Masterarbeit, 2022
84 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Forschungsfragen
1.2 Vorgehensweise
2. Grundlagen der Blockchain-Technologie und Smart Contracts
2.1 Begriffserklärung der Blockchain-Technologie
2.1.1 Entstehungsgeschichte
2.1.2 Aufbau und Struktur der Blockchain-Technologie
2.1.3 Typen der Blockchain-Technologie
2.2 Funktionsweise der Blockchain-Technologie
2.2.1 Hash-Funktionen
2.2.2 Asymmetrische Kryptographie
2.2.3 Konsensmechanismen
2.3 Smart Contracts
2.3.1 Ethereum
2.3.2 Gas
2.3.3 Orakel
3. Anforderungen an Smart Contracts für nicht parametrische Versicherungsprodukte
3.1 SWOT-Analyse
3.1.1 Chancen und Risiken
3.1.1.1 Politische Faktoren
3.1.1.2 Ökonomische Faktoren
3.1.1.3 Soziokulturelle Faktoren
3.1.1.4 Technologische Faktoren
3.1.1.5 Ökologische Faktoren
3.1.1.6 Rechtliche Faktoren
3.1.1.7 Zusammenfassung
3.1.2 Stärken und Schwächen
3.1.2.1 Produktentwicklung
3.1.2.2 Underwriting
3.1.2.3 Asset Management
3.1.2.4 Schadenmanagement
3.1.2.5 Marketing
3.1.2.6 Vertrieb
3.1.2.7 Informationstechnologie
3.1.2.8 Unternehmensführung
3.1.2.9 Personalwirtschaft
3.1.2.10 Rechnungswesen
3.1.2.11 Zusammenfassung
3.1.3 SWOT-Strategien
4. Entwurf einer Kfz-Versicherung auf Basis von Smart Contracts
4.1 Versicherungskonzept
4.2 Einfacher Datenfluss der Kfz-Versicherung
4.3 Einschränkungen der Kfz-Versicherung
4.4 Lösungsansätze
5. Diskussion
6. Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Blockchain-basierten Smart Contracts zur Automatisierung von Versicherungsprozessen, insbesondere für komplexe, nicht parametrische Kfz-Versicherungen. Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfragen, welche Anforderungen Smart Contracts für diesen Zweck erfüllen müssen und ob die aktuelle Blockchain-Technologie diese Anforderungen abdeckt.
2.1.1 Entstehungsgeschichte
Die Entwicklung der Blockchain-Technologie ist an die Entstehung der Kryptowährung Bitcoin geknüpft. Daher soll im weiteren Verlauf eine kurze Einführung über die Formierung von Bitcoin erfolgen.
Im Jahr 2008 veröffentlichte ein Pseudonym unter den Namen Satoshi Nakamoto ein Whitepaper mit dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ (dt. Bitcoin: Ein elektronisches Peer-to-Peer-Bezahlsystem). In dem Whitepaper bezeichnet Nakamoto die Abhängigkeit von Vertrauen in zentrale Institutionen als Schwäche des aktuellen Zahlungssystems. Angesichts dessen war das Ziel von Nakamoto ein elektronisches Zahlungssystem zu etablieren, indem keine weitere dritte Partei von Nöten ist. Durch die Verlagerung des Vertrauens in kryptographische Verfahren zur fälschungssicheren Übertragung von virtuellem Geld in einem Peer-to-Peer (P2P) Netzwerk soll dieses Ziel realisiert werden.
Das Whitepaper zählt als Gründungsdokument der Kryptowährungen, obwohl die darin entwickelte Kryptowährung Bitcoin nicht das erste digitale Währungssystem war. Bereits zu Beginn der 90er Jahre wurde an einem digitalen Zahlungsmittel gearbeitet, doch die entwickelten Konzepte für elektronisches Geld konnten sich nicht etablieren, da zwei zentrale Probleme ungelöst blieben: Das Problem „Double-Spending“ (dt. doppelte Ausgabe) beschreibt das Phänomen, dass digitale Währungen unendlich kopiert und demzufolge mehrfach ausgegeben werden können. Bisher wird die Double-Spending-Problematik dadurch gelöst, dass alle Transaktionen über eine vertrauenswürdige Drittpartei, z.B. ein Finanzinstitut, abgewickelt werden. Dadurch sollen Transaktion auf eine Mehrfachausgabe überprüft und unterbunden werden. Zum ersten Mal publizierte Nakamoto ein Ergebnis, um das Problem der Mehrfachausgabe durch ein Konsensmodell zu lösen und folglich die Notwendigkeit einer zentralen Instanz zur Kontrolle abzuschaffen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Grundlagen der Blockchain-Technologie und Smart Contracts ein und erläutert die Motivation sowie die Forschungsfragen der Arbeit im Kontext des Versicherungswesens.
2. Grundlagen der Blockchain-Technologie und Smart Contracts: Kapitel 2 definiert wesentliche technische Begriffe wie Blockchain, DLT, Kryptographie, Konsensmechanismen und Smart Contracts sowie deren Funktionsweise.
3. Anforderungen an Smart Contracts für nicht parametrische Versicherungsprodukte: Hier werden mittels SWOT-Analyse und PESTEL-Modell Anforderungen, Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken von Smart Contracts für Versicherungsprodukte analysiert.
4. Entwurf einer Kfz-Versicherung auf Basis von Smart Contracts: In diesem Kapitel wird ein konkretes Konzept für eine meilenbasierte Kfz-Versicherung entwickelt, einschließlich des Datenflusses und erster Lösungsansätze für identifizierte Schwächen.
5. Diskussion: Kapitel 5 evaluiert das entworfene Modell anhand der zuvor erarbeiteten SWOT-Strategien, insbesondere im Hinblick auf regulatorische Anforderungen, rechtliche Unsicherheiten und Sicherheitsaspekte.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfragen, wobei aufgezeigt wird, dass die Nutzung von Smart Contracts aktuell teilweise möglich ist, jedoch eine vollkommene Dezentralisierung aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen derzeit nicht realisierbar erscheint.
Blockchain, Smart Contracts, Kfz-Versicherung, Ethereum, SWOT-Analyse, Schadenmanagement, Automatisierung, Regulatorische Anforderungen, Datensicherheit, Kryptographie, Solvabilität, Digitalisierung, Nutzerorientierung, P2P-Netzwerke, Datenqualität
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Blockchain-Technologie und Smart Contracts zur Automatisierung von Kfz-Versicherungsprozessen, insbesondere für komplexe, nicht parametrische Produkte.
Das primäre Ziel ist es, die Anforderungen an Smart Contracts für komplexe Versicherungsfälle zu identifizieren und zu prüfen, ob heutige Blockchain-Systeme diese Anforderungen erfüllen können.
Zur methodischen Erarbeitung wurde eine SWOT-Analyse durchgeführt, um die Anforderungen, Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken für Versicherungsunternehmen systematisch zu erfassen und daraus Strategien abzuleiten.
Die Arbeit deckt die technischen Grundlagen von Blockchains, die Anforderungen an Smart Contracts durch eine SWOT-Analyse, den Entwurf einer Kfz-Versicherungslösung und die Diskussion dieser Lösung unter Berücksichtigung rechtlicher Aspekte ab.
Die Automatisierung ist ein zentraler Mehrwert von Smart Contracts, da sie ermöglicht, Schaden-Kosten-Quoten zu senken und Prozesse effizienter und schneller zu gestalten.
Neben Blockchain und Smart Contracts sind insbesondere Begriffe wie Schadenmanagement, Regulatorik, Datensicherheit, Ethereum und Transparenz für die Arbeit prägend.
Im Gegensatz zu reinen parametrischen Versicherungen, die indexbasiert funktionieren (z. B. Wetterereignisse), fokussiert sich diese Arbeit auf komplexe, nicht parametrische Schäden, die eine Beurteilung erfordern und bei denen der Anforderungskatalog an Smart Contracts höher ist.
Aufgrund geltender Datenschutzbestimmungen (DSGVO) und der Notwendigkeit einer Identifizierung der Vertragsparteien lässt sich das Konzept in der Praxis derzeit nicht vollständig dezentral umsetzen; eine vertrauenswürdige Instanz (der Versicherungsgeber) wird weiterhin benötigt.
Sicherheit ist eine kritische Anforderung, da Smart Contracts Finanzgeschäfte steuern. Die Arbeit thematisiert hierbei spezifische Herausforderungen wie Sicherheitslücken im Quellcode und die Unveränderbarkeit von Daten auf der Blockchain.
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