Diplomarbeit, 2009
95 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Bedarf
1.3 Fragestellung
1.4 Methodische Vorgehensweise
2. Konzeptionelle Grundlagen zum Abbau bürokratischer Hemmnisse
2.1 Bürokratie und bürokratische Hemmnisse
2.2 Better Regulation und ausgewählte Instrumente
2.3 Beurteilung und weiterführender Ansatz
3. Evolutionstheoretischer Wandel von Organisationen
3.1 Grundannahmen evolutionärer Ansätze
3.2 Organisationale Population
3.3 Trägheit von Organisationen
3.4 Organizational Change
3.5 Kritische Würdigung
3.6 Anwendbarkeit auf den Untersuchungsgegenstand
4. Potentiale von eGovernment
4.1 Grundlagen zur Neugestaltung der öffentlichen Aufgabenwahrnehmung
4.1.1 Entwicklungen von IuK in der öffentlichen Verwaltung
4.1.2 Neue Rahmenbedingungen
4.1.3 Gestiegene Anforderungen an die Verwaltung
4.2 Grundlagen und Kennzeichnung von eGovernment
4.2.1 Begriffliche und inhaltliche Abgrenzung
4.2.2 Dimensionen der Handlungsfelder
4.2.3 Reifestufen
4.3 Verknüpfung von eGovernment und Bürokratieabbau
4.3.1 Erwartungen der Wirtschaft
4.3.2 Leistungsnetze als Produktionsformen
4.3.2.1 Prozessketten
4.3.2.2 Portale und Portaltechnologie
4.3.2.3 One-Stop-Verwaltung
4.3.3 Grundlegende Architekturmodelle
4.3.3.1 Behördeninterne Implementierung
4.3.3.2 Behördenübergreifende Plattform
4.3.3.3 Integrationsplattform
4.4 Zwischenfazit
5. eGovernment-Projekt am Beispiel von VEMAGS
5.1 Ausgangssituation
5.2 Bisheriger Verfahrensablauf
5.3 Ebenenübergreifende Integration von Verwaltungsprozessen
5.4 Neugestalteter Verfahrensablauf
5.4.1 Zugangswege für Antragsteller und Antragsmanagement
5.4.2 Verwaltungsinterner Verfahrensablauf
5.5 Zwischenfazit
6. Schlussbetrachtungen
Die Arbeit untersucht das Potenzial von eGovernment als Instrument zum Abbau bürokratischer Hemmnisse für klein- und mittelständische Unternehmen. Dabei wird analysiert, wie sich Strukturen und Prozesse der öffentlichen Verwaltung durch exogene Einflüsse verändern und welche Implementationsprobleme bei der Einführung von eGovernment-Lösungen auftreten.
1. Einleitung
Seit Mitte der 1990er Jahre findet in den Industrieländern vor dem Hintergrund knapper Ressourcen der öffentlichen Verwaltung und der Tendenz zu einer „Ökonomisierung des Politischen“ eine wissenschaftliche und politische Debatte um die Möglichkeiten der qualitativen Verbesserung und quantitativen Reduzierung staatlicher Regulierungen statt. Dabei wird sich vor allem auf Fragen der „besseren Rechtsetzung“ (better lawmaking) und „besseren Regulierung“ (better regulation) konzentriert. Mit diesem Diskurs verbinden sich Fragen zum „Bürokratieabbau“ und der „Deregulierung“. Der Beitrag der Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) wird hingegen bei der qualitativen Gestaltung staatlicher Regulierung oftmals vernachlässigt.
Woran liegt das? Seit Jahrzehnten wird versucht die öffentliche Verwaltung mittels Informations- und Kommunikationstechnologie zu reformieren. Der gegenwärtige Beitrag in diesem Zusammenhang lautet „Electronic Government“ (eGovernment bzw. E-Government). Bislang verbanden sich mit diesem Instrument allerdings übertriebene Erwartungen, welche regelmäßig enttäuscht wurden. Die Bilanz dieses Reformkonzepts ist ernüchternd. Schuppan/Reichard führen dies u.a. auf die unrealistisch hohen Erwartungen zurück, die an eine technikinduzierte Verwaltungsmodernisierung geknüpft wurden. Dieser Trend wird sich nicht ändern, solange kein Verständnis geschaffen wird, dass es bei eGovernment nicht um Technikeinsatz als solchen geht, sondern um technisch vermittelte Innovationen in allen Bereichen guten Regierens und Verwaltens.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik des Bürokratieabbaus und die Rolle von eGovernment als potenziellem Reforminstrument.
2. Konzeptionelle Grundlagen zum Abbau bürokratischer Hemmnisse: Untersuchung der verschiedenen Dimensionen der Bürokratiekritik und Diskussion aktueller Instrumente wie Sunset-Legislation oder das Standardkostenmodell.
3. Evolutionstheoretischer Wandel von Organisationen: Theoretische Herleitung des Organisationswandels mithilfe des Population-Ecology-Ansatzes zur Erklärung von Trägheit und Anpassungsprozessen in Verwaltungen.
4. Potentiale von eGovernment: Analyse der technischen und organisatorischen Möglichkeiten von eGovernment sowie Vorstellung von Architekturmodellen zur Prozessintegration.
5. eGovernment-Projekt am Beispiel von VEMAGS: Empirische Untersuchung des VEMAGS-Projekts zur Prozessoptimierung im Bereich Großraum- und Schwertransporte.
6. Schlussbetrachtungen: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Implementationsprobleme und des tatsächlichen Nutzens von eGovernment-Lösungen.
eGovernment, Bürokratieabbau, Verwaltungsmodernisierung, Better Regulation, VEMAGS, Standardkostenmodell, Prozessketten, Population Ecology, Administrative Lasten, Organisationale Trägheit, Public Management, Integriertes eGovernment, Verwaltungsinformatik, Transformation, Vollzugserleichterung.
Die Arbeit untersucht das Potenzial von eGovernment-Verfahren als Instrument, um bürokratische Hemmnisse in der öffentlichen Verwaltung abzubauen und Verwaltungsprozesse für Unternehmen effizienter zu gestalten.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen des Bürokratieabbaus, die evolutionstheoretische Betrachtung von Organisationswandel sowie die praktische Anwendung von eGovernment-Architekturen anhand des VEMAGS-Projekts.
Die Arbeit analysiert, wie sich Strukturen der Verwaltung unter exogenen Einflüssen verändern und welche Potenziale eGovernment bietet, um speziell für klein- und mittelständische Unternehmen Vollzugserleichterungen zu schaffen.
Die Untersuchung basiert auf einem theoretischen Gerüst der evolutionstheoretischen Organisationsforschung (Population Ecology) sowie einer Fallstudienanalyse des Projekts VEMAGS.
Der Hauptteil analysiert die Konzeptionen des Bürokratieabbaus, die evolutionären Ansätze zur Erklärung von Verwaltungsträgheit und die verschiedenen technologischen sowie organisatorischen Stufen der eGovernment-Implementierung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie eGovernment, Bürokratieabbau, VEMAGS, Administrative Lasten, Organisationswandel und Prozessketten charakterisiert.
Laut der Arbeit liegt dies an struktureller Trägheit und der Tendenz, dass eGovernment-Ansätze oft nur oberflächlich als bloße Portallösungen und nicht als tiefgreifende organisatorische Reorganisation (Kernwandel) umgesetzt werden.
VEMAGS dient als Vorzeigeprojekt für die Integration von ebenenübergreifenden Verwaltungsprozessen, bei dem die medienbruchfreie Übermittlung von Antragsdaten den Verwaltungsvollzug für Großraum- und Schwertransporte maßgeblich beschleunigt.
Dies bezieht sich auf die Notwendigkeit, eGovernment nicht nur als Add-on (Peripherie) zu implementieren, sondern direkt in die zentralen Geschäfts- und Arbeitsprozesse der Behörden einzubetten, um den vollen Effizienznutzen zu entfalten.
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