Bachelorarbeit, 2022
70 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 American Football
2.1 Sportart kurz erklärt
2.2 Entwicklung des American Football in Europa
2.3 Die European League of Football
2.3.1 Geschichte der European League of Football
2.3.2 Aufbau und Struktur der European League of Football
3 Grundlagen der Motivforschung im Zuschauersport
3.1 Motivation und Motive
3.2 Das Involvement-Konstrukt
3.3 Motivkategorien/Forschungsstand
3.4 Die SPEED-Skala
3.5 Motivmessung
3.6 Operationalisierung der Motive und des Involvement-Konstrukts
4 Methodik
5 Auswertung
5.1 Profil der Teilnehmer
5.2 Auswertung des Involvements
5.3 Auswertung der Motive
5.4 Kombinierte Auswertungen
6 Diskussion
7 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Motive von Zuschauern für den Besuch von Spielen der European League of Football (ELF). Das primäre Ziel ist es herauszufinden, welche Faktoren das Stadionerlebnis beeinflussen und wie die Vereine diese Erkenntnisse nutzen können, um Zuschauer langfristig zu binden und ein attraktives Produkt für Sponsoren zu schaffen.
3.1 Motivation und Motive
Die Wissenschaft der Psychologie hat der Motivation einen eigenen Bereich zugeordnet. Die Motivationspsychologie bietet Anhaltspunkte zur „Analyse der Beweggründe für menschliches Verhalten“ (Wolff et al. 2020: 1) und damit eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Weiterführung in anderen Subdisziplinen der Psychologie, beispielsweise der medizinischen Psychologie (vgl. Wolff et al. 2020: 1).
Motivation wird allgemein von dem lateinischen Wort movere = bewegen abgeleitet und bedeutet so viel wie: „sich oder andere zu etwas zu bewegen“ (Wolff et al. 2020: 1). Gegenstand der Motivationspsychologie ist daher insbesondere das zielgerichtete Handeln (vgl. Wolff et al. 2020: 1). Laut Heckhausen und Heckhausen (2018: 1) beschäftigt sie sich mit Aktivitäten, die eine Einheit bilden und auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet sind. Außerdem versucht die Motivationspsychologie die Richtung, Dauer und Intensität von Verhalten zu erklären. Dabei sind die erklärenden Größen vorwiegend der angestrebte Zielzustand und das, was ihn attraktiv macht (vgl. Rheinberg/Vollmeyer 2019: 13).
Im Alltag wird der Begriff „Motivation“ als hypothetisches Konstrukt verwendet, um Verhaltensbesonderheiten zu erklären (vgl. Heckhausen/Heckhausen 2018). In der Wissenschaft werden unter „Motivation“ verschiedene Phänomene, wie die Zustände des Strebens, des Wollens, des Bemühens und des Hoffens zusammengefasst (vgl. Rheinberg/Vollmeyer 2019: 15). Als Rechtfertigung für den Zusammenschluss dieser Phänomene unter dem Begriff „Motivation“ gilt die gemeinsame Komponente „einer aktivierenden Ausrichtung des momentanen Lebensvollzugs auf einen positiv bewerteten Zielzustand“ (Rheinberg/Vollmeyer 2019: 15). Dabei spiegelt der Begriff jedoch keine homogene Einheit wieder. Vielmehr stellt er eine Abstraktionsleistung dar. Diese filtert einzelne Bestandteile, welche zur langfristigen Ausrichtung unseres Verhaltens auf mögliche Ziele abgestimmt sind, aus den Prozessen des Lebens heraus und analysiert sie (vgl. Rheinberg/Vollmeyer 2019: 16).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Themenfeld der Zuschauermotivforschung im American Football vor und definiert das Ziel der Arbeit, die Motive von ELF-Zuschauern qualitativ und quantitativ zu analysieren.
2 American Football: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die Sportart American Football, deren Geschichte in Europa und insbesondere die Entwicklung und Struktur der European League of Football.
3 Grundlagen der Motivforschung im Zuschauersport: Die theoretischen Grundlagen der Motivationspsychologie werden dargelegt, gefolgt von der Erläuterung des Involvement-Konstrukts und der SPEED-Skala zur Motivmessung im Sport.
4 Methodik: Das methodische Vorgehen für die quantitative Studie wird beschrieben, inklusive der Datenerhebung durch Vor-Ort-Befragungen und einer Online-Umfrage.
5 Auswertung: Die erhobenen Daten werden dargestellt, statistisch ausgewertet und im Hinblick auf das Profil der Teilnehmer, das Involvement und die verschiedenen Motive analysiert.
6 Diskussion: Die Ergebnisse der Untersuchung werden kritisch eingeordnet, mit existierender Fachliteratur verglichen und die aufgestellten Hypothesen überprüft.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Bachelorarbeit zusammen und gibt Ausblicke für zukünftige sportökonomische Forschungsarbeiten.
American Football, European League of Football, Zuschauermotivforschung, Motivation, Involvement, SPEED-Skala, Sportmarketing, Stadionerlebnis, Quantitative Forschung, Sportkonsum, Leistungs-Motiv, Spannungs-Motiv, Eskapismus, Fanidentifikation, Eventmanagement
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Beweggründe und Motive von Zuschauern, die Spiele der neu gegründeten European League of Football (ELF) vor Ort im Stadion verfolgen.
Zentrale Themen sind die Motivationspsychologie im Sport, das Involvement-Konstrukt, die Spezifik der European League of Football sowie die praktische Messung von Motiven mittels der SPEED-Skala.
Das Ziel ist herauszufinden, welche Motive die Zuschauer der ELF antreiben, ein Spiel im Stadion zu besuchen, um darauf aufbauend Handlungsempfehlungen für das Marketing der Liga zu geben.
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz gewählt, der Daten mittels eines standardisierten Fragebogens (Online-Umfrage und Vor-Ort-Befragung bei einem Spiel) erhob und diese statistisch mit der Software SPSS auswertete.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Motivations- und Involvements-Grundlagen, eine detaillierte methodische Beschreibung und eine umfassende statistische Auswertung der Umfrageergebnisse.
Die zentralen Schlüsselbegriffe sind American Football, Zuschauermotivforschung, Involvement, ELF, SPEED-Skala und Sportmarketing.
Die SPEED-Skala dient als strukturelle Basis für die Befragung, da sie fünf relevante Kategorien (Sozialisation, Leistung, Spannung, Selbstwert, Eskapismus) effizient zur Messung von Zuschauerinteressen operationalisiert.
Zusammenfassend wurden das Spannungs-Motiv und das Eskapismus-Motiv als die am stärksten ausgeprägten Faktoren identifiziert, die den Stadionbesuch für die untersuchten Teilnehmer attraktiv machen.
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