus
3.4 Selbstwirksamkeit
3.5 Praxisbeispiele
3.5.1 Mahoney und Avener
3.5.2 Lindemann
3.5.3 Ross Edgley
3.5.4 David Goggins
3.6 Selbstgesprächregulation
3.6.1.1 Wichtige Strategien in Form von Selbstgesprächen
3.7 Der CFQ Fragebogen
3.8 Paivio taxonomie
4 METHODIK
4.1 Vorgehensweise der Literaturrecherche
4.2 Darstellung der Literaturrecherche
4.2.1 Fachdatenbanken und Bibliotheken
4.2.2 Verwendete Suchbegriffe
4.2.3 Filter und Ausschlusskriterien
4.3 Grafische Darstellung der Literraturrecherche
5 ERGEBNISSE
5.1 Darstellung der empirischen Ergebnisse
6 DISKUSSION
6.1 Kritische Bewertung der eigenen Vorgehensweise
6.2 Kritische Bewertung der Ergebnisse
6.2.1 Selbstgesprächregulation
6.2.2 Selbstwirksamkeit
6.2.3 Motivation und Volition
6.2.4 Theorie der dualen Kodierung
6.2.5 Resilienz
6.2.6 Stoizismus
6.3 Schlussfolgerung im Hinblick auf die Handlungsempfehlung für Self-talk im Sport
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer systematischen Literaturrecherche, inwieweit Self-talk in Form von geplanter Selbstinstruktion einen positiven Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit ausüben kann. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf den Zusammenhang zwischen verschiedenen psychologischen Faktoren und deren wechselseitiger Beeinflussung unter Berücksichtigung von äußeren Rahmenbedingungen.
1 Einleitung und Problemstellung
Die Welt ensteht im Kopf! Für viele mag es sich auf den ersten Blick verwunderlich an hören, dass die Welt , wie wir sie wahrnehmen, eine Konstruktion unserer Gedanken ist. Unsere wahrgenommene Welt ist also nicht das unmittelbare Abbild der Realität, sondern das Ergebnis von subjektiven Vorgängen in unserem Gehirn. Diese Annahme ist die Kernaussage einer der einflussreichsten Strömungen der Psychologie und Philosophie, des sogenannten Konstruktivismus. Demnach ist jede Wahrnehmung subjektiv, eine Kon struktion aus wahrgenommener Realität, Sinneseindrücken und Gedächtnisinhalten, (Hermann & Mayer, 2017, S. 5).
Wer kennt es nicht, die eigenen Gedanken steigen einem manchmal wort wörtlich zu „Kopf“. Den ganzen Tag halten wir einen innerer Monolog. Bestimmte Situation werden direkt beurteilt z.B. „Super, ich bin zu spät!“, „Verdammt ich habs verbockt!“ oder „Bin ich überhaupt gut genug dafür?“. Ohne es genauer beschreiben zu müssen wird deutlich, dass es sich hier nur um negative Gedanken handelt. Bei genaueren Überlegen wird schnell klar, dass die meisten Gedanken die einem tagtäglich im Kopf herum schwirren negativ behaftet sind. Das soll nicht bedeuten, dass jeder von uns negativ eingestellt ist! Einige haben ihre Gedanken einfach besser im Griff als andere und können diese auch beeinflussen.
EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die konstruktivistische Sichtweise der Wahrnehmung und die Bedeutung des inneren Monologs für das Wohlbefinden sowie die Leistungsfähigkeit.
ZIELSETZUNG: Definition des Vorhabens, den Zusammenhang zwischen psychologischen Faktoren wie Selbstgesprächen, Motivation und Selbstwirksamkeit sowie deren Effekt auf die sportliche Leistung zu explizieren.
GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Detaillierte Erläuterung grundlegender sportpsychologischer Konzepte sowie die Vorstellung von Ansätzen wie Resilienz, Stoizismus und der Theorie der dualen Kodierung.
METHODIK: Beschreibung der systematischen Literaturrecherche, inklusive der Auswahlkriterien für Datenbanken, Zeiträume und Qualitätsfilter zur Gewinnung der herangezogenen Studien.
ERGEBNISSE: Tabellarische Aufbereitung und Synthese der 20 ausgewählten Studien zur Wirksamkeit von Self-talk in verschiedenen sportlichen Kontexten.
DISKUSSION: Kritische Reflexion der Vorgehensweise und der Ergebnisse unter Einbeziehung von Limitationen wie Stichprobengröße, Geschlechterverteilung und methodischer Unterschiede.
ZUSAMMENFASSUNG: Abschließendes Fazit, welches den positiven Effekt des Self-talks bestätigt, jedoch auf die Notwendigkeit weiterer, spezifischerer Forschung hinweist.
Self-talk, Selbstgespräch, Sportpsychologie, Leistungsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Motivation, Volition, Mentales Training, Resilienz, Stoizismus, Theorie der Dualen Kodierung, Selbstinstruktion, Leistungssport, Sportler, psychische Gesundheit
Der Fokus der Arbeit liegt auf der Untersuchung, ob Self-talk in Form von strategischer Selbstinstruktion die sportliche Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen kann.
Zentrale Themenfelder neben dem Self-talk sind Selbstwirksamkeit, Resilienz, Stoizismus sowie die volitionale und motivationale Steuerung komplexer sportlicher Handlungen.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen diversen psychologischen Faktoren und deren Einfluss auf die sportliche Leistung durch eine systematische Synthese der aktuellen wissenschaftlichen Studienlage zu klären.
Es wurde eine systematische Recherche in Fachdatenbanken wie Pubmed, Google Scholar und Bibliotheken durchgeführt, basierend auf strengen Ein- und Ausschlusskriterien für wissenschaftliche Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition verschiedener psychologischer Konzepte und die fundierte Darstellung der empirischen Ergebnisse aus den analysierten 20 Studien.
Die zentralen Charakteristika sind Selbstgesprächregulation, Selbstwirksamkeit, volitionale Prozesse und der Einsatz von Selbstinstruktionen zur Leistungsoptimierung.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bilder oder Visualisierungen (wie in der Theorie der dualen Kodierung beschrieben) im Kontext der Verletzungsregeneration sehr differenziert betrachtet werden müssen, da sie je nach Person auch als demotivierend (z.B. durch Erinnerung an die Verletzung) empfunden werden können.
Die Arbeit stellt heraus, dass beide Formen ihre Berechtigung haben, jedoch in unterschiedlichen Situationen und für unterschiedliche Anforderungen der Bewegungssteuerung eine jeweils spezifische Wirksamkeit zeigen.
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