Lizentiatsarbeit, 2007
122 Seiten, Note: 5,5 (CH)
1. Einführung in die Problematik und die Fragestellung
1.1 Einleitung
1.2 Einführung in die Problematik
1.3 Fragestellung und Forschungsziel
1.3.1 Fragestellung
1.3.2 Forschungsziel
1.4 Die Definition viel verwendeter, komplexer Begriffe
1.4.1 Macht
1.4.2 Topmanager
1.4.3 Kurzdefinitionen: Soziale Position, Einstellung und Dissonanz
1.5 Die Strukturierung der Lizentiatsarbeit
2. Einführung in theoretische Konzepte zu Eliten und Macht
2.1 Die Analyse von Toppositionen und deren Inhabern: Eliten- und Klassentheorien
2.1.1 Elitentheorien
2.1.2 Klassentheorien
2.2 Machttheorien
2.2.1 Macht
2.2.2 Einschränkungen der Macht
2.3 Die Relevanz der theoretischen Konzepte für diese Arbeit
3. Diskussion von Studien zum Thema Wirtschaftseliten
3.1 Studien aus der Schweiz
3.1.1 Netzwerkanalysen
3.1.2 Soziale Reproduktion
3.1.3 Einstellungsforschung
3.1.4 Wirtschaftsethik
3.1.5 Studien aus dem Bereich Unternehmensberatung
3.2 Studien aus Frankreich, Deutschland und Amerika
3.2.1 Frankreich
3.2.2 Deutschland
3.2.3 Amerika
3.3 Die Relevanz der Forschungserkenntnisse für diese Arbeit
4. Die Forschungsmethode und das methodische Vorgehen
4.1 Methodenwahl
4.2 Zielgruppe und Stichprobe
4.2.1 Zielgruppe
4.2.2 Stichprobe
4.3 Methodisches Vorgehen
4.3.1 Vorbereitungsphase
4.3.2 Datenerhebung
4.3.3 Datenauswertung
4.4 Methodische Herausforderungen
5. Die Ergebnisse der Untersuchung zum Thema Macht im Topmanagement
5.1 Der Zugang zu einer Topmanagerposition
5.1.1 Subjektfremde Faktoren
5.1.2 Subjektbezogene Faktoren
5.1.3 Zusammenfassung: Der Zugang zu einer Topmanagerposition
5.2 Der Einfluss von Laufbahnerfahrungen auf die Wahrnehmung
5.2.1 Laufbahnvergleiche bezüglich Handlungsmöglichkeiten und Macht
5.2.2 Zusammenfassung: Der Einfluss der Laufbahn auf die Wahrnehmung
5.3 Macht aus der Sicht von Topmanagern
5.3.1 Machtdefinitionen
5.3.2 Die erwartete Fremdeinschätzung
5.3.3 Die Einschätzung anderer Topmanager
5.3.4 Zusammenfassung: Das Machtverständnis
5.4 Wahrgenommene Handlungsmöglichkeiten und mögliche Einschränkungen
5.4.1 Handlungsmöglichkeiten
5.4.2 Einschränkungen der Handlungsmöglichkeiten
5.4.3 Der Umgang mit Einschränkungen der Handlungsmöglichkeiten
5.4.4 Zusammenfassung: Handlungsmöglichkeiten und Einschränkungen
5.5 Soziale Verantwortung und der eigene Wille
5.5.1 Soziale Verantwortung
5.5.2 Der eigene Wille
5.5.3 Zusammenfassung: Soziale Verantwortung und der eigene Wille
6. Diskussion der Ergebnisse und Ausblick
6.1 Diskussion der Ergebnisse
6.2 Kritische Würdigung und Ausblick
Die vorliegende Studie untersucht explorativ die Wahrnehmung von Macht bei Schweizer Topmanagern. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Führungskräfte in Spitzenpositionen ihre Handlungsmöglichkeiten im Spannungsfeld von strukturellen Zwängen und eigenem Willen wahrnehmen und legitimieren.
Die Positionierungen von Topmanagern im Gesellschaftsgefüge
Grundsätzlich werden Topmanager klar der gesellschaftlichen Spitze zugeordnet. Über die Konsistenz dieser Spitze sind sich Theoretiker aber keineswegs einig. Die gewählte Perspektive und der Schwerpunkt eines theoretischen Konzeptes ergeben deshalb Unterschiede bei der Positionierung von Topmanagern in einer Gesellschaft. Dies hat durchaus Konsequenzen für die soziale Rolle, die Topmanagern zugeschrieben werden könnte. Hier setzt denn auch die Debatte über die Kohäsion und das Zusammenspiel von Eliten an. Dabei interessieren nicht nur Mechanismen des Zugangs zu gesellschaftlichen Toppositionen, sondern auch Mechanismen zur Aufrechterhaltung ebendieser dominanten Positionen.
Viele Theoretiker haben sich deshalb der Frage des Machterhalts von Eliten gewidmet. Dabei wird einer gefestigten Gruppe grundsätzlich eine stärkere Fähigkeit zum Machterhalt zugesprochen als losen Konglomeraten. Was die Frage der Kohäsion von Eliten betrifft, sind sich die Autoren jedoch keinesfalls einig. Für Krais ist diese Frage nur empirisch zu beantworten (Krais 2001:55). Hier werden trotzdem einige theoretische Stellungnahmen präsentiert, weil die jeweilige Perspektive auch auf empirische Forschungstätigkeiten (meine eigene inklusiv) einen grossen Einfluss haben kann.
Für Autoren wie Mills ist die Kohäsion von Eliten ein klarer Fakt (Mills 1971:8). In Amerika würden somit das Militär, die Wirtschaft und die Politik zusammenspannen, um gemeinsam die Machtelite zu bilden. Weiter beschreibt er: „They are more or less aware of themselves as a social class and they behave toward one another differently from the way they do toward members of other classes. They accept one another, understand one another, marry one another, tend to work and to think if not together at least alike“ (Mills 1971:11). Dies ermöglicht laut Mills die Zentralisation von Information und Macht, was dazu führt, dass Wenige Positionen erreichen können von wo ihre Entscheide – ob sie es zugeben oder nicht – einen massgeblichen Einfluss auf das Leben der restlichen Bevölkerung haben (Mills 1971:3). Auch die Idee eines klassenspezifischen Habitus weist in eine ähnliche Richtung (vgl. Bourdieu 1987).
Einführung in die Problematik und die Fragestellung: Diese Einleitung führt in die aktuelle öffentliche Debatte um Managerlöhne und Macht ein und verknüpft diese mit der soziologischen Forschungsfrage nach dem Handlungsspielraum von Eliten.
Einführung in theoretische Konzepte zu Eliten und Macht: Das Kapitel bietet einen theoretischen Rahmen, der Eliten- und Klassentheorien sowie zentrale Machttheorien diskutiert, um die Positionierung von Topmanagern soziologisch zu fundieren.
Diskussion von Studien zum Thema Wirtschaftseliten: Hier werden bestehende empirische Forschungsergebnisse aus der Schweiz und dem Ausland zusammengetragen, die Aspekte wie Netzwerkbildung, soziale Reproduktion und unternehmerische Ethik beleuchten.
Die Forschungsmethode und das methodische Vorgehen: Dieser methodische Teil erläutert das qualitative Vorgehen, die Auswahl der Stichprobe von elf Topmanagern und die Anwendung des „verstehenden Interviews“ nach Kaufmann.
Die Ergebnisse der Untersuchung zum Thema Macht im Topmanagement: Dieses Hauptkapitel präsentiert die empirischen Befunde zum Zugang zu Toppositionen, dem Einfluss der Laufbahn, dem Machtverständnis und den wahrgenommenen Handlungsmöglichkeiten.
Diskussion der Ergebnisse und Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert die Resultate im Licht der eingangs formulierten Fragestellung und diskutiert Möglichkeiten für zukünftige Forschungsansätze.
Topmanagement, Macht, Handlungsmöglichkeiten, Elitenforschung, Soziale Verantwortung, Unternehmensethik, Habitus, Laufbahn, Machtverständnis, Führungskräfte, Netzwerkanalyse, Qualitative Sozialforschung, Unternehmensführung, Soziale Position, Entscheidungsmacht
Die Arbeit untersucht die soziologische Wahrnehmung von Macht und Handlungsmöglichkeiten bei Schweizer Führungskräften in Spitzenpositionen.
Die zentralen Themen sind Machttheorien, Elitenforschung, soziale Verantwortung von Managern, der Einfluss von Laufbahnen auf das Handeln und der Umgang mit Sachzwängen.
Das Ziel ist es, explorativ zu verstehen, wie Topmanager ihren Handlungsspielraum wahrnehmen und welche persönlichen sowie strukturellen Faktoren ihre Machtausübung beeinflussen.
Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf geführten, halbstandardisierten Interviews mit elf Schweizer Topmanagern basiert.
Der Hauptteil analysiert den Zugang zu Spitzenpositionen, das subjektive Machtverständnis, die Wahrnehmung von Handlungsspielräumen und deren Einschränkungen durch interne und externe Faktoren.
Wichtige Begriffe sind Macht nach Weber, Habitus nach Bourdieu, Unternehmensethik, soziale Reproduktion und der relationale Aspekt von Macht.
Die Befragten ordnen ihren persönlichen Willen meist einer "geschäftsorientierten Logik" unter und rechtfertigen schwierige Entscheidungen, wie Entlassungen, mit dem "Blick auf das Gesamte".
Ja, die Studie bestätigt, dass ein gewisses kulturelles Kapital und der Erwerb eines passenden Habitus – sei es durch das Elternhaus oder die Ausbildung – entscheidende Voraussetzungen für den Zugang zu Toppositionen sind.
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