Examensarbeit, 1996
45 Seiten, Note: 1
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Kirchenbaudebatte in der Bundesrepublik Deutschland vom Ende der 1960er bis in die 1990er Jahre. Sie setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich die verschiedenen Positionen in dieser Debatte zum Sakralen und Profanen entwickeln und wie sich die verschiedenen Argumentationslinien in der modernen Kirchenbaudebatte positionieren lassen.
Die Einleitung beschreibt die Entwicklung des Kirchenbaus in der Nachkriegszeit am Beispiel von drei Kirchenbauten in Württemberg. Sie zeigt auf, dass sich die Diskussion über den Kirchenbau in den 1970er Jahren mit der Frage nach dem »Ende des Kirchenbaus« beschäftigte und stellt die Frage nach der Aktualität und Bedeutung des Kirchenbaus in der heutigen Zeit. Der Text führt die beiden Extrempositionen des Sakralgebäudes und des Mehrzweckraums ein, die die Grundlage für die Analyse der Kirchenbaudebatte in den folgenden Kapiteln bilden.
Dieses Kapitel definiert die beiden zentralen Gebäudetypen der Kirchenbaudebatte: das Sakralgebäude als Solitär, das ausschließlich der gottesdienstlichen Nutzung vorbehalten ist, und der Mehrzweckraum, der in einen sozialen Baukomplex integriert ist und neben anderen Funktionen auch für Gottesdienste genutzt werden kann. Der Text diskutiert die Bedeutung des Begriffs »Sakral« in der Kirchenbaudebatte und die Herausforderungen seiner Verwendung.
Dieses Kapitel beleuchtet die theologische Reflexion des Kirchenbaus als interdisziplinäres Feld und die Bedeutung der Kirchenbaufrage für die Praktische Theologie. Es stellt verschiedene Akteure der Kirchenbaudebatte vor, darunter Theologen, Architekten und Vertreter des »EKD-Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart«, und analysiert die Debatte in Bezug auf ihre formalen und inhaltlichen Aspekte.
Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Arbeit, die die Kirchenbaudebatte auf fünf Argumentationslinien reduziert. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile: Teil I behandelt die ältere Kirchenbaudebatte, Teil II den Neuansatz der jüngeren Kirchenbaudebatte, und Teil III versucht, eine offene Lösung auf dem Hintergrund der gesamten Debatte zu finden.
Kirchenbau, Sakralraum, Profanraum, Evangelischer Gottesdienst, Liturgik, Praktische Theologie, Architektur, Kunstgeschichte, Theologiegeschichte, Argumentationslinien, Kirchenbaudebatte, Mehrzweckraum, Sakralgebäude, Kontroverse.
Ein Sakralgebäude ist ein abgegrenzter Solitär, der ausschließlich gottesdienstlich genutzt wird. Ein Mehrzweckraum hingegen ist in soziale Baukomplexe integriert und wird für verschiedene Zwecke, einschließlich Gottesdiensten, genutzt.
Einige Theologen fordern den Verzicht auf den Begriff, da er sehr unterschiedlich verstanden wird. Dennoch bleibt er in der Debatte präsent, um das Wesen des Gottesdienstraumes zu definieren.
Die Arbeit analysiert die Debatte in der Bundesrepublik Deutschland vom Ende der 1960er Jahre bis in die 1990er Jahre.
In dieser Zeit wurde hinterfragt, ob eigenständige Kirchenbauten noch zeitgemäß seien oder ob funktionale, in das soziale Umfeld integrierte Räume (Profanräume) vorzuziehen sind.
Dazu gehören Theologen, Architekten sowie Fachinstitutionen wie das EKD-Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart.
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