Bachelorarbeit, 2008
31 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Thematik der Literaturverfilmung und analysiert die Möglichkeiten und Probleme, die sich bei der Adaption eines literarischen Werkes in ein filmisches Format ergeben. Am Beispiel von Rainer Werner Fassbinders Verfilmung von Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ (1974) wird untersucht, inwiefern die filmische Umsetzung den literarischen Gehalt des Originals bewahrt oder verändert. Die Arbeit beleuchtet die unterschiedlichen Ansätze der beiden Künstler und analysiert die Umsetzung der literarischen Vorlage in filmische Sprache.
Die Einleitung führt in die Thematik der Literaturverfilmung ein und beleuchtet die unterschiedlichen Perspektiven von Literaturwissenschaftlern und Filmtheoretikern. Es werden die grundsätzlichen Bedenken gegenüber filmischen Literaturadaptionen sowie die Argumente für und gegen die Werktreue und die Eigenständigkeit der Verfilmung diskutiert.
Das zweite Kapitel stellt die beiden Künstler Theodor Fontane und Rainer Werner Fassbinder vor und beleuchtet ihre Herangehensweise an das Thema „Effi Briest“. Es werden die literarischen und filmischen Besonderheiten beider Werke sowie die jeweiligen Intentionen der Künstler erläutert.
Das dritte Kapitel widmet sich einem direkten Vergleich zwischen Roman und Verfilmung. Anhand einer ausgewählten Schlüsselszene werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der literarischen Vorlage und der filmischen Umsetzung analysiert. Es werden die filmischen Mittel und Techniken untersucht, die Fassbinder zur Umsetzung der literarischen Vorlage verwendet hat, und die Auswirkungen dieser Entscheidungen auf die Rezeption des Werkes diskutiert.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Literaturverfilmung, die filmische Adaption, die Werktreue, die Eigenständigkeit, die filmische Sprache, die Rezeption, die Interpretation, Theodor Fontane, Rainer Werner Fassbinder, „Effi Briest“ und die Vergleichende Szenenanalyse.
Die Schwierigkeit liegt darin, die "Dichtkunst" in eine visuelle "Bildwirkung" zu übersetzen, ohne das literarische Werk auf ein bloßes Handlungsgerüst zu reduzieren.
Fassbinder nutzt spezifische filmische Mittel, um den literarischen Gehalt und die gesellschaftliche Enge des Romans darzustellen, wobei er oft die Distanz zum Gezeigten betont.
Werktreue fragt danach, inwieweit der Film dem Geist, Stil und Inhalt der Vorlage entspricht. Die Arbeit diskutiert jedoch auch die notwendige Eigenständigkeit des Mediums Film.
Kritiker wie Béla Balász werfen ihr vor, bekannte Stoffe zur Imagesteigerung oder zur Kompensation mangelnder eigener Ideen ("Stoffnot") zu nutzen.
Anhand einer ausgewählten Schlüsselszene wird konkret verglichen, wie Text und Bild zusammenwirken und welche Aspekte bei der medialen Transformation verloren gehen oder hinzugewonnen werden.
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