Diplomarbeit, 2003
101 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Ziel und Zweck der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Value Reporting - Wertorientierte Berichterstattung
2.1 Begriff wertorientierte Berichterstattung
2.2 Unterschiede zur traditionellen Berichterstattung
2.3 Adressaten und Interessen einer wertorientierten Berichterstattung
2.4 Kommunikationslücken als Ursache einer Unterbewertung
2.5 Vorteile einer wertorientierten Berichterstattung
2.5.1 Steigerung von Vertrauen und Glaubwürdigkeit des Managements
2.5.2 Stabilisierung des Börsenkurses durch Langfristinvestoren
2.5.3 Stärkere Aufmerksamkeit bei Analysten
2.5.4 Senkung Kapitalkosten durch Zugang zu neuem Kapital
2.5.5 Erhöhung des Aktienwertes
2.6 Einwände gegen Value Reporting
3 Gestaltung einer wertorientierten Berichterstattung
3.1 Shareholder Return Reporting
3.2 Value Added Reporting
3.2.1 Steuerungskonzeption
3.2.2 Wertorientierte Vergütungssysteme
3.3 Strategic Advantage Reporting
3.3.1 Strategie
3.3.1.1 Risikomanagement
3.3.2 Externe Marktübersicht
3.3.3 Wertpotentiale
3.3.3.1 Innovationen/Prozessoptimierungen
3.3.3.2 Mitarbeiter
3.3.3.3 Kunden
4 Steuerungskonzepte
4.1 Schwächen traditioneller Kennzahlen
4.2 M&A-Welle als Ursache wertorientierter Unternehmensführung
4.3 Steuerungskonzepte
4.3.1 Economic Value Added (EVA)
4.3.1.1 Market Value Added (MVA)
4.3.1.2 Return on Capital Employed (ROCE)
4.3.2 Cash Value Added (CVA)
5 Empirische Ergebnisse
5.1 Shareholder Return Reporting
5.1.1 Allgemeine Entwicklung
5.1.2 Dokumentation der letztjährigen Entwicklung
5.1.2.1 Korrelation Aktienkursentwicklung – Ursachen
5.1.2.2 Terroranschläge und Auswirkungen auf dem Börsenkurs
5.1.3 Shareholder Return
5.1.4 Investor Relations
5.2 Value Added Reporting
5.2.1 Wertorientierte Vergütungssysteme
5.3 Strategic Advantage Reporting
5.3.1 Gesellschaft/Soziales/Umwelt
5.3.2 Wertpotentiale
5.3.2.1 Innovation und Prozessoptimierung
5.3.2.2 Mitarbeiter
5.3.2.3 Kunden
5.3.3 Externe Marktübersicht
5.3.4 Strategie
6 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Entwicklung und den Stand der wertorientierten Berichterstattung bei ausgewählten Kapitalgesellschaften. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen traditionellen Berichterstattungsmethoden und den modernen Anforderungen der Kapitalmärkte aufzuzeigen, um eine bessere Unternehmensbewertung durch Transparenz zu ermöglichen.
2.5.1 Steigerung von Vertrauen und Glaubwürdigkeit des Managements
Der Glaubwürdigkeit eines Managements wird eine sehr hohe Bedeutung zugesprochen und ist wahrscheinlich auch mit der größte Vorteil und zu beachtende Aspekt für die Unternehmen, der sich aus einer wertorientierten Berichterstattung und seiner Tragweite ergibt. Wenn eine Unternehmensleitung und deren Strategie das Vertrauen der Anleger und des Marktes genießt, kann sie diese auch von unpopuläreren Maßnahmen wie wichtigen Akquisitionen von Unternehmen oder Investitionsprogrammen, die kurzfristig die Gewinne schmälern, allerdings langfristig zu einer Steigerung des Unternehmenswertes führen, überzeugen.
Denkbar sind hier Akquisitionen, die durch den höheren Kaufpreis zwar erhöhte Firmenwertabschreibungen bedingen und dadurch Gewinneinbußen für die nächsten Jahre verursachen. Allerdings stärken sie nachhaltig die Markt- und Wettbewerbsposition und erzielen damit einen Mehrwert für das Unternehmen und seine Anteilseigner. Glaubwürdigkeit und Transparenz der angebotenen Informationen bedingen sich im starken Maße gegenseitig. Der Kapitalmarkt und die Privatanleger werden sich eher einem auf Transparenz bedachten Management anschließen, als einem Management Vertrauen zu schenken, das Informationen vorenthält und Tatsachen zu verschweigen versucht.
Die Glaubwürdigkeit wird allerdings nicht nur durch eine bessere Präsentation in der Berichterstattung generiert. Die Fähigkeit des Managements, Zusagen einzuhalten und eigene Prognosen nicht nur zu erfüllen, sondern sich auch mit diesen auseinanderzusetzen, falls diese schlechter ausgefallen sind, spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Sie erfordert von der Unternehmensleitung neben der Darstellung von Zahlen in guten Zeiten auch eine kontinuierliche Berichterstattung in schlechteren Zeiten.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Bedarf an wertorientierter Berichterstattung aufgrund moderner Kapitalmarktanforderungen und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Value Reporting - Wertorientierte Berichterstattung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der wertorientierten Berichterstattung, arbeitet die Unterschiede zur traditionellen Berichterstattung heraus und analysiert die Vorteile sowie die Adressatenstruktur.
3 Gestaltung einer wertorientierten Berichterstattung: Hier wird ein konzeptioneller Rahmen vorgestellt, der die Berichterstattung in Shareholder Return, Value Added und Strategic Advantage Reporting gliedert.
4 Steuerungskonzepte: In diesem Kapitel werden die Schwächen traditioneller Kennzahlen beleuchtet und verschiedene wertorientierte Steuerungsinstrumente wie EVA, MVA, ROCE und CVA detailliert vorgestellt.
5 Empirische Ergebnisse: Der Hauptteil der Arbeit analysiert die Geschäftsberichte ausgewählter Unternehmen anhand der theoretischen Vorgaben und bewertet deren tatsächliche Informationsqualität.
6 Schlussbetrachtung: Dieses Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, stellt eine stetige Verbesserung der Informationsqualität fest und fordert verbindliche Berichterstattungsstandards.
Wertorientierte Berichterstattung, Shareholder Value, Value Reporting, Investor Relations, Kapitalmarkt, Transparenz, Unternehmenserfolg, Steuerungskonzepte, Geschäftsberichte, Analysten, Kennzahlen, Unternehmensbewertung, Werttreiber, Rendite, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und Umsetzung einer wertorientierten Berichterstattung, die über klassische Jahresabschlüsse hinausgeht, um dem Kapitalmarkt eine fundiertere Unternehmensbewertung zu ermöglichen.
Zentrale Themen sind die Kommunikation von Werttreibern, die Anwendung wertorientierter Kennzahlen (z.B. EVA, ROCE) sowie die Analyse des Informationsgehalts in den Geschäftsberichten deutscher Kapitalgesellschaften.
Das Ziel ist es, den Stand der wertorientierten Berichterstattung anhand von Praxisbeispielen zu dokumentieren und zu bewerten, inwieweit Unternehmen die Erwartungen der Kapitalmärkte an Transparenz und Information erfüllen.
Es handelt sich um eine empirische Arbeit, bei der eine systematische Auswertung von Geschäftsberichten anhand definierter Kriterienkataloge (nominalskalierte Merkmalsausprägungen) erfolgt.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Gestaltung der Berichterstattung, der Analyse von Steuerungskonzepten sowie der empirischen Untersuchung von DAX-Unternehmen hinsichtlich ihrer Informationspolitik.
Die Arbeit lässt sich primär mit Begriffen wie Value Reporting, Shareholder Value, Transparenz, Kapitalmarktorientierung und wertorientierte Unternehmenssteuerung charakterisieren.
Unternehmen äußern oft Befürchtungen, dass eine zu große Transparenz den Aktienkurs bei schlechten Ergebnissen gefährdet oder dass Wettbewerber sensible Informationen für sich nutzen könnten.
Die Ergebnisse sind laut Autor eher ernüchternd; zwar lässt sich eine Steigerung der Informationsfülle feststellen, jedoch mangelt es vielen Unternehmen an einer kontinuierlichen und transparenten Berichterstattung, insbesondere bei der Korrelation von Ergebnissen mit internen Ursachen.
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