Bachelorarbeit, 2022
83 Seiten, Note: 1,3
1 Die Risikobereitschaft von Kleinanlegenden im Kampf gegen große Hedgefonds
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Verschiedene Anlageklassen und deren Risiken
2.2 Das Verhältnis von Risiko und Rendite
2.3 Risikosteuerung durch Portfoliostrukturierung in Deutschland
2.4 Das RiskPACK-Modell der finanziellen Risikobereitschaft
2.5 Soziodemografische Merkmale im Zusammenhang mit der finanziellen Risikobereitschaft
2.6 Die vorliegende Studie – Forschungsstand und Ableitung der Hypothesen
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Untersuchungsdesign
3.3 Untersuchungsdurchführung
3.4 Erhebungsinstrumente und -material
3.5 Datenaufbereitung und statistische Verfahren
4 Ergebnisse
4.1 Der Einfluss von soziodemografischen Merkmalen auf die finanzielle Risikobereitschaft
4.2 Der Einfluss der finanziellen Risikobereitschaft sowie von Geschlecht und Alter auf die Portfoliostrukturierung
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.1.1 Der Einfluss von soziodemografischen Merkmalen auf die finanzielle Risikobereitschaft
5.1.2 Der Einfluss der finanziellen Risikobereitschaft sowie von Geschlecht und Alter auf die Portfoliostrukturierung
5.2 Praktische Implikationen
5.3 Limitationen und zukünftige Forschung
5.4 Schlussfolgerung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss verschiedener soziodemografischer Merkmale auf die finanzielle Risikobereitschaft privater Anlegender und deren Auswirkungen auf die tatsächliche Portfoliostrukturierung. Basierend auf dem RiskPACK-Modell wird analysiert, wie Faktoren wie Alter, Geschlecht, Einkommen und Bildungsstand die Risikoneigung und das Investitionsverhalten prägen.
2.4 Das RiskPACK-Modell der finanziellen Risikobereitschaft
Die finanzielle Risikobereitschaft zu ermitteln, sollte eine primäre Rolle in der Beratung einnehmen (Cordell, 2001). Nur dadurch kann gewährleistet werden, dass die finanzielle Risikobereitschaft mit den empfohlenen Finanzprodukten oder Anlageformen übereinstimmt. Für derartige Beratungen gibt es zwar gesetzliche Standards, allerdings sind diese nicht zwangsläufig ausreichend für eine adäquate und angemessene Empfehlung im Einklang der Risikobereitschaft. Für eine Messung wird zunächst vorgeschlagen, die Risikobereitschaft in vier Komponenten aufzuteilen. Dabei handelt es sich um die Risikoneigung, Risikoeinstellung, Risikotragfähigkeit und das Risikowissen. Wird demnach jeder dieser Aspekte individuell bewertet, führt dies zu einem besseren Verständnis des Gesamtbildes. Dieses Modell wird auch als RiskPACK bezeichnet, wobei Risk für Risiko und PACK für propensity (Neigung), attitude (Einstellung), capacity (Tragfähigkeit) und knowledge (Wissen) steht.
Die Risikoneigung bezieht sich auf tatsächliche und bereits getroffene Entscheidungen in Situationen im Finanz-Kontext (Cordell, 2001). Bewusst oder unbewusst werden Anlageberatende von bisher getroffenen Entscheidungen ihrer Mandant*innen beeinflusst, auch wenn diese wenig mit der aktuellen Situation gemeinsam haben. Befinden sich bereits risikoreichere Produkte innerhalb eines Portfolios, kann es dazu führen, dass unabhängig von der möglicherweise veränderten Risikoneigung abermals risikoreichere Anlagemöglichkeiten empfohlen werden. Ein Rückschluss aus diesen vergangenen Entscheidungen auf die derzeitige Risikobereitschaft kann dahingehend irreführend sein, da frühere Investments im Hinblick auf das Risiko falsch eingeschätzt wurden, sich die finanzielle Situation seit der Anlageentscheidung verändert hat, eine Veränderung des Risikos der Anlage stattgefunden hat oder das Investment aus familiären oder sentimentalen Gründen gehalten wird.
1 Die Risikobereitschaft von Kleinanlegenden im Kampf gegen große Hedgefonds: Dieses Kapitel erläutert aktuelle Marktentwicklungen am Beispiel der Gamestop-Aktie und begründet die Relevanz der Untersuchung des Anlegerverhaltens.
2 Theoretischer Hintergrund: Es werden zentrale Konzepte der Geldanlage, das Rendite-Risiko-Verhältnis sowie das RiskPACK-Modell zur Messung der Risikobereitschaft detailliert theoretisch dargelegt.
3 Methode: Hier werden das Forschungsdesign, die Stichprobenerhebung mittels Online-Fragebogen sowie die angewandten statistischen Verfahren beschrieben.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Analyseergebnisse zu den formulierten Hypothesen bezüglich des Einflusses soziodemografischer Merkmale auf die Risikobereitschaft und Portfoliostrukturierung.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet sowie hinsichtlich ihrer praktischen Relevanz für die Anlageberatung bewertet.
Finanzielle Risikobereitschaft, Portfoliostrukturierung, Soziodemografische Merkmale, RiskPACK-Modell, Anlegerverhalten, Geldanlage, Risikoaverses Verhalten, Anlageberatung, Alter, Einkommen, Geschlecht, Vermögen, Diversifikation.
Die Arbeit analysiert, wie persönliche Merkmale und demografische Hintergründe wie Alter oder Einkommen die Bereitschaft beeinflussen, finanzielle Risiken einzugehen und wie sich dies konkret in der Zusammensetzung von Geldanlagen widerspiegelt.
Die Schwerpunkte liegen auf der finanzpsychologischen Analyse, dem RiskPACK-Modell als theoretischem Rahmen, den verschiedenen Anlageklassen sowie den Einflüssen soziodemografischer Variablen auf Investitionsentscheidungen.
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen soziodemografischen Merkmalen und der finanziellen Risikobereitschaft zu identifizieren und zu prüfen, ob diese Faktoren das tatsächliche Portfolio-Risiko moderieren.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittstudie, bei der 228 Teilnehmende mittels Online-Fragebogen befragt wurden, um anschließend inferenzstatistische Analysen (Regressionen und Moderationsanalysen) durchzuführen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung, eine detaillierte methodische Beschreibung der Datenerhebung und eine umfassende Auswertung und Diskussion der empirischen Daten.
Wesentliche Begriffe sind finanzielle Risikobereitschaft, Portfoliostrukturierung, Soziodemografie, das RiskPACK-Modell und Anlageverhalten.
Die Studie konnte zeigen, dass die finanzielle Risikobereitschaft mit zunehmendem Alter signifikant abnimmt, was theoretisch auf eine geringere Risikotoleranz oder kognitive Veränderungen im Zeitverlauf zurückgeführt wird.
Ja, die deskriptiven und statistischen Analysen zeigten, dass Männer eine höhere finanzielle Risikobereitschaft aufweisen als Frauen.
Nein, entgegen den Hypothesen konnte in dieser Untersuchung kein signifikanter moderierender Effekt des Alters oder Geschlechts auf die Beziehung zwischen der Risikobereitschaft und der Portfoliostrukturierung nachgewiesen werden.
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