Masterarbeit, 2022
84 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Aufbau und Gliederung der Arbeit
1.2 Forschungsfragen
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Das Modell „Reflective Practitioner“
3 Schulsozialarbeit
3.1 Definition der Schulsozialarbeit
3.2 Geschichte der Schulsozialarbeit
3.2.1 Das Leitbild und strategische Handlungsprinzipien
3.3 Angebote der Schulsozialarbeit
3.4 Träger und Finanzierung
3.5 Die Kinderfreunde
3.6 Modelle der Schulsozialarbeit
4 Gewalt an Schulen
4.1 Gewalt an Kindern
4.2 Definition von „Gewalt“
4.3 Die unterschiedlichen Formen von Gewalt
4.4 Gewalt an Schulen und ihre Erscheinungsformen
4.5 Motive für die Gewalt an Schulen
4.5.1 Die Familie
4.5.2 Die Schule
4.5.3 Die Peer-Group
4.5.4 Die Medien
4.5.4.1 Berichte in den Medien über Gewalttaten an Schulen
4.6 Exkurs
4.6.1 Zusammenarbeit von LehrerInnen und SozialarbeiterInnen
5 Empirischer Abschnitt – die Datenerhebung
5.1 Zielgruppe und Forschungsfeld
5.2 Methoden der Datenerhebung und Datenauswertung
5.2.1 Die Interviewmethode
5.2.2 Auswertungsmethode
5.2.3 Qualitative Inhaltsanalyse
5.3 Das Datenanalyseprogramm MAXQDA
6 Biografische Portraits der Interviewten
6.1 Interviewportrait Herr H. (Interview 1 vom 28. Juni 2021)
6.2 Interviewportrait Frau F. (Interview 2 vom 28. Juni 2021)
6.3 Interviewportrait Frau Sch. (Interview 3 vom 28. Juni 2021)
6.4 Interviewportrait Frau St. (Interview 4 vom 28. Juni 2021)
6.5 Vergleichende Analyse der Interviewportraits
6.5.1 Verteilung der Subcodes
6.6 Thematischer Vergleich und Schlussfolgerung
6.7 Die Ergebnisse im Lichte ausgewählter Literatur
6.8 Ausblick auf die Zukunft der Sozialarbeit und der SchulsozialarbeiterInnen
7 Fazit
8 Anhang 1: Gesprächsleitfaden bezüglich Erfahrungen der LehrerInnen
8.1 Gesprächsleitfaden 1: Erfahrungen mit der Schulsozialarbeit
8.2 Standardisierter Kurzerhebungsfragebogen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Erfahrungen von Lehrkräften mit der Schulsozialarbeit an einer Mittelschule in Kärnten, um ein differenziertes Bild der bestehenden Kooperationsformen zu gewinnen und Optimierungspotentiale im schulischen Alltag zu identifizieren.
4.1 Gewalt an Kindern
In diesem Zusammenhang soll ein Fallbeispiel wiedergegeben werden. Hierbei geht es um ein Mädchen, das zu diesem Zeitpunkt die erste Klasse einer Hauptschule besuchte. Im Elternhaus kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen und Streitereien. Sie wohnte in einer kleinen Stadt und ich hatte sie gerne, da sie mit den Tieren gut umgehen konnte. Wenn ich mit ihr zusammen war, war sie immer nett, wir waren wie Freundinnen. Jedes Mal, wenn sie in die Schule kam, änderte sich jedoch ihr Verhalten und sie wurde aggressiv, schlug um sich und peinigte ihre MitschülerInnen. Ich verstand ihr Verhalten nicht, wollte allerdings die Hintergründe wissen und sprach sie deshalb gezielt auf ihr Verhalten an.
Sie vertraute sich mir an und gestand, dass ihr Vater trinkt und es zu Handgreiflichkeiten gegenüber der Mutter kommt. Zudem gab sie an, dass sie ihrer Mutter helfen müsse, da diese zu schwach sei, um sich gegen den gewalttätigen Vater aufzulehnen. Das Mädchen musste, laut ihrer eigenen Aussage, die angestaute Wut auslassen, von den LehrerInnen wurde sie aufgrund des Verhaltens immer wieder bestraft. Die Schülerin erhielt von den Lehrpersonen jedoch keine förderliche Unterstützung bzw. Hilfe für diese außerschulischen Probleme.
1 Einleitung: Stellt den Aufbau, die Fragestellung und das methodische Vorgehen der Masterarbeit vor.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Erläutert das Modell des „Reflective Practitioner“ von Donald Alan Schön als Grundlage für die reflexive pädagogische Arbeit.
3 Schulsozialarbeit: Definiert das Berufsfeld, beleuchtet dessen Geschichte, Ziele und die spezifischen Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit in Kärnten.
4 Gewalt an Schulen: Analysiert Erscheinungsformen, Ursachen und Motive von Gewalt im Schulumfeld sowie die Rolle der Kooperation zur Prävention.
5 Empirischer Abschnitt – die Datenerhebung: Erörtert die methodische Vorgehensweise, die Auswahl der Zielgruppe und den Einsatz der qualitativen Inhaltsanalyse.
6 Biografische Portraits der Interviewten: Präsentiert die ausgewerteten Experteninterviews und vergleicht diese Ergebnisse mit der Fachliteratur.
7 Fazit: Resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und beantwortet die Forschungsfragen im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Lehrkräften und Schulsozialarbeit.
8 Anhang 1: Gesprächsleitfaden bezüglich Erfahrungen der LehrerInnen: Dokumentiert die verwendeten Erhebungsinstrumente, inklusive Interviewleitfaden und Fragebogen.
Schulsozialarbeit, Schule, Gewalt, LehrerInnen, Kooperation, pädagogisches Handeln, Schulentwicklung, Gewaltprävention, qualitative Forschung, MAXQDA, Reflexion, Jugendhilfe, Mittelschule, Kärnten, Bildungsungerechtigkeit.
Die Arbeit untersucht die Erfahrungen und Wahrnehmungen von Lehrkräften bezüglich der Zusammenarbeit mit SchulsozialarbeiterInnen an einer Kärntner Mittelschule.
Die Arbeit behandelt die professionelle Kooperation im Schulsystem, Gewalt an Schulen, Möglichkeiten der Gewaltprävention sowie die Bedeutung von Reflexion im pädagogischen Alltag.
Primäres Ziel ist es zu ermitteln, welche Erwartungen Lehrkräfte an die Schulsozialarbeit haben, welche Fortschritte durch diese erzielt wurden und wo konkreter Handlungs- sowie Verbesserungsbedarf besteht.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews mit Lehrkräften und einer anschließenden inhaltsanalytischen Auswertung mittels MAXQDA basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Teil, der das Prinzip der Reflexion und die Strukturen der Schulsozialarbeit beleuchtet, sowie einen empirischen Teil, der die tatsächliche Zusammenarbeit vor Ort widerspiegelt.
Die wichtigsten Schlagworte sind Schulsozialarbeit, Kooperation, Gewaltprävention, LehrerInnen, Reflexion und qualitative Inhaltsanalyse.
Die Kinderfreunde Kärnten werden als der zentrale Trägerverein der Schulsozialarbeit identifiziert, dessen Leitbilder und Arbeitsweisen die praktische Implementierung an der untersuchten Schule maßgeblich prägen.
Grundsätzlich wird die Schulsozialarbeit als äußerst hilfreich und entlastend empfunden, jedoch wird die bestehende Kooperation in unterschiedlichem Ausmaß als ausbaufähig eingestuft, wobei oft mehr Zeit und Ressourcen gefordert werden.
Das Modell von Donald Alan Schön dient als theoretisches Fundament, um die Notwendigkeit zu verdeutlichen, dass pädagogische Prozesse durch Nachdenken über das eigene Handeln im Tun (Reflection-in-action) kontinuierlich verbessert und professionalisiert werden.
Gewaltprävention stellt einen wesentlichen Bestandteil der Arbeit dar, wobei die Befragten betonen, dass diese Projekte eine hohe Relevanz für das soziale Miteinander und die Schaffung einer positiven Lernumgebung haben.
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