Masterarbeit, 2017
94 Seiten, Note: 2,7
A. Einleitung
I Problemstellung
II Zielsetzung und Gang der Arbeit
B. Die grenzüberschreitende Funktionsverlagerung
I. Abgrenzung Funktion und Teilbetrieb
II. Formen der Funktionsverlagerung
III. Gründe für eine Funktionsverlagerung
C. Der Verrechnungspreis nach internationalem Steuerrecht
I. Das internationale Steuerrecht
II. Definition und Ermittlung des Verrechnungspreis
1. Definition Verrechnungspreis i.S.d. Fremdvergleichsgrundsatz
2. Verrechnungspreismethoden
3. Funktions- und Risikoanalyse
4. Wertschöpfungsanalyse
D. Die Ermittlung von Verrechnungspreisen bei grenzüberschreitenden Funktionsverlagerungen
I. Die Verlagerung des Transferpakets
1. Die Gesamtbewertung des Transferpakets
2. Bestandteile des Transferpakets
3. Der tatsächliche Fremdvergleich
4. Der hypothetische Fremdvergleich
a. Das Bewertungsverfahren
b. Reingewinn nach Steuern
c. Kapitalisierungszeitraum
d. Kapitalisierungszinssatz
e. Preisanpassungsklausel
f. Ausnahmen der Gesamtbewertung
II. Auslegung der Vorschriften zur Funktionsverlagerung nach europäischem Recht
E. Die Dokumentation von Verrechnungspreisen bei grenzüberschreitenden Funktionsverlagerungen
I. Die Dokumentationsvorschriften nach nationalem Recht
II. Die Dokumentation nach nationalem Recht
1. Die Sachverhaltsdokumentation
2. Die Angemessenheitsdokumentation
3. Strafzuschläge bei Nichteinhaltung von Dokumentationsvorschriften
F. Das Engagement der OECD und EU gegen Gewinnverkürzung und -verlagerung
I. Der BEPS-Aktionsplan der OECD
1. Das Engagement der OECD
2. BEPS-Maßnahmen 8 – 9
3. BEPS-Maßnahme 13
4. Bewertung der BEPS-Maßnahmen
II. Das Engagement der EU
G.Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die steuerlichen Herausforderungen und Auswirkungen im Kontext grenzüberschreitender Funktionsverlagerungen multinationaler Unternehmen. Im Fokus steht dabei die Analyse der Verrechnungspreisermittlung und der Dokumentationspflichten unter Berücksichtigung aktueller nationaler Regelungen sowie der globalen BEPS-Initiativen der OECD und der EU.
4. Der hypothetische Fremdvergleich
Aus diesem vorangegangenen Tatbestand wird folglich abgeleitet, dass nach Feststellung von ungenügenden Vergleichsdaten, die zur Durchführung des „tatsächlichen Fremdvergleichs“ nicht ausreichen, eine Verrechnungspreisermittlung auf Grundlage des „hypothetischen Fremdvergleichs (§ 1 Abs. 3 S. 5 AStG)“ ausgearbeitet wird. Im Rahmen des „hypothetischen Fremdvergleichs“ wird ein Preisbildungsprozess unter der fiktiven Annahme simuliert, dass sich zwei gegenüberstehende ordentliche und gewissenhafte Geschäftsleiter den Wert für das zu verlagernde Transferpaket verhandeln und der Ausgang des Ergebnisses in der Form zustande kommt, wie es unter zwei fremden Dritten üblich wäre. Die Doppelung des ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters wurde durch die Rechtsprechung eingeführt, nach dem diese festgestellt hat, dass es zur Ermittlung von fremdvergleichskonformen Verrechnungspreisen bei konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen es nicht mehr ausreicht, wenn diese bloß aus der Perspektive von einem Geschäftsleiter gewertet werden.
A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Herausforderung durch Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung im Kontext der globalisierten Wirtschaft und stellt das Ziel der Arbeit vor.
B. Die grenzüberschreitende Funktionsverlagerung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Funktionsverlagerung, grenzt ihn vom Teilbetrieb ab und erläutert verschiedene Ausprägungsformen sowie die Beweggründe der Steuerpflichtigen.
C. Der Verrechnungspreis nach internationalem Steuerrecht: Der Abschnitt widmet sich dem internationalen Steuerrecht und erläutert die Definition, Methoden zur Ermittlung sowie die Bedeutung der Funktions-, Risiko- und Wertschöpfungsanalyse für Verrechnungspreise.
D. Die Ermittlung von Verrechnungspreisen bei grenzüberschreitenden Funktionsverlagerungen: Hier wird detailliert auf die Gesamtbewertung des Transferpakets eingegangen, wobei insbesondere die Stufenfolge vom tatsächlichen zum hypothetischen Fremdvergleich und die Bewertungsparameter analysiert werden.
E. Die Dokumentation von Verrechnungspreisen bei grenzüberschreitenden Funktionsverlagerungen: Dieses Kapitel behandelt die gesetzlichen Dokumentationspflichten, inklusive der Sachverhalts- und Angemessenheitsdokumentation sowie drohender Strafzuschläge bei Nichteinhaltung.
F. Das Engagement der OECD und EU gegen Gewinnverkürzung und -verlagerung: Hier werden der BEPS-Aktionsplan der OECD (insb. Maßnahmen 8-9 und 13) sowie das Engagement der EU und deren Auswirkungen auf die zukünftige Besteuerung dargestellt.
G.Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Bewertungsmethoden und die kritische Würdigung der bestehenden Regularien zusammen.
Funktionsverlagerung, Verrechnungspreise, Fremdvergleichsgrundsatz, Transferpaket, BEPS, Gewinnverkürzung, Gewinnverlagerung, Dokumentationspflicht, Funktionsanalyse, Risikoanalyse, Wertschöpfungsanalyse, Steuerplanung, hypothetischer Fremdvergleich, Unternehmensbesteuerung, OECD.
Die Arbeit analysiert die steuerrechtlichen Anforderungen an die Ermittlung und Dokumentation von Verrechnungspreisen bei einer Funktionsverlagerung über Staatsgrenzen hinweg.
Die zentralen Themen sind die Definition von Funktionen, Methoden zur Wertermittlung von Transferpaketen sowie der Einfluss globaler Initiativen wie BEPS auf die nationale Besteuerungspraxis.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Auswirkungen des BEPS-Aktionsplans auf die Verrechnungspreisermittlung bei Funktionsverlagerungen sowie die Bewertung von Chancen und Risiken für den deutschen Unternehmensstandort.
Es erfolgt eine rechtswissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Analyse unter Einbeziehung von Steuersubstrat-Vorschriften, Rechtsprechung und internationalen OECD-Leitlinien.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Ermittlung angemessener Preise für Transferpakete, die rechtliche Dokumentationspflicht und die kritische Auseinandersetzung mit neuen BEPS- und EU-Regelungen.
Zentrale Begriffe sind Funktionsverlagerung, Verrechnungspreise, Fremdvergleichsgrundsatz, BEPS-Maßnahmen und Dokumentationspflichten.
Der tatsächliche Fremdvergleich nutzt existierende Marktvergleichswerte, während der hypothetische Fremdvergleich bei unzureichenden Daten einen fiktiven Preisbildungsprozess zwischen zwei ordentlichen Geschäftsleitern simuliert.
Die Arbeit kritisiert, dass deren Einbezug in die Verrechnungspreisermittlung den Grundsatz des Fremdvergleichs verletzen kann, da es an einer gesetzlichen Norm fehlt und die Symmetrie der Preisverhandlung manipuliert wird.
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