Diplomarbeit, 2009
113 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Die Notwendigkeit eines Personalcontrolling-Instrumentariums in der Beschaffung eines Energieversorgers
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen und Zugang zum Themenfeld
2.1 Personalcontrolling
2.1.1 Begriffsdifferenzierung des Personalcontrollings
2.1.2 Ebenen und Ansätze des Personalcontrollings
2.1.3 Aufgaben und Instrumente des Personalcontrollings
2.1.3.1 Aufgaben des Personalcontrollings
2.1.3.2 Kennzahlen als klassisches Instrument des Personalcontrollings
2.2 Die Balanced Scorecard als interdependentes Kennzahlensystem
2.2.1 Die Klassische Balanced Scorecard
2.2.2 Die Procurement Balanced Scorecard
2.3 Die Forschungsfrage im Kontext der eruierten Literatur
3 Fallstudie im Energieversorger E.ON
3.1 Fallbeschreibung
3.1.1 Die Energiebranche im Zuge der Deregulierung
3.1.2 Darlegung der Besonderheiten des Konzerns
3.1.3 Die Forschungsfrage im Kontext der unternehmensspezifischen Anforderungen
3.2 Fallstudie im Energieversorger
3.2.1 Die Fallstudie als Forschungsstrategie
3.2.2 Instrumente der Datenerhebung
3.2.2.1 Interview als Instrument der Datenerhebung
3.2.2.2 Dokumente als Instrument der Datenerhebung
3.3 Analyse der Ergebnisse der Datenerhebung und Problemerfassung des Energieversorgers
4 Iteration der Ergebnisse der Fallstudie mit der Literatur
4.1 Darstellung und Ableitung von Zielkriterien zur Konfiguration einer PBSC
4.1.1 Ergebnisse und Diskussion der Besonderheiten der Beschaffung des Energieversorgers
4.1.2 Ergebnisse und Diskussion zur Ableitung von Zielkriterien für die Beschaffung
4.2 Ableitung von relevanten Kennzahlen anhand der PBSC
4.2.1 Ergebnisse und Diskussion in der Prozessperspektive
4.2.2 Ergebnisse und Diskussion in der Potenzialperspektive
4.2.3 Ergebnisse und Diskussion in der Kundenperspektive
4.2.4 Ergebnisse und Diskussion in der Wertperspektive
4.2.5 Ergebnisse und Diskussion in der Lieferantenperspektive
4.3 Generierung einer objektspezifischen PBSC
5 Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Konfiguration einer Balanced Scorecard für den Einkauf eines Energieversorgers, um ein adäquates Instrumentarium für das Personalcontrolling zu entwickeln. Die Arbeit untersucht dabei, wie eine solche "Procurement Balanced Scorecard" (PBSC) den spezifischen Anforderungen eines großen Energiekonzerns gerecht werden kann.
2.1.1 Begriffsdifferenzierung des Personalcontrollings
Der symbiotische Begriff des „Personalcontrollings“ implementiert neben der Personal Funktion auch Bereiche des Controllings. Zur Aufgabenerfüllung dieser Disziplin wird die Planung, Steuerung, Lenkung und auch Regelung von betrieblichen Prozessen gezählt. Das zugrundeliegende Konzept dieser Kombination beider Bereiche in einer funktionalen Sicht umfasst dabei eine ganzheitliche, integrierte und auch zielbezogene Sicht, um sowohl Planung, Kontrolle als auch Informationsversorgung proaktiv zu gestalten. Weiter soll zur Sicherung der Ziele in personalwirtschaftlicher Hinsicht auch Informationen bedarfsgerecht aufbereitet werden. Der Versuch der Findung einer umfassenden Definition des Begriffes Personalcontrolling gestaltet sich in der Literatur mehr als schwierig. DRUMM formulierte seinerzeit passend:
„Der Versuch einer Präzisierung von Personalcontrolling… [kommt] dem Annageln eines Puddings an die Wand gleich. Aber, der Pudding hängt.“
Die Versuche einer Definition sind vielfältig und in der Literatur weit verbreitet: So fokussiert PAPMEHL eher die Komponente eines Soll-Ist-Verlgeichs mit qualitativem und quantitativem Fokus. Dahingegen legen POTHOFF und TRESCHER den Schwerpunkt eher auf die Leistungsanalyse auf strategischer und operativer Ebene. So merkte GMELIN passend an, dass die Vielzahl der möglichen Begriffsdefinitionen eher ein Hindernis, als eine Hilfe darstellt. Dieses unterstützte auch METZ in einer Umfrage unter deutschen Unternehmen, die darin Ihre Unsicherheit mit dem Personalcontrolling bekundeten. Dieses macht deutlich, welche Schwierigkeit sich bei der Suche einer Definition ergibt. Es lassen sich zwei Richtungen der Fokussierung des Begriffes finden, die entweder auf die Evaluation der Arbeit der Personalabteilung oder auf den Arbeits-Faktor bereichsspezifisch fokussiert.
1 Einleitung: Diese Einleitung begründet die Notwendigkeit eines Personalcontrolling-Instrumentariums in der Beschaffung eines Energieversorgers und legt die Zielsetzung sowie den strukturellen Aufbau der Diplomarbeit dar.
2 Theoretische Grundlagen und Zugang zum Themenfeld: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Fundamente des Personalcontrollings sowie des Balanced-Scorecard-Konzepts und leitet daraus die Relevanz für den untersuchten Themenbereich ab.
3 Fallstudie im Energieversorger E.ON: Das Kapitel beschreibt den spezifischen Kontext der Energiebranche und der Unternehmensstruktur von E.ON und legt das methodische Design der durchgeführten qualitativen Fallstudie offen.
4 Iteration der Ergebnisse der Fallstudie mit der Literatur: Hier erfolgt die empirische Analyse und Diskussion der gewonnenen Daten im Abgleich mit den theoretischen Ansätzen, um eine spezifische Procurement Balanced Scorecard für den Energieversorger zu konfigurieren.
5 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Eignung einer PBSC als Instrument des Personalcontrollings für die untersuchte Abteilung.
Personalcontrolling, Balanced Scorecard, Procurement Balanced Scorecard, Energieversorger, Beschaffung, Fallstudie, Kennzahlensystem, Prozessmanagement, Wertschöpfung, Lieferantenmanagement, Strategie, qualitative Forschung, Personalmanagement, Materialwirtschaft, Effizienzsteigerung
Die Arbeit untersucht, wie ein Personalcontrolling-Instrumentarium für den Einkauf eines Energieversorgers gestaltet werden muss, um die Effektivität und Effizienz der Abteilung zu steigern.
Die zentralen Felder sind Personalcontrolling, das Konzept der Balanced Scorecard, die spezifischen Einkaufsprozesse eines großen Energiekonzerns sowie die methodische Durchführung qualitativer Fallstudien.
Das primäre Ziel ist die Konfiguration einer spezifischen Procurement Balanced Scorecard (PBSC), die auf die individuellen Anforderungen des untersuchten Energieversorgers zugeschnitten ist.
Die Autor wählt einen qualitativen Forschungsansatz in Form einer Fallstudie, bei der primär Experteninterviews mit verschiedenen Hierarchieebenen des Unternehmens geführt und firmeninterne Dokumente analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zum Personalcontrolling, eine detaillierte Fallbeschreibung und eine Synthese, in der die empirischen Ergebnisse mit theoretischen Modellen iteriert werden, um daraus Kennzahlen für fünf verschiedene Perspektiven abzuleiten.
Die wichtigsten Schlagworte sind Personalcontrolling, Balanced Scorecard, Procurement Balanced Scorecard, Beschaffung, Energieversorger und qualitative Fallstudie.
Da der Einkauf im Energieversorger keine direkten monetären Mittel erwirtschaftet, wurde die Finanzperspektive der klassischen Balanced Scorecard zur "Wertperspektive" erweitert, um den Beitrag durch Einsparungen und Risikovermeidung besser darzustellen.
Die Arbeit betont, dass isolierte Kennzahlen zu Fehlinterpretationen führen können und plädiert daher für ein interdependentes System (PBSC), das durch einen Mix aus Früh- und Spätindikatoren eine ganzheitliche Sicht ermöglicht.
Die Untersuchung zeigt, dass aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen in den Bereichen Bestand, Neubau und Logistik eine einheitliche Scorecard an Aussagekraft verliert, weshalb eine bereichsspezifische Lösung präferiert wird.
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