Masterarbeit, 2021
99 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Zielsetzung der Arbeit und zentrale Fragestellung
1.3 Aufbau und Gliederung der Arbeit
1.4 Stand der Forschung
2. Theoretische und empirische Grundlagen
2.1 Gesundheitsversorgung in Deutschland
2.1.1 Ambulante Versorgung
2.1.2 Stationäre Versorgung
2.1.3 Ambulante und stationäre Rehabilitationseinrichtungen
2.1.4 Misch- und Sonderformen medizinischer Leistungen
2.2 Ambulante spezialfachärztliche Versorgung § 116b SGB V
2.2.1 Teilnahme- und Zugangsvoraussetzungen
2.2.2 Patientenspektrum
2.2.3 Vergütungsstruktur
2.3 Qualitätssicherung im Gesundheitswesen
2.3.1 Qualitätsbegriff im Gesundheitswesen
2.3.2 Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen
2.3.3 Qualitätssicherung im Gesundheitswesen
2.3.4 Sektorenübergreifende Qualitätssicherung
2.4 Patientenperspektive in der Gesundheitsversorgung
2.4.1 Patientenbefragungen als Erhebungsinstrument der Patientenperspektive
2.4.2 Faktenorientierte Befragungsansätze
2.4.3 Patient-reported outcome measures
2.4.4 Patient-reported experience measures
2.5 Zusammenfassung
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Empirische Sozialforschung
3.2. Datenerhebung
3.2.1 Vorgehen der Fragebogenentwicklung und Gestaltung des Interviewleitfadens
3.2.2 Auswahl der Befragten
3.2.3 Leitfadengestütztes Experteninterview
3.2.4 Durchführung und Transkription
3.3. Datenauswertung
3.3.1 Qualitative Inhaltsanalyse
3.3.1.1 Bestimmung der Analysetechnik
3.3.1.2 Festlegung des konkreten Ablaufmodells
3.3.1.3 Bestimmung der Analyseeinheiten
3.3.1.4 Zusammenstellung des Kategoriensystem
3.4. Gütekriterien qualitativer Forschung
4. Darstellung der Ergebnisse
5. Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Kritische Reflexion
5.3 Fazit
5.4 Ausblick
Die Arbeit untersucht wissenschaftlich, ob und wie Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) im Rahmen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) zur Verbesserung der Ergebnisqualität beitragen können. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Integration dieser Instrumente in eine sektorenübergreifende Versorgungsform unter Berücksichtigung technischer und organisatorischer Herausforderungen.
1.1 Problemstellung und Relevanz
Das deutsche Gesundheitssystem steht seit mehreren Jahren vor einigen Herausforderung. So gelten seit langer Zeit die einzelnen Sektoren, mit ihren jeweils eigenen Planungs-, Zulassungs-, Qualitätssicherungs-, und Vergütungssystematiken als ein Grund für die geltende Über-, Unter- und Fehlversorgung. Zu nennen ist ebenso die demografisch bedingte Zunahme von Patienten mit komplexen chronischen und seltenen Erkrankungen, die einen erhöhten Bedarf an besonders qualifizierter Diagnostik, Therapie und interdisziplinär abgestimmten Versorgungskonzepten aus einer Hand verlangen.
Eine aktuelle Studie der Robert Bosch Stiftung zeigt, dass sich, nach einer Befragung des RKI, aktuell 43 Prozent der Frauen und 38 Prozent der Männer als chronisch krank bezeichnen. Die Anzahl der seltenen Erkrankungen wird, bei ca. 7000-8000 Krankheiten, die als selten eingestuft werden, insgesamt auf mindestens 4 bis 6 Prozent der Gesamtbevölkerung geschätzt.
Um diesen Herausforderungen an besonders qualifizierter und interdisziplinärer Versorgung bewerkstelligen zu können, wurde Krankenhäusern in Deutschland die Möglichkeit durch vielfältige gesetzliche Reformen im Fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) gegeben, ambulant tätig zu sein. Dies betrifft die vor- und nachstationäre Versorgung, Ermächtigungen, Hochschul- und Institutsambulanzen, Spezialambulanzen an Kinderkliniken sowie die besondere Versorgung nach § 140a. Die Zulassung zur ambulanten Versorgung haben Krankenhäuser erstmals seit dem 01. Januar 2004, mit in Kraft treten des GKV-Modernisierungsgesetzes (GMG). Es entstand der § 116b SGB V (ABK-RL), mit dem Ziel, einen Zugang zu besonders qualifizierter, interdisziplinär abgestimmter Diagnostik und Therapie zu schaffen. Dies führte in Folge zu mehr Wettbewerb im ambulanten Sektor. Zu einer Überwindung der Sektorengrenzen führte er allerdings nicht, weshalb die Politik 2007 mit einer Neufassung des § 116b im GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) reagierte. Dieser sollte den Leistungserbringern mehr Wettbewerb ermöglichen, was sich jedoch im Verlauf nicht ausreichend umsetzen ließ.
1. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der Sektorentrennung im Gesundheitssystem und leitet die Relevanz der ASV sowie die Forschungsfrage zur Ergebnisqualität her.
2. Theoretische und empirische Grundlagen: Bietet einen Überblick über das deutsche Gesundheitswesen, die ASV-Strukturen, den Qualitätsbegriff sowie die wissenschaftlichen Hintergründe von PROMs und PREMs.
3. Methodisches Vorgehen: Erlert das Design der qualitativen Expertenbefragung sowie die Anwendung der strukturierten Inhaltsanalyse zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Daten.
4. Darstellung der Ergebnisse: Präsentiert die aus den Experteninterviews gewonnen strukturierten Erkenntnisse entlang der definierten Hauptkategorien.
5. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Theorie, reflektiert das methodische Vorgehen kritisch und leitet ein Fazit sowie einen Ausblick für zukünftige Versorgungsformen ab.
Ambulante spezialfachärztliche Versorgung, ASV, Ergebnisqualität, Patientenorientierung, PROMs, Qualitätsmanagement, Gesundheitsversorgung, Sektorenübergreifende Versorgung, Patientenbefragung, Versorgungsforschung, Interdisziplinarität, Qualitätssicherung, Outcome-Messung, Digitale Gesundheitsversorgung, Patientenberichte.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbesserung der Ergebnisqualität in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) durch den Einsatz von patientenbezogenen Messinstrumenten, sogenannten PROMs.
Die zentralen Themenfelder sind die ASV als innovative Behandlungsform, das Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen, die Patientenperspektive und die Möglichkeiten zur Messung von patientenreportierten Ergebnissen.
Das primäre Ziel ist zu untersuchen, ob die Anwendung von PROMs im Kontext der ASV dazu führen kann, die Versorgungsqualität gezielter und patientenzentrierter zu gestalten und zu verbessern.
Die Arbeit nutzt die empirische Sozialforschung, konkret werden leitfadengestützte Experteninterviews durchgeführt und deren Ergebnisse mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen über das deutsche Gesundheitssystem und bestehende Qualitätssicherungsmechanismen sowie einen methodischen Teil, der das Vorgehen der Experteninterviews darlegt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ergebnisqualität, ASV, PROMs, Patientenorientierung und sektorenübergreifende Versorgung definiert.
Die Arbeit zeigt, dass die mangelnde Interoperabilität zwischen verschiedenen IT-Systemen in Krankenhäusern und bei niedergelassenen Ärzten derzeit eine der größten Hürden für eine nahtlose, sektorenübergreifende Anwendung von PROMs darstellt.
Obwohl PROMs in der Theorie ein großes Potential für die Qualitätssteigerung in der ASV aufweisen, zeigt die Untersuchung, dass sie aktuell in diesem Bereich noch keine flächendeckende Anwendung finden.
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