Masterarbeit, 2011
75 Seiten, Note: 1,8
1. Zusammenfassung / Summary in English
1.1 Zusammenfassung
1.2 Summary in English
2. Einleitung
2.1 Organometallkomplexe als Chemotherapeutika
2.2 Ruthenium-basierte Chemotherapeutika
2.3 Untersuchte Ruthenium-Komplexe
2.4 Apoptose
2.5 DNA-Schädigung und Zellzyklus-Arrest
2.6 MAP-Kinasen und der JNK-Signalweg
2.7 Zielsetzung der Arbeit
3. Material und Methoden
3.1 Material
2.1.1. Zelllinien
2.1.2. Lösungen und Puffer
2.1.3. Chemikalien und Kits
2.1.4. Geräte und Computerprogramme
3.2 Methoden
3.2.1. Zellkultur
3.2.2. MTT-Assay
3.2.3. Lactat-Dehydrogenase-Assay zur Nekrosebestimmung
3.2.4. Apo-ONE-Assay zur Bestimmung der Caspase-3/7-Aktivität
3.2.5. DNA-Fragmentationsanalyse als Apoptosenachweis
3.2.6. Fluoreszenzmikroskopie (Live-Dead-Assay)
3.2.7. Comet-Assay zur Detektion von DNA-Strangbrüchen
3.2.8. Zellzyklusanalyse mittels Durchflusszytometer
3.2.9. Western Blotting zur Untersuchung der JNK-Phosphorylierung
4. Ergebnisse
4.1 Zytotoxizität
4.2 Art des Zelltodes
4.3 DNA-Strangbrüche
4.4 Einfluss auf den Zellzyklus
4.5 Modulation von MAP-Kinasen
5. Diskussion
5.1 Zytotoxizität der Rutheniumkomplexe
5.2 Apoptoseinduktion durch H-179
5.3 Verursachung von DNA-Schäden durch H-179
5.4 Einfluss von H-179 auf den Zellzyklus
5.5 Einfluss von H-179 auf MAP-Kinase-Phosphorylierung
5.6 Ausblick
Die Arbeit untersucht die zytotoxische Wirkung von sechs neuartigen Ruthenium-Klavierstuhlkomplexen sowie des Referenzkomplexes H-179 in verschiedenen Tumorzelllinien, um deren potenzielle Eignung als Chemotherapeutika und die zugrunde liegenden molekularen Wirkmechanismen, insbesondere Apoptose und Signalwegmodulation, zu evaluieren.
2.4 Apoptose
Eine Eigenschaft, die für die Eignung von toxischen Substanzen als Chemotherapeutika von großer Bedeutung ist, ist die Art des Zelltodes, den sie vermitteln. Apoptose (von griechisch apo „ab, weg, fort“ und ptosis „Fall“) ist eine mehrerer möglicher Formen des Zelltodes in mehrzelligen Organismen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Formen handelt es sich bei der Apoptose jedoch um einen kontrollierten und aktiven Prozess, welcher daher beispielsweise dem nekrotischen Zelltod vorzuziehen ist, da dieser oft mit Inflammation und anderen unerwünschten Effekten einhergeht. Apoptose spielt eine wichtige Rolle unter anderem bei der Immunregulation, bei der Immunabwehr des Körpers gegen mit Viren infizierte Zellen und Krebszellen, sowie bei der Embryonalentwicklung. Die Apoptose ist die gewünschte Form des Zelltodes bei antikarzinogenen Chemotherapeutika, da sie das Auftreten von Entzündungsreaktionen reduziert.
Morphologisch äußert sich Apoptose insbesondere durch ein Schrumpfen der Zelle sowie das sog. „blebbing“, die Ausbildung von Ausstülpungen auf der Zelloberfläche, welche sich später als Vesikel („apoptotische Körperchen“) von der Zelle ablösen und in vivo von den Zellen des Immunsystems phagozytiert werden (Coleman et al., 2001). Weitere eindeutige Indikatoren für Apoptose sind die Exponierung des Phospholipids Phosphatidylserin auf der Außenseite der Zellmembran (Koopman et al., 1994; Reutelingsperger und van Heerde, 1997), die Aktivierung von Caspasen (Cystein-abhängige Aspartat-spezifische Proteasen) und die Fragmentierung der DNA in Fragmente mit einer charakteristischen Länge von n × 180 bp (Wyllie, 1980).
1. Zusammenfassung / Summary in English: Zusammenfassung der Thematik und der erzielten Ergebnisse sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch, welche die hohe Toxizität von H-179 und dessen Apoptoseinduktionspotenzial hervorhebt.
2. Einleitung: Überblick über organometallische Chemotherapeutika, insbesondere Ruthenium-Verbindungen, deren Wirkmechanismen sowie die biologischen Grundlagen von Apoptose, DNA-Schäden und MAP-Kinase-Signalwegen.
3. Material und Methoden: Detaillierte Auflistung der verwendeten Zelllinien, Puffer, Chemikalien, Geräte und der durchgeführten biologischen Testverfahren zur Analyse der Zytotoxizität und Signalwege.
4. Ergebnisse: Darstellung der Zytotoxizitätsdaten, Analysen zur Art des Zelltodes, DNA-Strangbrüchen, Einflüssen auf den Zellzyklus sowie der Modulation von MAP-Kinasen.
5. Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit der Zytotoxizität der Komplexe, den beobachteten Apoptoseeffekten durch H-179, der DNA-Schädigung und der JNK-Signalweg-Beteiligung unter Einbeziehung aktueller Forschungsliteratur.
Rutheniumkomplexe, Chemotherapeutika, H-179, Apoptose, Tumorzelllinien, DNA-Schädigung, JNK-Signalweg, Caspase-3/7, Zytotoxizität, Zellzyklus, Ruthenium, Signaltransduktion, MAP-Kinasen, organometallische Chemie
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit und Wirkweise neuartiger Ruthenium-Klavierstuhlkomplexe als potenzielle Chemotherapeutika in verschiedenen Tumorzelllinien.
Die Forschung konzentriert sich auf Zytotoxizität, molekulare Mechanismen der Apoptoseinduktion, DNA-Schädigung und die Aktivierung von Stress-Signalwegen in Krebszellen.
Es wurde untersucht, ob die synthetisierten Rutheniumkomplexe zytotoxische Effekte in Tumorzellen induzieren und über welche molekularen Wege – insbesondere im Hinblick auf Apoptose und Zellzyklus – diese Toxizität vermittelt wird.
Zum Einsatz kamen diverse zellbiologische Assays, darunter der MTT-Assay zur Vitalitätsbestimmung, der Comet-Assay für DNA-Strangbrüche, Durchflusszytometrie für den Zellzyklus sowie Western Blotting zur Detektion der JNK-Phosphorylierung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Zytotoxizitätsprofils, die Analyse der Zelltodart sowie die detaillierte Charakterisierung der durch den Komplex H-179 induzierten Apoptose und deren molekulare Ursachen.
Die Arbeit fokussiert primär auf Ruthenium-Klavierstuhlkomplexe, deren Lipophilie, Ligandaustauschreaktionen und deren Rolle bei der DNA-Interaktion und Apoptose.
H-179 dient als erfolgreicher Referenzkomplex, da er sich im Gegensatz zu den neuen Komplexen als hochtoxisch gegenüber der Ratten-Hepatomzelllinie H4IIE erwies und somit weiterführende Untersuchungen zur Apoptose ermöglichte.
Die Beobachtung einer starken JNK-Aktivierung nach Gabe von H-179 legte den Verdacht nahe, dass dieser Signalweg eine entscheidende regulatorische Rolle bei der durch den Komplex induzierten Apoptose spielt.
Die getesteten neuartigen Komplexe zeigten eine im Vergleich zu H-179 eher geringe Toxizität, was vermutlich auf strukturelle Unterschiede bei der DNA-Bindung, insbesondere das Fehlen von Ethylendiamin, zurückzuführen ist.
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