Bachelorarbeit, 2014
20 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Zweitsprache, DaZ
1. Einleitung
1.1. Fragestellung
1.2. Ziel der Arbeit und Vorgehensweise
2. Perspektiven der Forschung bezüglich sprachtypologischer Grundlagen
3. Die Türkische Sprache
4. Türkisch als agglutinierende Sprache im Vergleich zum Deutschen
4.1. Die Vokalharmonie
4.2. Das grammatische Geschlecht
4.3. Artikellosigkeit im Türkischen
4.4. Adjektivsteigerung
4.5. Der türkische Lokativ im Vergleich zur Adverbialen Bestimmung des Ortes/ der Zeit
4.6. Zum Satzbau
4.7. Die Hilfsverben „sein“ und „haben“
4.8. Probleme bei der Unterscheidung zwischen Dativ und Akkusativ im Deutschen
5. Zusammenfassung und Beantwortung der zentralen Fragestellung
6. Vorschläge für Lehrkräfte im Umgang mit der beschriebenen Problematik
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern typologische Unterschiede zwischen dem Deutschen und dem Türkischen die Hauptursache für spezifische Lernschwierigkeiten bei Sprechern mit Türkisch als Erstsprache darstellen, um darauf aufbauend didaktische Handlungsempfehlungen abzuleiten.
4.1. Die Vokalharmonie
Die Strukturen innerhalb von Lautgruppen können bei der Wortbildung entscheidend sein. Im Türkischen gibt es phonologische Referenzen, die bei der Suffigierung eine große Rolle spielen. Eine davon ist die Vokalharmonie, die nun genauer dargestellt wird.
„Das Türkische kennt zwei Suffixvokalharmonien“20 Es existieren unterschiedliche Bezeichnungen für diese Systeme: „Die vierförmige bzw. zweiförmige Suffixvokalharmonie“21, oder auch große und kleine Vokalharmonie. Diese Systeme funktionieren nach gleichen Prinzipien, greifen jedoch bei unterschiedlichen grammatischen Phänomenen.
„Mit wenigen Ausnahmen enthält ein türkisches Wort entweder nur vordere, im Mund artikulierte Vokale (das sind e, i, ö, ü) oder nur hintere, im Mund hinten artikulierte Vokale (das sind a, ı, o, u).“22 Die erste Silbe eines Wortes legt fest, welcher Vokal die folgende Silbe enthalten wird.
Die vierförmige Suffixvokalharmonie (Dar Ünlüler Uyumu) bezieht sich auf Suffixe, die in vierfacher Form vorkommen.23 „Sie haben jeweils Varianten mit den (hohen) Vokalen i, ü, ı, u z.B. -im/ -üm/ -ım/ -um – ich bin. Welcher Vokal gewählt wird, hängt vom letzten Vokal des Wortes ab, an das das Suffix angehängt wird.“24
1. Einleitung: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation durch Erfahrungen als Nachhilfelehrer und formuliert die Vermutung, dass typologische Sprachunterschiede Lernschwierigkeiten verursachen.
2. Perspektiven der Forschung bezüglich sprachtypologischer Grundlagen: Es werden sprachtypologische Klassifikationsmodelle, wie die Unterscheidung zwischen synthetischem und analytischem Sprachbau, vorgestellt.
3. Die Türkische Sprache: Dieses Kapitel gibt einen kurzen historischen Überblick über die Entwicklung des modernen Türkei-Türkisch und dessen Charakter als agglutinierende Sprache.
4. Türkisch als agglutinierende Sprache im Vergleich zum Deutschen: Hier findet die detaillierte kontrastive Analyse statt, die grammatische Phänomene wie Vokalharmonie, Genus, Artikel, Satzbau und Kasus direkt gegenüberstellt.
5. Zusammenfassung und Beantwortung der zentralen Fragestellung: Die Analyseergebnisse werden gebündelt und die Arbeit bestätigt, dass die Unterschiede im Sprachbau signifikante Lernhürden darstellen.
6. Vorschläge für Lehrkräfte im Umgang mit der beschriebenen Problematik: Der Autor liefert konkrete methodische Ansätze, um DaZ-Lernern komplexe deutsche Strukturen transparenter zu vermitteln.
Sprachtypologie, Agglutination, Deutsch als Zweitsprache, Türkisch, Kontrastive Linguistik, Vokalharmonie, Grammatische Kategorien, Satzgliedstellung, Kasussystem, Hilfsverben, Sprachvergleich, Morphosyntax, Lernschwierigkeiten, Fremdsprachenunterricht, Sprachbewusstsein
Die Arbeit untersucht die linguistischen Unterschiede zwischen Türkisch und Deutsch und deren Einfluss auf den Erwerb der deutschen Sprache durch türkische Muttersprachler.
Zentral sind die sprachtypologischen Unterschiede zwischen der agglutinierenden Struktur des Türkischen und dem eher flektierenden System des Deutschen sowie deren Auswirkungen auf Grammatik und Syntax.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass typologische Merkmale der Muttersprache die Ursache für spezifische Problematiken beim Deutschlernen sein können und Lösungen für den Unterricht anzubieten.
Die Arbeit verwendet eine kontrastive Analyse unter Anwendung sprachtypologischer Kriterien und stützt sich dabei auf theoretische Fachliteratur sowie eigene Beobachtungen aus der Nachhilfepraxis.
Der Hauptteil analysiert detailliert einzelne grammatische Bereiche wie die Vokalharmonie, das Fehlen von Genus und Artikeln im Türkischen, Adjektivsteigerung, Satzbau, Hilfsverben sowie die Komplexität von Dativ und Akkusativ.
Die wichtigsten Schlagworte sind Typologie, Agglutination, Kontrastive Analyse, DaZ (Deutsch als Zweitsprache), Morphosyntax und Sprachbau.
Während das Deutsche meist SVO (Subjekt-Verb-Objekt) folgt, ist das Türkische eine SOV-Sprache (Subjekt-Objekt-Verb), was für Lerner eine signifikante syntaktische Umstellung erfordert.
Da die Türkische Sprache kein grammatisches Geschlecht kennt und der Artikelgebrauch im Deutschen keine durchgehend logische Systematik aufweist, müssen diese oft willkürlich wirkenden Formen mühsam auswendig gelernt werden.
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