Masterarbeit, 2023
55 Seiten, Note: 3,0
1. EINLEITUNG
2. ÜBERBLICK ÜBER DIE REGIONALSPRACHEN IN FRANKREICH
2.1 DAS OKZITANISCHE
2.2 DAS BASKISCHE
2.3 DAS KATALANISCHE
2.4 DAS BRETONISCHE
2.5 DAS DEUTSCHE
2.6 DAS KORSISCHE
2.7 DAS FLÄMISCHE (NIEDERLÄNDISCH)
2.8 DAS FRANKOPROVENZALISCHE
2.9 DIE LANGUES D’OÏL
3. SPRACHGESETZGEBUNG ZU DEN REGIONALSPRACHEN AB DEM 20. JAHRHUNDERT
3.1 DIE LOI DEIXONNE
3.2 DIE LOI HABY
3.3 DIE LOI SAVARY
4. AKTUELLE SPRACHGESETZGEBUNG IN FRANKREICH
4.1 DER CODE DE L‘ÉDUCATION
4.2 DIE LOI MOLAC
4.3 DIE LOI MOLAC – EINE ANALYSE ÖFFENTLICHER DISKUSSIONEN
4.3.1 Paul Molac in einem Interview bei FranceInter
4.3.2 Paul Molac in der Comission
4.3.3 Diskussionen in der Assemblée Nationale
4.3.4 Öffentliche Äußerungen auf Social Media
4.3.5 Emmanuel Macron – Präsident der Republik
4.3.6 Marine Le Pen
4.3.7 Debatte über die Regionalsprachen in der Bretagne
4.3.8 Emmanuel Macron während der Präsidentschaftswahlen 2022
4.3.9 Proteste gegen den Beschluss des Conseil constitutionnel
5. UMSETZUNG UND WIRKUNG – DAS REGIONALSPRACHLICHE UNTERRICHTSANGEBOT
5.1 DIWAN – BRETON
5.2 A.B.C.M. – ALSACIEN
5.3 CALANDRETA – OCCITAN
5.4 SCOLA CORSA – CORSE
5.5 LA BRESSOLA – CATALAN
5.6 IKAS-BI – BASQUE
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit analysiert die sprachpolitische Situation der Regionalsprachen in Frankreich unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen "Loi Molac". Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern gesetzliche Rahmenbedingungen zum Erhalt dieser Sprachen beitragen können und an welchen politischen sowie gesellschaftlichen Widerständen diese Initiativen im Kontext der französischen Einheitsstaats-Ideologie scheitern oder modifiziert werden.
2.1 Das Okzitanische
Das Sprachgebiet umfasst rund 200 000 km² und somit den gesamten Süden Frankreichs, mit Ausnahme des baskischen Sprachraums. Dies ergibt 40 % des französischen Mutterlandes. In zahlreichen Bereichen wurde Okzitanisch im 20. Jahrhundert durch Französisch ersetzt. Gelegentlich wird Okzitanisch auch in größeren Städten im Norden gesprochen. Die Zahl der Sprachanwender ist dennoch deutlich abgenommen. Es wird von einer Sprecherzahl von minimal 600 000 bis maximal 1,5 Millionen ausgegangen. Die rückläufigen Zahlen sind ein Resultat der fehlenden Kompetenzweiterleitung durch die ältere Generation, die noch umfassende Sprachfähigkeiten vorweisen konnte, die die jüngere Generation nicht erreichen kann. Obwohl nach dem Ersten Weltkrieg noch 90 % der Menschen im okzitanischen Gebiet ihre Sprache beherrschten, haben sich die sprachlichen Kompetenzen durch die Durchsetzung der allgemeinen Schulpflicht und die damit einhergehende Dominanz des Französischen schnell verändert und dafür gesorgt, dass die jüngere Generation eher und besser Französisch spricht. Das Okzitanische ist eine romanische Sprache und unterscheidet sich deutlich vom Französischen und Frankoprovenzalischen. Auch heute finden sich noch Grammatikwerke und Sprachatlanten der folgenden Autoren: Ronjat (1930-1941), Alibèrt (1976) und Submien (2006) (vgl. Kremnitz 2015, 53-55).
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Sprachstatus in Frankreich und die daraus resultierende marginalisierte Position der Regionalsprachen.
2. ÜBERBLICK ÜBER DIE REGIONALSPRACHEN IN FRANKREICH: In diesem Kapitel werden die wichtigsten autochthonen Sprachen Frankreichs, ihre Verbreitung und ihr aktueller Vitalitätszustand vorgestellt.
3. SPRACHGESETZGEBUNG ZU DEN REGIONALSPRACHEN AB DEM 20. JAHRHUNDERT: Hier werden die legislativen Versuche zur Integration der Sprachen in das Bildungssystem seit 1951 chronologisch analysiert.
4. AKTUELLE SPRACHGESETZGEBUNG IN FRANKREICH: Der Fokus liegt auf der Loi Molac, den damit verbundenen politischen Diskursen und der verfassungsrechtlichen Einordnung durch den Conseil constitutionnel.
5. UMSETZUNG UND WIRKUNG – DAS REGIONALSPRACHLICHE UNTERRICHTSANGEBOT: Dieses Kapitel präsentiert konkrete Fallbeispiele von Organisationen und Immersionsschulen, die den Erhalt der Sprachen in der Praxis aktiv fördern.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das abschließende Kapitel resümiert die politische Debatte und bewertet die zukünftigen Chancen für das Fortbestehen der Regionalsprachen.
Regionalsprachen, Frankreich, Loi Molac, Sprachpolitik, Französisch, Identität, Zweisprachigkeit, Immersionsunterricht, Gesetzgebung, Minderheitensprachen, Bildungssystem, Verfassung, Sprachwandel, Cultural Heritage, Schulreform
Die Arbeit untersucht die sprachpolitische Lage von Regionalsprachen in Frankreich und analysiert, wie diese durch Gesetze – insbesondere die neue "Loi Molac" – geschützt oder eingeschränkt werden.
Im Zentrum stehen Okzitanisch, Baskisch, Katalanisch, Bretonisch, Deutsch (Elsässisch), Korsisch, Flämisch (Niederländisch), Frankoprovenzalisch und die Langue d’oïl.
Es wird erforscht, inwiefern aktuelle Gesetze eine echte Chance für den Erhalt der Sprachen bieten und welche Spannungen zwischen der Verfassung (Einheitssprache Französisch) und dem Schutz kultureller Vielfalt bestehen.
Die Arbeit nutzt eine politik-, kultur- und rechtswissenschaftliche Analyse von Primärquellen, politischen Debatten und Dokumenten sowie die Auswertung von aktuellen Statistiken zur Sprachverbreitung.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Überblick über die Sprachen, eine historische Aufarbeitung der Gesetzgebung seit 1951 und eine detaillierte Analyse der kontroversen Loi Molac nebst Fallbeispielen zu Immersionsschulen.
Zentrale Begriffe sind Sprachpolitik, Loi Molac, Mehrsprachigkeit, Minderheitensprachen, Bildungsrecht und kulturelle Identität.
Das Gesetz wird von Kritikern als Verstoß gegen Artikel 2 der Verfassung gesehen, der Französisch als einzige Sprache der Republik definiert, während Befürworter es als notwendiges Instrument zum Schutz bedrohter Kulturen betrachten.
Der Rat erklärte Kernelemente wie den immersiven Unterricht und die Verwendung diakritischer Zeichen für verfassungswidrig, was landesweit zu Protesten und einer intensiven Debatte über die Rolle der Verfassung führte.
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