Hausarbeit (Hauptseminar), 2008
58 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
I Einleitung
II Theoretischer Überbau
II.1 Definitionen
II.1.1 Social Communities
II.1.2 Ertragsmodell
II.2 Spannungslinien / Diskussionen:
II.2.1 Nicht-Finanzierbarkeit / Finanzierbarkeit von Social Communities
II.2.2 Finanzierung nicht notwendig / notwendig?
II.3 Die Ertragsmodelle - Eine betriebswirtschaftliche Betrachtung
II.3.1 Strategische Ertragsmodelle (direkt-monetäre Ertragsmodelle)
II.3.1.1 Werbung
II.3.1.2 Provisionen
II.3.1.3 Transaktionserlöse
II.3.1.4 Mitgliederbeiträge / angeschlossene Dienstleistungen innerhalb der Plattform (engl.: Subscription)
II.3.1.5 Fundraising / Spenden
II.3.2 Taktische Ertragsmodelle (nicht direkt-monetäre Ertragsmodelle)
II.3.2.1 Nutzerprofile für personalisierte Werbung, Marktforschung und andere
II.3.2.2 Verwertung des User Generated Content
II.3.2.3 Passive Geldvorteile (negative Einnahmen bzw. Kostensenkungen)
II.3.2.4 Community-Marketing / Kundenanbindung
II.3.2.5 Aktiensteigerung durch ungewisse Einnahmen / Einnahmehöhe in der Zukunft
III Explikation
III.1 Der Spannungsbogen, in dem sich die Ertragsmodelle befinden
III.2 Die Gruppe der strategischen und die der taktischen Ertragsmodelle
III.3 Für welche Art (hier: Größe) einer Social Community eignet sich welche(s) Ertragsmodell(-Gruppe)?
IV Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die finanzielle Tragfähigkeit von Social Communities im Web 2.0. Ziel ist es, zu klären, ob diese Plattformen aus sich selbst heraus finanzierbar sind oder ob ihr wirtschaftliches Fundament auf instabilen Annahmen beruht.
II.3.1 Strategische Ertragsmodelle (direkt-monetäre Ertragsmodelle)
Die Werbung ist das in der Literatur mit Abstand am meisten genannte EM für Internetunternehmen im Allgemeinen. Wenn Zahlen über EM verfügbar sind, dann in erster Linie für Werbung. Das zeigt zum Einen die große Verbreitung, die Werbung auch im Internet gefunden hat, aber auch die beschränkte Sicht, mit der über EM im Internet gesprochen wird.
Zu den wichtigsten Werbemitteln zählen die klassische Grafikwerbung: Bannerwerbung (Display-Werbung, Rich-Media und Sponsorship), Pop-ups und Streaming-Ads. Dazu zählt aber auch die textbasierte Werbung wie zum Beispiel die Suchwort-Werbung von Google (Google AdSense).
Bei den Vergütungsmodellen der Werbemittel ist im Wesentlichen zwischen pay-per-click (PPC) und pay-per-view (PPV) zu unterscheiden. Beide Vergütungsmodelle können mit den oben genannten Werbemitteln kombiniert werden. Bei PPC erhält der Werbeeinblendene (Besitzer des Werbeträgers, das heißt der Seitenbetreiber,) eine Vergütung, wenn auf seiner Seite auf die Werbung (Link) geklickt wird und der Klickende auf die Seite des Werbetreibenden weitergeleitet wird. Dabei werden die Werbemittel vom Werbetreibenden zur Verfügung gestellt. Bei PPV reicht die bloße Einblendung auf der Seite und eine entsprechend nachgewiesene Besucherzahl (Traffic).
I Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur finanziellen Tragfähigkeit von Social Communities und Einordnung des Web 2.0-Booms.
II Theoretischer Überbau: Definition der zentralen Begriffe und detaillierte Systematisierung der strategischen sowie taktischen Ertragsmodelle.
III Explikation: Kritische Analyse des Spannungsfeldes zwischen Profitabilität und Community-Werten sowie Untersuchung der Eignung von Modellen nach Unternehmensgröße.
IV Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse und Antwort auf die Frage nach der Nachhaltigkeit des Web 2.0.
Social Communities, Web 2.0, Ertragsmodelle, Finanzierung, Werbung, Provisionen, Transaktionserlöse, User Generated Content, Community-Marketing, Marktforschung, Nutzerprofile, Nachhaltigkeit, Internetwirtschaft, Geschäftsmodelle, Skalierbarkeit
Die Arbeit analysiert, wie Social Communities im Web 2.0 finanziell überleben können und welche Ertragsmodelle dafür zur Verfügung stehen.
Im Zentrum stehen die Kategorisierung von Ertragsmodellen, deren Einfluss auf die Community-Idee und die Abhängigkeit der Finanzierbarkeit von der Plattformgröße.
Es wird erforscht, ob Social Communities aus sich selbst heraus tragfähig sind oder ob sie zwangsläufig auf externe Kapitalgeber angewiesen bleiben.
Die Arbeit nutzt eine systematische betriebswirtschaftliche Analyse, ergänzt durch eine hermeneutische Herangehensweise zur Strukturierung der Ertragsmodelle.
Der Hauptteil unterscheidet zwischen strategischen Modellen wie Werbung oder Provisionen und taktischen Modellen wie der Nutzung von Nutzerprofilen oder User Generated Content.
Wesentliche Begriffe sind Social Communities, Ertragsmodelle, Nachhaltigkeit, User Generated Content und das Spannungsfeld zwischen Community-Idee und Profitabilität.
Strategische Modelle sind direkt monetär orientiert, während taktische Modelle Synergieeffekte nutzen, die oft nur durch die Einbettung der Community in ein größeres Medienunternehmen voll ausgeschöpft werden können.
Größere Plattformen können durch ihre Reichweite lukrativere taktische Modelle nutzen, während kleinere Communities oft in ihrer Finanzierung stark eingeschränkt sind.
Der Autor hält den Begriff einer Blase für gerechtfertigt, betont jedoch, dass eine nachhaltige Finanzierung theoretisch möglich ist, wenn die Plattformen ihre Erlösquellen diversifizieren.
UGC ist ein zentraler Rohstoff, der durch taktische Verwertung (z.B. Integration in andere Medienkanäle) große Synergieeffekte ermöglichen kann, jedoch auch das Risiko von Nutzerprotesten birgt.
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