Masterarbeit, 2022
79 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Die Bedeutung der Erholung
2.1.1 Psychological Detachment
2.1.2 Erholungszeit
2.1.3 Freizeit als Zeitraum für Erholung
2.1.4 Zusammenwirken von Arbeit und Privatleben
2.2 Zusammenhang zwischen Erholung und Psychological Detachment
2.3 Belastung und Beanspruchung
2.3.1 Psychische Beanspruchung am Arbeitsplatz
2.3.2 Stress am Arbeitsplatz
2.3.3 Mögliche Beanspruchungsfolgen
2.4 Zusammenhang zwischen Beanspruchung und Psychological Detachment
2.5 Fragestellung und Hypothesen
3. Methodik
3.1 Forschungsdesign
3.2 Messinstrument
3.2.1 Aufbau des Online-Fragebogens
3.2.2 Prüfung und Pretest des Messinstrumentes
3.3 Datenerhebung
3.4 Datenaufbereitung
3.5 Datenauswertung
4. Ergebnisse
4.1 Beschreibung der Stichprobe
4.2 Überprüfung der Reliabilität
4.3 Deskriptive Statistik
4.4 Statistische Auswertung der Hypothesen
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.2 Stärken und Limitationen
6. Ausblick
Die Master-Thesis analysiert die Rolle des Psychological Detachment (mentales Abschalten von der Arbeit) als entscheidenden Faktor für die Erholung und psychische Gesundheit von Beschäftigten in einer zunehmend arbeitsintensiven und entgrenzten Arbeitswelt. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie verschiedene arbeitsbezogene Beanspruchungen, das Arbeitsengagement und die Work-Life-Balance den Erholungsprozess beeinflussen.
2.1.1 Psychological Detachment
Die Distanzierung von der Arbeit stellt einen wichtigen Faktor für Erholung, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden dar (Steffen & Externbrink, 2017). Nachgehend werden die Begriffe und Konstrukte erläutert, die im Zusammenhang mit dem Psychological Detachment stehen. Der Begriff Detachment wurde ursprünglich als „individual’s sense of being away from the work situation“ bezeichnet (Etzion, Eden & Lapidot-Raz, 1998). Übersetzt entspricht dies dem individuellen Gefühl von der Arbeitssituation entfernt zu sein. Es bezeichnet dabei sowohl das physische als auch das mentale Distanzieren von der Arbeit (Wendsche & Lohmann-Haislah, 2016). Dabei ist die physische Distanzierung als das Nichtausführen von Arbeitstätigkeiten gemeint. Das mentale Distanzieren dagegen beruht auf der Abwesenheit von arbeitsbezogenen Gedanken, also gedanklich vollkommen entfernt von der Arbeit zu sein. Darüber hinaus werden Zustände des Nichttuns sowie nichtarbeitsbezogene Tätigkeiten, zum Beispiel während der Erholungszeit, gemeint. Detachment ist ein psychologischer Erholungsprozess, der die Verbindung zwischen den Arbeitsanforderungen und Beanspruchungsfolgen darstellt (Wendsche & Lohmann-Haislah, 2017). Die Faktoren von mentalem Abschalten von der Arbeit sind bisweilen nur unzureichend untersucht worden, vor allem in Bezug auf das direkte Arbeitsumfeld (Steffen & Externbrink, 2017). Im Jahr 1990 kamen Etzion, Eden & Lapidot zu der grundlegenden Annahme, dass Stress während der Arbeit auftritt und Beanspruchungen zur Folge hat. Hauptaugenmerk wurde in dieser Annahme darauf gerichtet, wie und unter welchen Voraussetzungen sich Menschen außerhalb der Arbeit erholen (Etzion, Eden & Lapidot, 1998). Weiter postulierte die Conservation-of-Resources-Theorie von Hobfoll (1989), dass jeder Mensch eine gewisse Menge an psychischen sowie physischen Ressourcen zur Verfügung hat, um Beanspruchungen und Stress entgegenzuwirken. In der arbeitsfreien Zeit können Ressourcen wieder für eine neue Beanspruchung aufgebaut werden.
1. Einleitung: Beschreibt das Problem der zunehmenden Arbeitsintensität und Entgrenzung, das die Erholung erschwert und verdeutlicht die Relevanz des mentalen Abschaltens.
2. Theorie: Definiert zentrale Konzepte wie Erholung, Psychological Detachment, Arbeitsbeanspruchung und Stress, wobei Modelle wie das Effort-Recovery-Modell zur Erläuterung herangezogen werden.
3. Methodik: Erläutert das quantitative Forschungsdesign, die Erhebung mittels Online-Fragebogen sowie die statistische Datenaufbereitung und -auswertung.
4. Ergebnisse: Präsentiert die deskriptiven Daten der Stichprobe sowie die statistische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels Korrelations- und Regressionsanalysen.
5. Diskussion: Interpretiert die Forschungsergebnisse, vergleicht sie mit bestehender Literatur und reflektiert die Stärken und Limitationen der gewählten Methode.
6. Ausblick: Thematisiert die praktische Relevanz der gewonnenen Erkenntnisse und formuliert Empfehlungen für künftige Forschung und betriebliche Maßnahmen.
Psychological Detachment, Erholung, Arbeitsbeanspruchung, Stress am Arbeitsplatz, Work-Life-Balance, Mentale Gesundheit, Arbeitsengagement, Erholungszeit, Ressourcen, Effort-Recovery-Modell, Wohlbefinden, Quantitative Analyse, Beschäftigte.
Der Kern der Arbeit ist die Untersuchung der Rolle von „Psychological Detachment“, also der mentalen Distanzierung von der Arbeit in der Freizeit, als Bindeglied zwischen Arbeitsanforderungen und psychischem Wohlbefinden.
Die Themen umfassen die Bedeutung von Erholungszeiten, die Differenzierung zwischen funktionaler und dysfunktionaler Beanspruchung sowie den Einfluss von Work-Life-Balance und Arbeitsengagement auf das Abschalten.
Ziel ist es zu klären, inwiefern das mentale Abschalten von der Arbeit im Kontext von Beanspruchung und Erholung eine Rolle spielt und welche weiteren Variablen diesen Zusammenhang beeinflussen.
Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie durchgeführt, bei der eine Stichprobe von 96 berufstätigen Personen mittels eines Online-Fragebogens befragt wurde.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der theoretischen Herleitung, der methodischen Umsetzung sowie der Analyse und Diskussion der Hypothesen zur Beziehung zwischen mentalem Abschalten, Gesundheit und Arbeitsbedingungen.
Besonders prägend sind Psychological Detachment, Erholungsforschung, Beanspruchungsoptimierung, Work-Life-Balance und psychisches Wohlbefinden.
Die Arbeit zeigt, dass eine ausgeprägte Work-Life-Balance entscheidend zur Reduzierung von emotionaler Erschöpfung beiträgt und somit eine wichtige Ressource für die mentale Gesundheit darstellt.
Es wird deutlich, dass Unternehmen aktiv Rahmenbedingungen schaffen sollten, um das Abschalten der Mitarbeiter zu fördern, etwa durch gezielte Zeitbegrenzungen für die Kommunikation nach Feierabend.
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