Masterarbeit, 2022
71 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Vertrauen in die öffentliche Verwaltung
2.1 (Politisches) Vertrauen
2.2 Bildung von Vertrauen
2.3 Verlust von Vertrauen
2.4 Verwaltung und Demokratie
2.5 Forschungsstand
3. Digitalisierung im öffentlichen Sektor
3.1 Bisherige Reformen im öffentlichen Sektor
3.2 E-Government
3.3 Open Government
3.4 Konkretisierung am Beispiel Deutschland
4. Digitalisierung im öffentlichen Sektor und Vertrauen in die Verwaltung
4.1 Forschungsstand
4.2 Effekte der Digitalisierung im öffentlichen Sektor auf das Vertrauen in die Verwaltung
5. Hypothesen
6. Messung und Methode
6.1 Datenquellen und Fallauswahl
6.2 Abhängige Variablen
6.3 Unabhängige Variablen und Kontrollvariablen
6.4 Methode
7. Analyse
7.1 Zufriedenheit mit der Verwaltung (H1)
7.2 Vertrauen in die Verwaltung (H2)
7.3 Zufriedenheit mit der Verwaltung und Vertrauen in die Verwaltung (H3)
7.4 Digitalisierung im öff. Sektor und Zufriedenheit mit der Verwaltung (H4)
7.5 Digitalisierung im öff. Sektor und Vertrauen in die Verwaltung (H5)
7.6 Analyseergebnisse
8. Fazit
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der fortschreitenden Digitalisierung im öffentlichen Sektor und dem Vertrauen der Bürger in die öffentliche Verwaltung, wobei sie insbesondere analysiert, ob digitale Verwaltungsreformen signifikant positive Veränderungen dieses Vertrauens bewirken können.
2.4 Verwaltung und Demokratie
Das Verhältnis von Verwaltung und Demokratie ist kein einfaches. Mit dem in vielen Ländern streng-hierarchischen Aufbau und einer entsprechenden Arbeitsweise ist die Beziehung zwischen Bürokratie und der Demokratie geradezu paradox. Während die Bürokratie oft nicht an den Bürgerinteressen orientiert ist, sollte die Demokratie stets responsiv gegenüber diesen sein, da allein die Begrifflichkeit „Herrschaft durch das Volk“ dies schon impliziert (Olsen 2008: 15; Peters 2010: 209). Als ausführender Arm des Staates stellt die Bürokratie jedoch gleichzeitig eine funktionale Notwendigkeit für eine effektive Demokratie dar, da Gesetze erst durch die Ausführung ihre Wirkung entfalten (Olsen 2008: 14).
Ein Hauptgrund die Bürokratie einzuführen war die Unterbindung von Korruption und Betrug durch Regierungsbeteiligte. Durch die Schaffung von Vollzeit-Staatsbediensteten, denen jegliche Vorteilsnahme gesetzlich verboten ist und die nur dem Staat gegenüber verpflichtet sind, wird Korruption im Gegensatz zu den von Wähler- und Interessensgruppen abhängigen Politikern erschwert (Peters 2010: 211). Idealerweise stabilisiert die Bürokratie demokratische politische Systeme. Nach dem Grundsatz „vor dem Gesetz sind alle gleich“ sollte die Entscheidungsfindung einzig und allein aufgrund von Tatsachen auf der Grundlage der jeweils zugrundeliegenden Rechtsvorschriften erfolgen (Peters 2010: 210).
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, ob Digitalisierung im öffentlichen Sektor zu einem signifikant positiven Vertrauenszuwachs in der Bevölkerung führt.
2. Vertrauen in die öffentliche Verwaltung: Theoretische Herleitung des Vertrauensbegriffs sowie Darstellung der spezifischen Rolle der Bürokratie in einer Demokratie.
3. Digitalisierung im öffentlichen Sektor: Erläuterung der Konzepte E-Government und Open Government sowie deren praktische Implementierung anhand des deutschen Beispiels.
4. Digitalisierung im öffentlichen Sektor und Vertrauen in die Verwaltung: Verknüpfung beider Themenbereiche und Theoretisierung des potenziellen Effekts von Digitalisierung auf das Bürgervertrauen.
5. Hypothesen: Ableitung der fünf zentralen Forschungshypothesen für die empirische Analyse.
6. Messung und Methode: Detaillierte Beschreibung der verwendeten Datensätze, Variablen und des gewählten Mehrebenen-Modells.
7. Analyse: Systematische Überprüfung der Hypothesen anhand deskriptiver Statistiken, logistischer Regressionen und Mehrebenenanalysen.
8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich der digitalen Verwaltung.
Digitalisierung, öffentliche Verwaltung, politisches Vertrauen, E-Government, Open Government, Demokratiezufriedenheit, Mehrebenenanalyse, Verwaltungsreform, Bürgervertrauen, Bürokratie, institutionelles Vertrauen, Eurobarometer, World Values Survey, Regierungsperformance.
Die Arbeit analysiert, ob die zunehmende Digitalisierung im öffentlichen Sektor dazu führen kann, das Vertrauen der Bürger in öffentliche Verwaltungen signifikant zu stärken.
Die zentralen Felder umfassen politikwissenschaftliche Vertrauenstheorien, Konzepte der digitalen Transformation (E-Government, Open Government) und die empirische Messung von Verwaltungseinstellungen.
Die zentrale Frage lautet: „Führt die Digitalisierung im öffentlichen Sektor zu signifikant positiven Veränderungen des Vertrauens in die öffentliche Verwaltung?“
Die Autorin/der Autor nutzt deskriptive Statistiken, logistische Regressionen sowie Mehrebenenanalysen, um individuelle Einstellungen mit makrostrukturellen Digitalisierungsgraden (EGDI) in Beziehung zu setzen.
Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte von Vertrauensbildung und Digitalisierung theoretisch gerahmt, gefolgt von einer umfangreichen empirischen Überprüfung mit Datensätzen aus dem Eurobarometer und dem World Values Survey.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Schlagworte wie Digitalisierung, Verwaltungsvertrauen, E-Government, Mehrebenenanalyse und Demokratiezufriedenheit.
Die Mehrebenenanalysen zeigen, dass Länder mit einem höheren Digitalisierungsgrad im öffentlichen Sektor – gemessen durch den EGDI – insgesamt ein signifikant höheres Vertrauen in die Verwaltung aufweisen.
Die Arbeit betont, dass die Datenlage zur Verwaltung international lückenhaft ist, was eine der größten Herausforderungen bei der empirischen Untersuchung darstellt.
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