Bachelorarbeit, 2021
60 Seiten, Note: 1,3
1. EINFÜHRUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND KONZEPTE
2.1 Tourismus
2.1.1 Tourismusformen- und arten
2.1.2 Tourismus in Entwicklungsländern
2.1.3 Auswirkungen des Tourismus
2.2 Sextourismus
2.2.1 Formen des Sextourismus
2.2.2 Formen der Prostitution
2.2.3 Arten von Sextouristen
2.3 Entwicklung der Prostitution in Thailand
2.4 Ursachen und Auswirkungen des Sextourismus in Thailand
2.5 System der Ethik
2.5.1 Ethik
2.5.2 Moral
2.5.3 Normen und Werte
2.6 Sexualität aus moralischer und psychologischer Sicht
2.6.1 anthropologischer Ansatz
2.6.2 psychoanalytisch-triebtheoretischer Ansatz
2.6.3 kognitiver Ansatz
2.6.4 humanistischer Ansatz
2.7 Sexualmoral
2.7.1 kulturelle Unterschiede in der Sexualmoral
2.7.2 Doppelmoral
2.8 Kultur
2.8.1 kulturelle Programmierung
2.8.2 Werte als Kern der Kultur
2.8.3 Zwiebelmodell der Kultur
2.9 Formulierung der Forschungshypothesen
3. DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG
3.1 Die thailändische Kultur
3.1.1 Buddhismus in Thailand
3.1.2 Modell zur thailändischen Kultur
3.1.3 Konflikte mit dem Wertesystem und dem Sextourismus
3.2 Gesellschaftlicher Leistungsdruck
3.3 Prostitution als Verwaltungsproblem
3.3.1 Theoretische Grundlagen der Studie
3.3.2 Forschungsergebnis
3.3.3 Adaption auf Thailand
3.4 Der Staat als Zuhälter
4. ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNG
4.1 Erste Forschungshypothese
4.2 Zweite Forschungshypothese
4.3 Dritte Forschungshypothese
4.4 Vierte Forschungshypothese
5. KRITIK
6. FAZIT
Diese Arbeit zielt darauf ab, die komplexen Hintergründe und das Wachstum der Sextourismusbranche in Thailand zu analysieren, wobei sowohl die religiös-konservative Gesellschaftsstruktur als auch das ambivalente Verhalten der Regierung beleuchtet werden, um Opfern und Tätern eine Stimme zu geben sowie moralische und wirtschaftliche Konflikte wie Korruption aufzudecken.
3.1.2 Modell zur thailändischen Kultur
Zu den Grundannahmen und Werten gehört die buddhistische Lehre. Sie spiegelt sich nicht nur wie im vorherigen Kapitel beschrieben im Alltag wider, sondern auch in der Nationalflagge. Die blau-weiß-rote Flagge symbolisiert das Volk (Rot), den Buddhismus (Weiß) und die Monarchie (Blau). Da ungefähr 95 Prozent der thailändischen Bevölkerung dem Buddhismus angehören, ist sie grundlegend für die Lebenseinstellung. Der Kreislauf der Wiedergeburten ist ein zentraler Bestandteil im buddhistischen Glauben, dessen Erlösung das Nirwana ist. Demnach wird oftmals das eigene Schicksal akzeptiert, da das eigene Verhalten im früheren Leben ausschlaggebend dafür ist. Diese Einstellung zieht sich wie ein roter Faden im Verhaltensmuster fort. Aus diesem Grund ist ein Bestandteil im Wertesystem die Konfliktvermeidung, da nicht dem Hass, der Gier und den Trieben nachgegangen werden soll. Nach dem Edlen Achtfachen Pfad muss höchste Achtsamkeit und recht gehandelt und geredet werden, weswegen die Thailänder zur Selbstbeherrschung und Kontrolle erzogen werden.
Daraus etablierte sich die Sitte nach sozialer Harmonie und Respekt zu einander, besonders vor älteren Mitmenschen. Vom Kindesalter an werden die Thailänder dazu erzogen, Personen mit höherem Alter sowie beruflichen und gesellschaftlichen Rang Respekt zu erweisen. Dazu zählen beispielsweise Eltern, ältere Familienmitglieder, Mönche, Lehrer oder Mitglieder der königlichen Familie. Das hierarchische Denken hat sich nicht nur in den Sitten sondern auch in der Sprache etabliert. In der thailändischen Sprache kann mittels unterschiedlicher Fürwörter für „ich“, „du“ oder „er“ signalisiert werden, ob der Gegenüber als höher-, gleich oder tiefergestellt angesehen wird. Auch die Gruß- und Dankform der gefalteten Hände symbolisiert die Ehrerbietung. Da nach dem Prinzip der Wiedergeburten diejenigen Menschen mit einer hohen gesellschaftlichen Stellung diese sich im früheren Leben erarbeitet haben, müssen sie respektiert und geehrt werden.
1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung führt in das weltweite Tourismusphänomen ein und fokussiert auf Thailand, um die Hintergründe des verpönten Sextourismus wissenschaftlich zu beleuchten.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND KONZEPTE: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe des Tourismus, des Sextourismus, der Ethik und der kulturellen Programmierung als Basis für die weitere Untersuchung.
3. DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG: Hier werden die thailändische Kultur unter dem Aspekt des Buddhismus, der gesellschaftliche Leistungsdruck sowie die Prostitution als Verwaltungsproblem detailliert analysiert.
4. ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNG: In diesem Kapitel werden die Hypothesen anhand der durchgeführten Analysen ausgewertet und die Rolle des Staates kritisch bewertet.
5. KRITIK: Eine methodische Reflexion, die die Komplexität der Thematik verdeutlicht und aufzeigt, welche Perspektiven für eine tiefere Analyse sinnvoll wären.
6. FAZIT: Eine abschließende Zusammenfassung, die die Untätigkeit der Regierung sowie die Opferrolle der Frauen in den Vordergrund stellt.
Sextourismus, Thailand, Prostitution, Buddhismus, Moral, Ethik, Korruption, Gesellschaft, Kultur, Menschenhandel, Leistungsdruck, Verwaltungsproblem, Sozialethik, Touristen, Entwicklungsländer
Die Arbeit untersucht das Phänomen Sextourismus in Thailand vor dem Hintergrund kultureller, moralischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Zentral sind der Einfluss des Buddhismus auf die Sexualmoral, die Rolle des Staates, wirtschaftlicher Leistungsdruck und die Diskrepanz zwischen Gesetz und gelebter Realität.
Ziel ist es, die Branche in all ihren Facetten zu analysieren, Opfern sowie der Gesellschaft eine Stimme zu geben und die Hintergründe für das Wachstum des Sextourismus zu verstehen.
Die Arbeit nutzt theoretische Modelle (wie die von Hofstede), volkswirtschaftliche Studien und eine Analyse der soziokulturellen und staatlichen Strukturen in Thailand.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Durchführung der Untersuchung – inklusive kultureller Modellierung und Verwaltungsproblematik – sowie die Auswertung der aufgestellten Forschungshypothesen.
Sextourismus, Thailand, Moral, Korruption, Buddhismus und gesellschaftlicher Leistungsdruck sind die prägenden Begriffe.
Es dient dazu, die kulturellen Strukturen Thailands tiefgreifend zu verstehen und die Diskrepanz zwischen sichtbaren Praktiken und tief verwurzelten Werten zu verdeutlichen.
Der Staat wird kritisiert, weil er trotz gesetzlicher Verbote vom Sextourismus profitiert, Korruption duldet und die Problematik aus wirtschaftlichen Gründen eher verheimlicht als bekämpft.
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