Masterarbeit, 2022
51 Seiten, Note: 5.0
1 Einleitung – Thema und Problemstellung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Thesen
1.4 Wissenslücke und Forschungsfrage
2 Existierende Literatur
2.1 Verrechnungspreis als Instrument zur Gewinnverschiebung
2.2 Fremdvergleichsgrundsatz und dessen Anwendung
2.3 Methoden der Verrechnungspreise
2.3.1 Preisvergleichsmethode
2.3.2 Wiederverkaufspreismethode
2.3.3 Kostenaufschlagmethode
2.3.4 Transaktionsbezogene Nettomargenmethode
2.3.5 Gewinnaufteilungsmethode
2.3.6 Gewinnberichtigungsmethode
2.3.7 Geeignete Methode für Preisfestlegung
2.4 Verrechnungsarten
2.5 Advance Pricing Agreement
2.6 Betriebsprüfung der gesellschafts- und länderübergreifenden Transaktionen
2.7 Verrechnungspreisdokumentation
2.8 Beteiligte Gesellschaften und deren Charakter
2.9 Gesetze, Vorschriften und deren steuerliche Folgen
2.9.1 Schweiz
2.9.1.1 Relevante Verweise auf Verrechnungspreise
2.9.1.2 OECD-Leitsätze, BEPS 13 und Country-by-Country-Reporting
2.9.1.3 Verrechnungspreisstrafen
2.9.1.4 Falsche Angaben, Unterlassungen, Strafen und Bussgelder
2.9.2 Kanada
2.9.2.1 Relevante Verweise auf Verrechnungspreise
2.9.2.2 OECD-Leitsätze, BEPS 13 und Country-by-Country-Reporting
2.9.2.3 Verrechnungspreisstrafen
2.9.2.4 Falsche Angaben, Unterlassungen, Strafen und Bussgelder
2.9.3 Malaysia
2.9.3.1 Relevante Verweise auf Verrechnungspreise
2.9.3.2 OECD-Leitsätze, BEPS 13 und Country-by-Country-Reporting
2.9.3.3 Verrechnungspreisstrafen
2.9.3.4 Falsche Angaben, Unterlassungen, Strafen und Bussgelder
2.10 Gerichtliche Urteile
2.11 Fazit und rechtliche Auseinandersetzung
3 Methodik und Vorgehensweise
3.1 Forschungsdesign
3.2 Population
3.3 Zeitlicher Umfang und Studiendauer
3.4 Abgrenzung
3.5 Probenabnahme
3.6 Untersuchungsmethode mit Begründung
4 Analyse der Kostenstruktur und Umsetzungsvorschlag mit Begründung
4.1 Analyse der Kostenarten
4.1.1 IT-Support-Kosten
4.2 Begründung der Verrechnungspreise
5 Relevanz des Forschungsvorhabens
6 Gesamtfazit
6.1 Fazit und Thesenbestätigung
6.2 Empfehlungen
6.3 Zielerreichung
6.4 Ausblick und weiteres Forschungspotential
Die Arbeit untersucht ein Konzept zur Festlegung konzerninterner Verrechnungspreise für IT-Dienstleistungen zwischen Gesellschaften in der Schweiz, Malaysia und Kanada. Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das sowohl dem Fremdvergleichsgrundsatz entspricht als auch steuerrechtlich sicher ist, um Gewinnverschiebungen und steuerliche Sanktionen zu vermeiden.
2.1 Verrechnungspreis als Instrument zur Gewinnverschiebung
Durch die Festsetzung von zu hohen oder zu niedrigen Preisen sowie durch kostenlose Lieferungen oder Leistungen können verbundene Gesellschaften innerhalb eines Konzerns ein zwischenstaatliches Steuergefälle nutzen, um in demjenigen Land mit der niedrigsten Besteuerung die Gewinne auszuweisen.
Denkbar ist auch, dass die Verlagerung im umgekehrten Fall genutzt wird, indem Verlagerungen deshalb stattfinden, um frühere steuerliche Verlustvorträge in Hochsteuerländern geltend machen zu können. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn das dort ansässige Konzernunternehmen keine Gewinne ausweist, mit denen eine Verrechnung von Verlusten möglich wäre. Die eher indirekte Form der Gewinnverschiebung ist dann gegeben, wenn ein verbundenes Unternehmen auf ein Geschäft verzichtet, um einem mit dem anderen Konzernunternehmen die Möglichkeit zu geben, aus diesem Geschäft Gewinn zu erzielen.
Es kann davon ausgegangen werden, dass Flexible Lösungen bei der Anwendung von Verrechnungspreisen allein aus Steuermotiven zur Gewinnverlagerung eingesetzt werden. Diese Art von Verrechnungspreisgestaltung wird von den Finanzverwaltungen kritisch beurteilt, da sie zu einer Reduktion der Besteuerungsgrundlage führt. Der Gesetzgeber versucht deshalb, die Verlagerungen von Gewinnen ins Ausland im Rahmen der vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten einzuschränken oder wenn möglich vollständig zu unterbinden.
1 Einleitung – Thema und Problemstellung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung, steckt die Forschungsziele ab und definiert die Thesen zur Problematik überhöhter Verrechnungspreise.
2 Existierende Literatur: Hier werden theoretische Grundlagen zu Verrechnungspreisen, der Fremdvergleichsgrundsatz, verschiedene Methoden und die spezifischen gesetzlichen Bestimmungen der untersuchten Länder dargestellt.
3 Methodik und Vorgehensweise: In diesem Kapitel wird das Forschungsdesign festgelegt, die Population definiert, die Abgrenzung vorgenommen und der Einsatz der Untersuchungsmethode begründet.
4 Analyse der Kostenstruktur und Umsetzungsvorschlag mit Begründung: Es erfolgt die Analyse der direkten Kosten für IT-Dienstleistungen sowie die Erarbeitung und Begründung eines konkreten Umsetzungsvorschlags für die Preisverrechnung.
5 Relevanz des Forschungsvorhabens: Das Kapitel erläutert die Bedeutung einer korrekten Verrechnungspreispolitik zur Vermeidung steuerlicher Risiken und unnötiger Sanktionen.
6 Gesamtfazit: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst, die aufgestellten Thesen bestätigt, Empfehlungen ausgesprochen und ein Ausblick auf weiteres Forschungspotential gegeben.
Verrechnungspreise, Fremdvergleichsgrundsatz, Gewinnverschiebung, Steuerrecht, IT-Dienstleistungen, Kostenumlage, Steuerbehörden, Dokumentationspflicht, Betriebsprüfung, OECD-Leitsätze, Gewinnberichtigung, Steuersanktionen, Schweiz, Kanada, Malaysia.
Die Arbeit befasst sich mit der Evaluation und Strukturierung von konzerninternen Verrechnungspreisen für IT-Dienstleistungen zwischen Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Fremdvergleichsgrundsatz, den Methoden der Kostenverteilung, den steuerrechtlichen Anforderungen der Schweiz, Kanadas und Malaysias sowie der Beweissicherung durch Dokumentation.
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Konzepts zur rechnerischen und steuergesetzeskonformen Ermittlung und Weiterverrechnung von IT-Leistungskosten innerhalb des Konzerns.
Es wurde ein analytisch-deskriptiver Ansatz mit vergleichender Datenanalyse (Benchmarking) und Auswertung existierender Literatur sowie Rechtsprechung gewählt.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Kostenstruktur, der Herleitung der Verrechnungssätze und der Begründung dieser Preise gegenüber nationalen Steuerbehörden.
Zentrale Begriffe sind Verrechnungspreise, Fremdvergleichsgrundsatz, Steuercompliance, Gewinnverschiebung und internationale Besteuerung.
Weil die Eigner massgeblich auf die Gestaltung der Preise einwirken, besteht ein hohes Risiko für steuerliche Sanktionen und Auseinandersetzungen bei dividendenzahlungen oder verdeckten Gewinnausschüttungen.
Die Herausforderung liegt darin, dass IT-Dienstleistungen hochspezifisch sind, was den Drittvergleich erschwert und daher eine besonders stichhaltige Dokumentation und Argumentation erfordert.
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