Magisterarbeit, 2008
173 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
A. Juristische Analyse
I. Darstellung der Leistung
1. Zielstellung des Elterngeldes
2. Analyse der Steuerungskonzeption
3. Anspruchsberechtigte
4. Leistungshöhe
5. Leistungszeitraum
6. Verhältnis zu anderen staatlichen Leistungen
II. Verfassungsrechtliche Bewertung
1. Gesetzgebungskompetenz
2. Art. 3 GG
a) Art. 3 Abs. 1 GG
b) Art. 3 Abs. 2 GG
3. Art. 6 GG
a) Definition von Ehe und Familie
b) Mehrdimensionale Struktur
c) Grundrechtsverletzung durch das Elterngeld?
4. Abschließende Bewertung
B. Ökonomische Analyse
I. Das Erziehungsgeld
1.Darstellung des Konzepts des Erziehungsgeldes
2. Die Höhe des Erziehungsgeldes im Jahr 1986
3. Die Reform des Erziehungsgeldes 2001
4. Reduzierung der Einkommensgrenzen 2004
II. Das Elterngeld
III. Darstellung der Wirkung anhand von möglichen Einzelfällen
1. Beispielfall 1
2. Beispielfall 2
3. Beispielfall 3
C. Empirische Analyse
I. Darstellung der aktuellen Situation
II. Auswertung der eigenen Umfrage
1. Theoretische Grundlagen zur Konstruktion eines Fragebogens
2. Vorgehen zur Auswertung der Daten
3. Auswertung der demographischen Daten der Teilnehmer
4. Inhaltliche Auswertung
a) Kontakt zu Kindern
b) Kinderwunsch
c) Gewünschte Lebensform
d) Das Zeitfenster zur Realisierung von Kinderwünschen
e) Gründe, die gegen Kinder sprechen
f) Bedeutung von Kindern
g) Voraussetzungen, die erfüllt sein sollten bevor man Kinder hat
h) Die Geschlechterrollen
i) Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
j) Politische Maßnahmen zur Förderung von Familien
k) Fazit
D. Theoretische Grundlagen zur Fertilitätsentscheidung
I. Malthus
II. Sozioökonomische Erklärungsmodelle
1. Brentano
2. Leibenstein
3.Becker
4. Steinmann
5. Empirische Analyse der Geburtenentscheidung von Familien des DIW und erwartete Auswirkungen des Elterngeldes auf diese Entscheidung
Fazit
Die Arbeit analysiert das am 1. Januar 2007 in Kraft getretene Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) aus juristischer und ökonomischer Perspektive. Ziel der Untersuchung ist es, die Ausgestaltung und die mit der Leistung verbundenen Ziele zu beleuchten, den verfassungsrechtlichen Rahmen zu prüfen und die Wirkung der finanziellen Förderung auf die Geburtenrate sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu bewerten, ergänzt durch eine empirische Erhebung unter jungen Akademikern.
1. Zielstellung des Elterngeldes
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend äußert sich selbst zu der Zielstellung des Elterngeldes und macht deutlich, dass das Elterngeld vor allem Eltern helfen soll, sich in den ersten Lebensmonaten des Kindes vollständig diesem zu widmen ohne die Lebensgrundlage zu verlieren. In diesem Sinne soll ein „Schonraum“ eröffnet werden, der es der jungen Familie ermöglicht, ohne größere finanzielle Nöte in das Familienleben hineinzufinden (BMFSJ, 2008 S. 7). So sollen Eltern die Möglichkeit bekommen, sich in dem ersten Lebensjahr des Kindes vorrangig dessen Betreuung zu widmen (BMFSFJ, Februar 2007 S. 6). Bezüglich dieser Zielstellung wird angemerkt, dass die „Sicherung der Lebensgrundlage“ und die Vermeidung von „finanziellen Nöten“ durch bedarfsorientierte Lösungen genauer erreicht würden. In der Wirkung ergibt sich aus der Lohnorientierung eher eine Sicherung des Lebensstandards als der Lebensgrundlage. So wird für untere Einkommensgruppen durch die Einschränkung der Bezugsdauer von 24 Monaten auf 12 bzw. 14 Monate die Sicherung der Lebensgrundlage mit dem Elterngeld unwahrscheinlicher als unter der bisherigen Regelung (Beblo, 28.06.2006 S. 1).
Allerdings kann das Elterngeld nicht allein stehen, sondern ist Teil eines Dreiklangs familienpolitischer Leistungen. Hier steht an erster Stelle die Verbesserung der Betreuungsangebote, neben einer familienbewussten Arbeitswelt und einer gezielten finanziellen Stärkung von Familien (Bundestag, 20.06.2006 S. 2). Innerhalb dieses Dreiklangs nimmt das Elterngeld verschiedene Funktionen wahr. Neben der bereits erwähnten Eröffnung eines Schonraums soll das Elterngeld auch dazu beitragen, dass beide Elternteile langfristig eine bessere Möglichkeit haben, auf Dauer ihre wirtschaftliche Existenz besser zu sichern. Der Gefahr der dauerhaften Abhängigkeit von staatlichen Fürsorgeleistungen soll vorgebeugt werden.
A. Juristische Analyse: Untersucht die gesetzlichen Rahmenbedingungen, Ziele und die verfassungsrechtliche Zulässigkeit des BEEG.
B. Ökonomische Analyse: Vergleicht das Elterngeld mit dem früheren Erziehungsgeld und analysiert die ökonomischen Wirkungen anhand von Beispielfällen.
C. Empirische Analyse: Präsentiert und bewertet die Ergebnisse einer selbst durchgeführten Umfrage unter Studenten und Akademikern zum Kinderwunsch und zu familienpolitischen Maßnahmen.
D. Theoretische Grundlagen zur Fertilitätsentscheidung: Diskutiert klassische und moderne ökonomische Erklärungsmodelle für das generative Verhalten.
Elterngeld, BEEG, Familienpolitik, Fertilitätsrate, Geburtenrate, Erziehungsgeld, Juristische Analyse, Ökonomische Analyse, Empirische Untersuchung, Akademiker, Kinderwunsch, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Opportunitätskosten, Sozialleistung, Verfassungsrecht.
Die Arbeit analysiert das Elterngeld und die damit verbundene Gesetzgebung in Deutschland aus einer interdisziplinären Sichtweise, die sowohl rechtliche als auch ökonomische Aspekte vereint.
Zu den Schwerpunkten zählen die Ausgestaltung des Elterngeldes, seine verfassungsrechtliche Einordnung, ein Vergleich mit dem Erziehungsgeld sowie eine empirische Untersuchung der Einstellungen junger Akademiker.
Die Arbeit untersucht, welche Ziele das Elterngeld verfolgt, ob diese verfassungsrechtlich haltbar sind und ob finanzielle Anreize tatsächlich einen Effekt auf die Geburtenrate haben können.
Die Arbeit kombiniert eine juristisch-ökonomische Analyse der Gesetzestexte und Literatur mit einer empirischen Befragung, deren Ergebnisse statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst eine juristische Bewertung, einen ökonomischen Vergleich von Elterngeld und Erziehungsgeld, eine empirische Auswertung eigener Umfragedaten sowie die Diskussion theoretischer Fertilitätsmodelle.
Elterngeld, Familienpolitik, Fertilität, ökonomische Anreize, Verfassungsrecht und empirische Sozialforschung.
Die Autorin stellt fest, dass die Gesetzgebungskompetenz des Bundes für das Elterngeld äußerst zweifelhaft ist, da es sich schwer als Maßnahme der klassischen öffentlichen Fürsorge legitimieren lässt.
Die Umfrage zeigt, dass Akademiker durchaus an Kindern interessiert sind, jedoch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als kritisch empfinden und sich hierfür weniger direkte finanzielle Anreize, sondern primär einen Ausbau der Betreuungsinfrastruktur wünschen.
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