Examensarbeit, 2020
112 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 Motivation und Themenfindung
1.2 Aufbau und Gliederung
1.3 Anmerkungen
1.3.1 Anmerkung: Zitierweise
1.3.2 Anmerkung: Gendering
1.3.3 Anmerkung: Zum Begriff des „Bildungsplans“
2 DIE BEDEUTUNG JESU IN DEN SCHRIFTEN DER BAHAI-RELIGION UNTER BERÜCKSICHTIGUNG SOZIOKULTURELLER BEDINGUNGEN
2.1 Jesus in den Schriften der Religionsstifter
2.1.1 Siyyid Ali Muhammad, genannt der Bab (*1819 - †1850)
2.1.2 Mirza Husain Al Muri, genannt Baha’u’llah (*1817 - †1892)
2.2 Jesus in den Schriften der Gemeindeführer
2.2.1 Abbas Effendi, genannt ʿAbdul-Baha (*1844 - †1921)
2.2.2 Shoghi Effendi, „Hüter des Bahai-Glaubens“ (*1898 – †1957)
2.3 Jesus in den Schriften des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
3 DIE KOSMOLOGISCHE VORSTELLUNG DER BAHAI UND DIE DARIN ENTHALTENE BEDEUTUNG JESU
3.1 Das Drei-Welten-Modell
3.2 Die Welt Gottes
3.2.1 Die Einheit Gottes
3.2.2 Die Seinsebenen Gottes – Hahut und Lahut
3.3 Die Welt der Schöpfung
3.3.1 Die Einheit der Menschheit in ihrer Vielfalt
3.3.2 Die Seinsebenen der Schöpfung – Malakut und Nasut
3.4 Die Welt der Propheten
3.4.1 Die Einheit der Religionen
3.4.2 Die Seinsebene der Propheten – Jabarut
3.5 Die Notwendigkeit einer fortschreitenden Offenbarung
3.5.1 Der sich immer erneuernde Kreislauf
3.5.2 Gottesoffenbarungen in Zyklen
4 BEDEUTUNG DER VERHEISSUNG UND ABLEHNUNG SOWIE ZEUGUNG UND GEBURT JESU AUS SICHT DER BAHAI
4.1 Die Verheißung Jesu und die Ablehnung der Juden
4.1.1 Die Verheißung Jesu
4.1.2 Die Ablehnung Jesu durch die Juden
4.2 Die Zeugung und Geburt Jesu
4.2.1 Maria und die Verkündigung ihres Sohnes Jesu
4.2.2 Zeugung und Geburt Jesu
5 DIE BEDEUTUNG DES LEBENS UND WIRKENS JESU SOWIE DESSEN ETHIK UND LEHRE AUS SICHT DER BAHAI
5.1 Das Leben und Wirken Jesu
5.1.1 Die Taufe Jesu im Jordan
5.1.2 Die Jünger Jesu
5.1.3 Die Wunder Jesu
5.1.4 Die Gegner Jesu
5.2 Die Lehre und Ethik Jesu
5.2.1 Ausdrucksweise und Kernelemente der Lehre Jesu
5.2.2 Die Nächstenliebe Jesu - Liebe zur Menschheit und Feindesliebe
5.2.3 Die Gotteslehre Jesu
5.2.4 Die Lehre vom Leben und vom wahren Leben
6 DIE BEDEUTUNG DER PASSIONSGESCHICHTE JESU AUS SICHT DER BAHAI
6.1 Das letzte Abendmahl, der Verrat und die Gefangennahme
6.1.1 Das letzte Abendmahl
6.1.2 Der Verrat durch Judas sowie die Gefangennahme Jesu
6.2 Der Prozess gegen Jesu und das Sterben am Kreuz
6.2.1 Der Prozess und die Kreuzigung
6.2.2 Die Bedeutung der Kreuzigung
6.3 Himmelfahrt und Auferstehung Jesu
7 DIE BEDEUTUNG DER NACHFOLGE, ANKÜNDIGUNG UND WIEDERKUNFT JESU AUS SICHT DER BAHAI
7.1 Die Nachfolge Jesu
7.2 Die Ankündigung Jesu
7.3 Die Verheißung des Trösters
8 DIE BAHIA-CHRISTOLOGIE - EINE ZUSAMMENFASSUNG
9 SCHULISCHE BEZUGSNAHMEN
9.1 Interreligiöses Lernen – Aktualität und neueste religionspädagogische Ansätze
9.2 Verortung des Lerngegenstands innerhalb des Bildungsplans
9.3 Der interreligiöse Dialog als zentrales Element des interreligiösen Lernens
9.4 Die Bedeutung des interreligiösen Dialogs aus Sicht der katholischen Kirche
9.5 Grundzüge einer Unterrichtseinheit in der Klassenstufe 9
9.5.1 Didaktische Begründung
9.5.2 Voraussetzungen des Unterrichtgeschehens
9.5.3 Ziele der Unterrichtsstunde
9.5.4 Begrüßung und Themenstellung (Dauer: 5 Minuten)
9.5.5 Sensibilisierungsphase (Dauer: 10 Minuten)
9.5.6 Erarbeitungsphase I und Sicherung I (Dauer: 25 Minuten)
9.5.7 Erarbeitungsphase II und Sicherung II (Dauer: 35 Minuten)
9.5.8 Sicherung III (Dauer: 15 Minuten)
9.5.9 Ausblick und weiterführende Gedanken zum Lerngegenstand
10 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung Jesu innerhalb des Bahai-Glaubens, sowohl aus theologischer als auch aus didaktischer Perspektive. Dabei wird erforscht, wie das Jesusbild durch die Bahai-Autoritäten und deren soziokulturellen Kontext definiert wurde, und wie diese Lehren als Grundlage für einen konstruktiven, interreligiösen Dialog im schulischen Kontext der katholischen Religionslehre genutzt werden können.
Die Bedeutung Jesu in den Schriften der Bahai-Religion unter Berücksichtigung soziokultureller Bedingungen
Im Zentrum des Kapitels 2 stehen neben den Schriften der beiden Religionsstifter auch die der darauffolgenden Gemeindeführer sowie die des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, welches heutzutage die höchste Instanz der Religionsgemeinschaft des Bahaitums darstellt und ihren Sitz im israelischen Haifa hat. Anders als in den meisten anderen Religionen sind im Glauben der Bahai lediglich die genannten Autoritäten zur verbindlichen Schriftauslegung berechtigt, weshalb es bei den Bahai auch keine Priester, Bischöfe oder Kardinäle gibt (Towfigh, 2007, S.18 & S.48). Hierbei muss angemerkt werden, dass sich das Jesusbild im Laufe der Entstehungsgeschichte des Bahaitums stetig erweitert hat, wie auch die folgenden Kapitel darstellen werden. Dabei waren es nicht nur die biblischen und koranischen Schriften sowie die soziokulturellen Gegebenheiten der damaligen Zeit, welche die Bedeutung Jesu für die Bahai nachhaltig geprägt haben, sondern auch die Biographien der jeweiligen Würdenträger.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Motivation für die Themenwahl und legt den strukturellen Aufbau sowie die methodischen Anmerkungen der Arbeit dar.
2 DIE BEDEUTUNG JESU IN DEN SCHRIFTEN DER BAHAI-RELIGION UNTER BERÜCKSICHTIGUNG SOZIOKULTURELLER BEDINGUNGEN: Es wird die Entwicklung des Jesusbildes durch die Schriften der Religionsstifter und Gemeindeführer unter Einbeziehung biographischer und soziokultureller Faktoren analysiert.
3 DIE KOSMOLOGISCHE VORSTELLUNG DER BAHAI UND DIE DARIN ENTHALTENE BEDEUTUNG JESU: Dieses Kapitel stellt das Drei-Welten-Modell sowie die Seinsebenen der Kosmologie dar, um das theologische Fundament für das Verständnis Jesu in Bahai-Sicht zu legen.
4 BEDEUTUNG DER VERHEISSUNG UND ABLEHNUNG SOWIE ZEUGUNG UND GEBURT JESU AUS SICHT DER BAHAI: Hier werden die Verheißung des Messias, die Ablehnung durch die jüdische Bevölkerung sowie die Zeugung und Geburt Christi aus Bahai-Perspektive behandelt.
5 DIE BEDEUTUNG DES LEBENS UND WIRKENS JESU SOWIE DESSEN ETHIK UND LEHRE AUS SICHT DER BAHAI: Der Fokus liegt auf der Analyse der kirchlich relevanten Stationen des Wirkens Jesu sowie der theologischen Einordnung seiner Ethik und Lehren.
6 DIE BEDEUTUNG DER PASSIONSGESCHICHTE JESU AUS SICHT DER BAHAI: Dieses Kapitel erörtert die Passionsgeschichte, beginnend beim letzten Abendmahl bis hin zur Auferstehung und Himmelfahrt Jesu, jeweils in der Interpretation des Bahai-Glaubens.
7 DIE BEDEUTUNG DER NACHFOLGE, ANKÜNDIGUNG UND WIEDERKUNFT JESU AUS SICHT DER BAHAI: Es wird untersucht, wie die Nachfolge Jesu und die Ankündigung einer künftigen Manifestation (die Wiederkunft Christi) die Lehren der Bahai begründen.
8 DIE BAHIA-CHRISTOLOGIE - EINE ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse über das Jesusbild des Bahai-Glaubens zusammen und vergleicht diese mit christlichen Positionen.
9 SCHULISCHE BEZUGSNAHMEN: Hierbei wird die didaktische Relevanz der Thematik für den katholischen Religionsunterricht in der Sekundarstufe 1 erläutert.
10 FAZIT: Das Kapitel bietet eine abschließende Synthese der Analyse sowie einen Ausblick auf die Bedeutung der Arbeit für das interreligiöse Lernen.
Bahaitum, Jesus, fortschreitende Offenbarung, Baha’u’llah, ʿAbdul-Baha, interreligiöses Lernen, dreiteiliges Weltenmodell, Manifestation Gottes, Reich Gottes, christlich-bahai-Dialog, Religionspädagogik, Trinität, Weltreligion, religiöser Pluralismus.
Die Arbeit untersucht das Jesusbild im Bahai-Glauben unter Berücksichtigung theologischer Schriften und der fortschreitenden Offenbarung.
Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung Jesu in den Bahai-Schriften, die kosmologische Einordnung des Jesusbildes sowie die didaktische Anwendbarkeit für den interreligiösen Dialog.
Das primäre Ziel ist es, aus Sicht der Bahai die Bedeutung Jesu herauszuarbeiten und deren didaktisches Potenzial für den katholischen Religionsunterricht in der Sekundarstufe 1 aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der Schriften der Bahai-Autoritäten (Stifter und Gemeindeführer) sowie relevanter Sekundärliteratur und setzt diese in Bezug zu aktuellen religionspädagogischen Ansätzen.
Der Hauptteil analysiert schrittweise das Jesusbild: von dessen historischen und biografischen Kontexten in den Bahai-Schriften über die kosmologische Fundierung bis hin zu speziellen Ereignissen wie Geburt, Lehre, Passion und Auferstehung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Baha’u’llah, Interreligiöses Lernen, Fortschreitende Offenbarung und Manifestation Gottes definiert, die das theologische Gerüst bilden.
Während beide Religionen die Bedeutung des Opfers Jesu anerkennen, lehnen Bahai eine leibliche Auferstehung ab und deuten das Geschehen primär als geistig-symbolischen Sieg und Vollendung des göttlichen Heilsplans.
Der Autor argumentiert, dass eine "Didaktik der Weltreligionen", die nur Trennendes betont, unzureichend für eine zunehmend pluralistische Gesellschaft ist; der Dialog auf Basis des Bahai-Verständnisses bietet hingegen eine Brücke zu anderen Glaubenssystemen.
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