Forschungsarbeit, 2010
113 Seiten
1. Theoretische Grundlagen zum Konzept der „Grammatik“
1.1 Versuch einer Definition des Begriffs „Grammatik“
1.2 Grammatikbeschreibungsmodelle
1.2.1 Traditionelle Grammatik (TG)
1.2.2 Dependenz-Valenzgrammatik ( DVG)
1.2.3 Konstituentenstrukturgrammatik ( KSG)
1.2.4 Generative Transformationsgrammatik (GTG)
1.2.5 Didaktisch-pädagogische Grammatik
1.2.6 Kommunikative Grammatik ( KG) und der kommunikative Ansatz
1.3 Grammatik und neue Unterrichtsmittel
1.3.1 Auditive Medien
1.3.2 Visuelle Medien
1.3.3 Audiovisuelle Medien
1.3.4 Elektronische Medien
1.4 Grammatik und Nachbardisziplinen
1.4.1 Lexikologie
1.4.2 Wortbildung
1.4.3 Wortschatz
1.4.4 Phonetik
1.5 Präsentation der Grammatikübungsformen in den Methoden des Fremdsprachenunterrichts
1.5.1 Grammatikübersetzungsmethode (GÜM)
1.5.2 Direkte Methode (DM)
1.5.3 Audiolinguale und audiovisuelle Methode (ALM/ AVM)
1.5.4 Vermittelnde Methode (VM)
1.5.5 Kommunikative Methode (KM) und der pragmatisch- kommunikative Ansatz (PKA)
1.6 Sozialformen in den Grammatikübungsformen
1.6.1 Frontalunterricht
1.6.2 Einzelarbeit
1.6.3 Partnerarbeit
1.6.4 Gruppenarbeit
1.7 Zum Verhältnis zwischen dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen, Grammatik und Lehrwerk
1.7.1 Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen
1.7.2 Versuch einer Definition des Begriffs „Lehrwerk“
1.7.3 Faktoren, die die Gestaltung von Lehrwerken beeinflussen
1.7.4 Merkmale und Charakteristika von modernen Lehrwerken
1.7.5 Steuerungsfunktionen des Lehrwerks
1.7.6 Zur Beziehung zwischen Lehrwerk und Lehrplan
1.7.7 Zur Interdependenz von Lehrerhandbuch und Lehrwerk
1.7.8 Lehrwerkanalyse, -kritik und -begutachtung
1.7.9 Zum Verhältnis zwischen Lehrwerk und Grammatik
1.8 Zusammenfassung
2. Zur Analyse ausgewählter DaF-Lehrwerke
2.1 Darstellung der Analysekriterien
2.2 Zur Analyse des Lehrwerks OPTIMAL A1
2.2.1 Vorstellung und Analyse des Lehrwerks OPTIMAL A1
2.2.2 Ergebnisse und Auswertung des Lehrwerks OPTIMAL A1
2.3 Zur Analyse des Lehrwerks Wir B1
2.3.1 Vorstellung und Analyse des Lehrwerks Wir B1
2.3.2 Ergebnisse und Auswertung des Lehrwerks Wir B1
2.4 Analyse und Auswertung der schriftlichen Erhebung
2.5 Zusammenfassung
Zusammenfassung der Arbeit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Präsentation von Grammatikübungsformen in DaF-Lehrwerken, die auf den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GERR) ausgerichtet sind, um deren Beitrag zur Entwicklung kommunikativer Kompetenzen zu analysieren.
1.2.1 Die Traditionelle Grammatik
Die Traditionelle Grammatik (TG)bedeutet auf Englisch „Schul grammar“. Es richtet sich nach dem Lateinischen. Dabei ging SCHÖNINGH davon aus, dass „das Grammatiksystem von dem Philosophen PROTAGORAS (480-415) und von PLATO (429-347) vor Chr. auf die Grammatik bezogen wurde.“ Die TG legt den Akzent vor allem auf lateinische Begriffe, deshalb führen HUFEISEN und NEUNER aus, dass dieses Alte auf der Basis des Lateinischen entsteht, und deshalb auch vorrangig lateinische Begriffe verwendet. Es geht von einzelnen komplexen Prädikationen aus und untersucht sie auf ihre Beschaffenheit (Kasus, Numerus, Genus) und ihre Stellung im Satz. Für Europäische Sprachen umfasst dabei die TG die Wortarten wie Subjekt, Verb, Adjektiv, Adverb, die Deklination und die Konjugation der schwachen und starken Verben.
Sie betrifft darüber hinaus Konjunktionen, Präpositionen und die Wortbildung. Bei der TG sind die grammatischen Regeln nicht ausführlich und die grammatische Erklärung verlangt zeitparallel die synchronischen und diachronischen Tatbestände. Es ist anzumerken, dass die Zielsetzung der TG normativ bezeichnet werden kann. Außerdem erkennt die TG aber auch Nachteile. Sie nimmt ihre Regeln aus der Schriftsprache und legt sie als Normenfest. Ein anderer Nachteil besteht in den Grammatikkategorien.
1. Theoretische Grundlagen zum Konzept der „Grammatik“: Dieses Kapitel definiert den Begriff Grammatik, stellt verschiedene linguistische Grammatikmodelle vor und erläutert deren Rolle im Kontext von Fremdsprachenunterricht und neuen Medien.
2. Zur Analyse ausgewählter DaF-Lehrwerke: Dieses Kapitel behandelt die empirische Untersuchung von zwei Lehrwerken, wobei Lehrmaterialien auf Basis spezifischer Kriterien unter dem Aspekt der Grammatikübungen analysiert und evaluiert werden.
Grammatikübungen, DaF-Lehrwerke, Fremdsprachendidaktik, Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen, Sprachkompetenz, Grammatikmodelle, Unterrichtsmedien, Lernergrammatik, kommunikativer Ansatz, Sprachfertigkeiten, Lehrwerkanalyse, Grammatikvermittlung, Sprachwissenschaft, Fremdsprachenunterricht, Lernerautonomie
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Aufarbeitung und Präsentation von Grammatikübungsformen in Lehrwerken für Deutsch als Fremdsprache (DaF), die sich an den Vorgaben des GERR orientieren.
Die zentralen Felder sind die Definition von Grammatik im Fremdsprachenunterricht, der Vergleich verschiedener Grammatikbeschreibungsmodelle, der Einsatz von Medien sowie die methodische Analyse der Übungstypologie in DaF-Lehrwerken.
Die Hauptfrage lautet, welcher Stellenwert der Präsentation von Grammatikübungen in ausgewählten, GERR-orientierten DaF-Lehrwerken beigemessen wird und ob diese Übungen dem kommunikativen Ansatz entsprechen.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse der Grammatikkonzepte mit einer empirischen Lehrwerkanalyse anhand des Stockholmer Kriterienkatalogs sowie einer schriftlichen Befragung algerischer Germanistikstudenten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Grammatikmodellen und deren Vermittlung sowie in einen praktisch-analytischen Teil, der die Lehrwerke „Optimal A1“ und „Wir B1“ hinsichtlich ihrer Übungstypologie untersucht.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Grammatikübungen, DaF, Kommunikativer Ansatz, GERR, Grammatikmodelle, Lehrwerkanalyse und Sprachkompetenz.
Während die traditionelle Grammatik normativ orientiert ist und lateinische Begriffe in den Vordergrund stellt, fokussiert sich die Lernergrammatik auf die Bedürfnisse des Sprachlerners, die Verstehbarkeit und die Anwendbarkeit in kommunikativen Alltagssituationen.
Visuelle Elemente wie Tabellen, Bilder, Farben und Fettdruck dienen unter anderem zur Veranschaulichung komplexer Strukturen, zur Motivationssteigerung und zur Erleichterung der Regelfindung im Sinne eines induktiven Lernansatzes.
Die Mehrheit der befragten Studenten bewertete Grammatikübungen als wesentlich für den Lernprozess und gab an, den pragmatisch-kommunikativen Ansatz bevorzugt in den Lehrwerken wahrzunehmen, wenngleich ein Mangel an Vielfalt und Abwechslung bei den Übungsformen konstatiert wurde.
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