Bachelorarbeit, 2022
48 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theorie und Forschungsgegentand
2.1 Zentrale Aspekte des Homeoffice
2.2 Kommunikation im Homeoffice
2.2.1 Audiovisuelle Live-Kommunikation
2.2.2 Informelle Kommunikation
2.3 Teamarbeit im Homeoffice
2.3.1 Teamleistungsfähigkeit
2.3.2 Psychologische Sicherheit
2.4 Forschungsstand und Hypothesen
2.4.1 Audiovisuelle Live-Kommunikation und Teamleistungsfähigkeit
2.4.2 Informelle Kommunikation als Mediator für den Zusammenhang zwischen audiovisueller Live-Kommunikation und Teamleistungsfähigkeit
2.4.3 Die Nutzung audiovisueller Live-Kommunikation und der Einfluss auf die psychologische Sicherheit
2.4.4 Informelle Kommunikation als Mediator für den Zusammenhang zwischen audiovisueller Live-Kommunikation und psychologischer Sicherheit
3 Methodik
3.1 Stichprobenbeschreibung und -gewinnung
3.2 Untersuchungsdesign
3.3 Erhebungsinstrumente
3.3.1 Die Leistungsfähigkeit virtueller Teams
3.3.2 Psychologische Sicherheit in virtuellen Teams
3.3.3 Abfrage der informellen Kommunikation im Homeoffice
3.3.4 Ausmaß von audiovisueller Kommunikation
3.4 Datenanalyse
3.4.1 Korrelationsanalyse
3.4.2 Mediationsanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Korrelationsanalyse
4.1.1 Pearson-Korrelation Hypothese 1
4.1.2 Pearson-Korrelation Hypothese 3
4.2 Mediationsanalyse
4.2.1 Bootstrapanalyse für Hypothese 2
4.2.2 Bootstrapanalyse für Hypothese 4
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Hypothesen
5.2 Stärken und Limitationen
5.3 Ausblick
5.4 Implikationen für die Praxis
6 Fazit
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht den Einfluss der audiovisuellen Live-Kommunikation im Homeoffice auf die Teamleistungsfähigkeit und die psychologische Sicherheit, wobei insbesondere die Rolle informeller Kommunikation als vermittelnde Variable (Mediator) analysiert wird. Ziel ist es, Erkenntnisse für die Gestaltung virtueller Arbeitsumgebungen in der Post-Corona-Zeit zu gewinnen.
2.2.1 Audiovisuelle Live-Kommunikation
Im Allgemeinen gehören zur audiovisuellen Mitarbeiterkommunikation alle Instrumente der internen Kommunikation, die den visuellen und den auditiven Sinn des Menschen ansprechen (Einwiller et al., 2021). Dazu zählen vertonte Präsentationen, kommentierte (Schau-)Bilder sowie Grafiken und, speziell in der Live-Kommunikation, Videokonferenzen.
Die audiovisuelle Mitarbeiterkommunikation berührt sowohl die kognitive als auch die affektive Wahrnehmung (ebd). Der erste offline Eindruck setzt sich nach Heitmann (2021) aus vier Aspekten zusammen:
• gesamtes Erscheinungsbild,
• nonverbales Verhalten,
• Gesprächsinhalt,
• Gesprächsart (wie Stimmhöhe, Geschwindigkeit und Emotionalität).
Bei Onlinegesprächen fehlen entscheidende Hinweisreize, um den ersten virtuellen Eindruck im limbischen System richtig kategorisieren zu können. In diesem Teil des Gehirns werden Urverhaltensweisen abgespeichert (ebd.). Dies führt dazu, dass Personen sich während eines Videomeetings schneller als unsympathisch und inkompetent einstufen. Dieses Phänomen lässt sich jedoch vermeiden, wenn bewusst darauf geachtet wird, in welcher Gefühlslage sich das Gegenüber befindet und Gemeinsamkeiten stark in den Vordergrund gestellt werden (Heitman, 2021, S. 40–41). Das Bedürfnis, mit Menschen in Kontakt zu sein, die große Charakterähnlichkeiten aufweisen, entspringt dem Mechanismus der sozialen Homophilie (auch affinity bias genannt). Menschen können sich leichter mit anderen identifizieren, wenn ihnen diese ähnlich vorkommen (Werth & Thum, 2022).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die veränderte Arbeitswelt durch die Pandemie ein und stellt die Forschungsfrage zur Bedeutung audiovisueller Live-Kommunikation für virtuelle Teams.
2 Theorie und Forschungsgegentand: Das Kapitel beleuchtet theoretische Konzepte des Homeoffice, Formen der Kommunikation sowie die zentralen Variablen Teamleistungsfähigkeit und psychologische Sicherheit.
3 Methodik: Hier wird das quantitative Studiendesign beschrieben, inklusive der Datenerhebung via Online-Fragebogen bei 130 Teilnehmenden und der eingesetzten statistischen Analysemethoden.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten, wobei die aufgestellten Hypothesen mittels Korrelations- und Mediationsanalysen überprüft werden.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch interpretiert, Limitationen der Studie aufgezeigt und Implikationen für die praktische Personalarbeit abgeleitet.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont den Bedarf an weiterer Forschung zur Gestaltung virtueller Kooperation.
Audiovisuelle Live-Kommunikation, Homeoffice, virtuelle Teams, Teamleistungsfähigkeit, Psychologische Sicherheit, informelle Kommunikation, Mediation, digitale Transformation, Arbeitspsychologie, Videokonferenzen, Führung, Organisationsentwicklung, soziale Homophilie, digitale Empathie, virtuelle Zusammenarbeit.
Die Untersuchung befasst sich mit der Frage, ob audiovisuelle Live-Kommunikation (wie Videomeetings) im Homeoffice einen positiven Effekt auf die Teamleistung und das Sicherheitsgefühl im virtuellen Team hat.
Zentral sind die Dynamik von virtueller Arbeit, die Qualität der Kommunikation und die Bedeutung persönlicher informeller Gespräche für das Zusammenwachsen von Teams.
Das Ziel war es, wissenschaftlich zu prüfen, ob ein hohes Maß an audiovisueller Kommunikation die Leistung und psychologische Sicherheit über informelle Kanäle indirekt verbessert.
Es wurde eine quantitativ-empirische Studie im Korrelationsdesign durchgeführt, bei der 130 Datensätze mittels Korrelations- und Mediationsanalysen ausgewertet wurden.
Neben der theoretischen Herleitung werden die Erhebungsinstrumente, wie der TeamPuls-Fragebogen und der PsySafety-Check, detailliert beschrieben und die Ergebnisse der Hypothesenprüfungen diskutiert.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe audiovisuelle Kommunikation, virtuelle Teams, psychologische Sicherheit und informelle Kommunikation in den Kontext der Wirtschaftspsychologie einordnen.
Obwohl die direkte Mediation nicht wie erwartet nachgewiesen werden konnte, identifizierte die Studie informelle Kommunikation als wichtigen Faktor, der psychologische Sicherheit und Teamleistung direkt beeinflusst.
Der Autor führt dies als eine neue, notwendige Schlüsselkompetenz ein, um Emotionen des Gegenübers trotz technischer Einschränkungen bei Videokonferenzen korrekt deuten zu können.
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