Examensarbeit, 2022
146 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 LRS
2.1 Klassifikation
2.2 Erscheinungsformen
2.3 Die Suche nach Ursachen
2.4 Prävention und Intervention
3 Motivation
3.1 Begrifflichkeit
3.2 Leistungsmotivation – Stolz auf die eigene Tüchtigkeit
3.3 Theorien zur Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten
3.3.1 Selbstbewertungsmodell (Heckhausen 1989)
3.3.2 Selbstwirksamkeit (Bandura 1977)
3.3.3 Selbstkonzept
3.4 Einfluss der Emotionen
3.5 Tätigkeitsanreize
3.5.1 Gegenstandsspezifische Anreize – Interesse
3.5.2 Tätigkeitsspezifische Anreize – Flow
3.5.3 Intrinsische und Extrinsische Motivation
3.5.4 Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan (1993)
3.5.5 Zusammenfassung
4 Schreibunterricht und Schreibforschung
4.1 Texte in der Grundschule schreiben
4.2 Schreibmotivation – ein Blick auf die derzeitige empirische Schreibdidaktik
4.2.1 Schreibmotivation als Prädikator der Schreibkompetenz
4.2.2 Motivationsfacetten – Studie Nolen
4.2.3 Bedingungen für einen motivierten Schreibunterricht
5 Kreatives Schreiben – Klassifikation
5.1 Das Konzept
5.2 Sechs Methodengruppen des kreativen Scheibens
5.3 Bedingungsfaktoren eines motivationalen Schreibunterrichtes im „Kreativen Schreiben“
6 Empirische Untersuchung
6.1 Forschungsfragen und -hypothesen
6.2 Untersuchungsmethodisches Vorgehen
6.2.1 Fragebogenbefragung
6.2.1.1 Der Fragebogen im Allgemeinen
6.2.1.2 Aufbau und Design des Fragebogens
6.2.2 Systematische Beobachtung
6.2.2.1 Der Beobachtungsbogen im Allgemeinen
6.2.2.2 Aufbau und Design des Beobachtungsbogens
6.3 Vorstellung der Schule
6.4 Vorstellung der Schüler:innen
6.5 Durchführung der Datenerhebung – Fragebogen
6.6 Datenaufbereitung und -auswertung – Fragebogen
6.7 Durchführung der Datenerhebung – systematische Beobachtung
6.8 Datenaufbereitung und -auswertung – systematische Beobachtung
6.9 Zusammenfassung der Ergebnisse – 1. Datenerhebung
6.9.1 Gesamtprofil Anne
6.9.2 Gesamtprofil Conner
6.10 Förderungsunterricht „Kreatives Schreiben“
6.11 Durchführung der Datenerhebung nach der Förderung
6.11.1 Zweite Erhebung mittels Fragebogen
6.11.2 Zweite Erhebung mittels Beobachtungsbogen
6.12 Datenaufbereitung und -auswertung – systematische Beobachtung
6.13 Datenaufbereitung und -auswertung – Fragebogenbefragung
6.13.1 Ergebnisse Conner
6.13.2 Ergebnisse Anne
6.13.3 Ergebnisse der Kontrollgruppe
7 Zusammenfassung der Ergebnisse
7.1 Schreibmotivationsentwicklung Conner
7.2 Schreibmotivationsentwicklung Anne
8 Diskussion der Ergebnisse
8.1 Beantwortung der Forschungsfragen und Hypothesen
8.2 Implikationen für die Forschung
8.3 Implikationen für Schule und Unterricht
9 Quellenverzeichnis
9.1 Literaturverzeichnis
9.2 Internetverzeichnis
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von „Kreativen Schreibansätzen“ auf die Schreibmotivation sowie die Kompetenzeinschätzung von Kindern mit einer diagnostizierten Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) im Rahmen des Förderunterrichts.
Die Suche nach Ursachen
Die ursprünglich angenommene visuelle Gedächtnisstörung, welche dazu führe, dass Betroffene formähnliche Buchstaben wie beispielsweise „d“ und „b“ verwechseln und somit Rechtschreibfehler entstehen, ist seit Anfang der 1970er Jahre überholt. Durch weitere Beobachtungen wurde erkannt, dass sich die Buchstaben nicht nur visuell sehr ähneln, sondern auch phonetisch. So konnten keine Häufungen bei der Verwechselung formähnlicher aber phonetisch differenter Buchstaben, wie beispielsweise „n“ und „u“, beobachtet werden (vgl. Mayer 2016, S. 54).
Dieser Erkenntnis liegt die Annahme zu Grunde, dass es sich bei einer LRS um ein phonologisches Verarbeitungsdefizit handelt. Somit haben schwache Leser:innen und Rechtschreiber:innen aller Altersstufen Schwierigkeiten beim Decodieren, weil ihnen die Verarbeitung der phonologischen Struktur von Wörtern schlechter gelingt (vgl. Mähler, Grube 2018, S. 630).
Basierend auf dieser Entdeckung sollen hier u.a. zwei Theorien genannt werden, welche die Ursachen einer LRS erklären könnten:
Die „Phonologische-Defizit-Theorie“ sieht Mängel bei der Graphem-Phonem Korrespondenz, welche eine unzureichende Repräsentation und folglich einen erschwerten Abruf sowie eine uneindeutige Zuordnung erklären soll. Allerdings ist fragwürdig, ob es sich dabei um ein Speicher- oder ein Abrufproblem handelt (vgl. Mayer 2016, S. 55; Mähler, Grube 2018, S. 631).
Eine weitere Theorie, die „Rapid Auditory Processing Deficit Theorie“, sieht die Beeinträchtigung im basalen auditiven Verarbeitungsprozess. Dabei werden die Probleme in der Differenzierung von kurzen, schnell aufeinander folgenden auditiven Reizen gesehen. So werden bei Betroffenen Defizite bei der Unterscheidung von ähnlich klingenden Reizen [„ba“- „pa“] festgestellt (vgl. Mayer 2016, S. 55). Diese auditiven Mängel führen zu Problemen beim Entwickeln einer klaren Phonem-Repräsentation, demzufolge wird die phonologische Verarbeitung beeinträchtigt.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Förderung der Schreibmotivation von LRS-Kindern mittels kreativer Schreibansätze und verortet das Thema im schulischen Bildungsauftrag.
2 LRS: Dieses Kapitel definiert und klassifiziert die Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), beleuchtet Ursachentheorien und erläutert präventive sowie interventionelle Maßnahmen im Bildungssystem.
3 Motivation: Das Kapitel bietet eine theoretische Übersicht motivationaler Konstrukte, wobei ein besonderer Fokus auf dem Selbstbewertungsmodell, der Selbstwirksamkeit und der Selbstbestimmungstheorie liegt.
4 Schreibunterricht und Schreibforschung: Hier werden die Grundlagen des Schreibens in der Grundschule sowie aktuelle Erkenntnisse der Schreibforschung im Hinblick auf motivierende Bedingungsfaktoren für den Unterricht erörtert.
5 Kreatives Schreiben – Klassifikation: Dieses Kapitel definiert das „Kreative Schreiben“ als eigenes didaktisches Konzept und stellt verschiedene Methodengruppen zur praktischen Anwendung vor.
6 Empirische Untersuchung: Dieser Teil beschreibt das methodische Vorgehen der Studie, einschließlich Fragestellung, Stichprobe, Datenerhebung mittels Fragebogen und systematischer Beobachtung.
7 Zusammenfassung der Ergebnisse: Die erzielten Resultate zur Entwicklung der Schreibmotivation bei den Probanden Anne und Conner werden hier kompakt zusammengefasst.
8 Diskussion der Ergebnisse: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse, prüft die Hypothesen und leitet Implikationen für zukünftige Forschung sowie für die schulische Praxis ab.
Schreibmotivation, LRS, Grundschule, Kreatives Schreiben, Schreibdidaktik, Selbstwirksamkeit, Selbstbestimmungstheorie, Schreibkompetenz, Inklusion, Schreibförderung, Schulpädagogik, empirische Forschung, Lernmotivation, Schreibprozess, Interventionsmaßnahme.
Der Fokus liegt auf der Analyse und Förderung der Schreibmotivation von Grundschulkindern, bei denen eine Lese-Rechtschreib-Schwäche diagnostiziert wurde.
Die zentralen Felder umfassen die LRS-Thematik aus pädagogischer Sicht, psychologische Motivationsmodelle und didaktische Konzepte des kreativen Schreibens.
Das primäre Ziel besteht darin zu untersuchen, inwiefern kreative Schreibansätze die Schreibmotivation und die Kompetenzeinschätzung der betroffenen Schüler beeinflussen können.
Die Arbeit nutzt ein Mixed-Methods-Design, das eine quantitative Fragebogenbefragung mit einer qualitativen, systematischen Beobachtung während der Förderstunden kombiniert.
Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen zur Motivation und zum Schreiben, die Klassifikation des kreativen Schreibens sowie die konkrete Durchführung und Auswertung der empirischen Untersuchung dargestellt.
Charakterisierende Begriffe sind LRS, Schreibdidaktik, Selbstwirksamkeit, motivierender Schreibunterricht und kreative Methodik.
Die Wirksamkeit wurde durch einen Vergleich der Motivationsprofile vor und nach der zehnwöchigen Förderphase mittels Fragebögen und systematischer Beobachtung evaluiert.
Die Selbstwirksamkeit ist ein zentrales theoretisches Konstrukt, da die Kompetenzeinschätzung des Kindes maßgeblich über die Motivation und Persistenz bei der Textproduktion bestimmt.
Die Studie deutet darauf hin, dass kreative Schreibansätze das Interesse und die Freude am Schreiben bei Kindern mit LRS stärken und somit zu einer positiven motivationalen Entwicklung beitragen können.
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