Diplomarbeit, 2007
137 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise der Konkordanzdemokratie in Nordirland, insbesondere im Kontext des Karfreitagsabkommens von 1998. Ziel ist es, die Herausforderungen und Chancen der Konkordanzdemokratie in einer segmentierten Gesellschaft wie Nordirland zu analysieren und zu bewerten, ob die politischen Eliten und Wähler die nötige Kooperationsbereitschaft für eine langfristige Stabilität aufweisen.
Die Einleitung führt in die Thematik der Konkordanzdemokratie in Nordirland ein und stellt die zentrale These der Arbeit vor: Die politischen Eliten und Wähler in Nordirland sind nicht kooperationsbereit genug, um das Modell der Konkordanz langfristig stabil und erfolgreich werden zu lassen.
Kapitel 1 erläutert die Theorie der Konkordanzdemokratie, ihre Entstehung und Ausgestaltung. Es werden die Kriterien für das langfristige Funktionieren des Modells sowie der Begriff der „segmentierten Gesellschaft“ definiert.
Kapitel 2 befasst sich mit der Umsetzung der Konkordanzdemokratie in Nordirland, insbesondere im Kontext des Karfreitagsabkommens. Es wird ein kurzer Exkurs zur nordirischen Geschichte gegeben, bevor die Ausgestaltung des Konkordanzmodells im Abkommen und die nordirische Gesellschaftsstruktur im Hinblick auf die Segmentierung beleuchtet werden.
Kapitel 3 analysiert das nordirische Parteiensystem und untersucht die Kooperationsbereitschaft der politischen Eliten. Es werden die fünf wichtigsten Parteien vorgestellt und ihre Manifeste sowie führende Köpfe analysiert.
Kapitel 4 untersucht das Abstimmungsverhalten im Belfast City Council, sowohl quantitativ als auch inhaltlich.
Kapitel 5 analysiert die Wahlergebnisse und Wählergruppen in Nordirland seit 1998. Es werden die Ergebnisse der Wahlen zur Nationalversammlung, zum britischen Unterhaus, zum Europäischen Parlament, zu den Kommunalwahlen und zum Belfast City Council betrachtet. Außerdem werden Wählergruppen und Wählerwanderungen untersucht.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Konkordanzdemokratie, das Karfreitagsabkommen, Nordirland, politische Eliten, Wählergruppen, Segmentierung, Parteiensystem, Wahlergebnisse, Abstimmungsverhalten, Kooperationsbereitschaft, Stabilität und Frieden.
Eine Konkordanzdemokratie ist ein Regierungsmodell für segmentierte Gesellschaften, bei dem alle großen Gruppen an der politischen Macht beteiligt werden, um Konflikte friedlich zu lösen.
Es legte die institutionellen Grundlagen für die gemeinsame Regierung von Protestanten und Katholiken in Nordirland fest, inklusive Machtteilung und Entwaffnung.
Weil sie tief entlang religiöser und politischer Linien (Unionisten vs. Nationalisten) gespalten ist, wobei beide Gruppen eigene Identitäten und Staatsvorstellungen verfolgen.
Die beiden bedeutendsten Parteien sind die moderatere Ulster Unionist Party (UUP) und die radikalere Democratic Unionist Party (DUP).
Sinn Fein ist die größte nationalistische Partei, die historisch eng mit der IRA verbunden war und heute die Wiedervereinigung mit der Republik Irland anstrebt.
Die zentrale These der Arbeit ist, dass es sowohl den politischen Eliten als auch den Wählern oft an der nötigen Kooperationsbereitschaft fehlt, was zu häufigen Aussetzungen der Selbstverwaltung führt.
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