Magisterarbeit, 2008
173 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Arbeit analysiert das Elterngeld aus ökonomischer und juristischer Perspektive. Sie untersucht die Zielsetzung des Elterngeldes, seine rechtliche Einordnung im Rahmen des Grundgesetzes sowie seine Auswirkungen auf die Familienpolitik und die Geburtenrate in Deutschland.
Der juristische Teil der Arbeit beleuchtet die Zielsetzung des Elterngeldes und untersucht, ob es sich um eine Sozialleistung oder eine Lohnersatzleistung handelt. Darüber hinaus wird die rechtliche Einordnung des Elterngeldes im Rahmen des Grundgesetzes diskutiert, insbesondere die Gesetzgebungskompetenz des Bundes und die Einhaltung der Grundrechte, insbesondere Art. 3 GG (Gleichheit vor dem Gesetz) und Art. 6 GG (Schutz von Ehe und Familie).
Der ökonomische Teil der Arbeit vergleicht das Elterngeld mit dem zuvor geltenden Erziehungsgeld und zeigt die Gewinner und Verlierer der Reform auf. Anhand von Beispielfällen wird die Wirkung des Elterngeldes auf die Einkommenssituation von Familien mit unterschiedlichen Einkommensstrukturen dargestellt.
Der empirische Teil der Arbeit analysiert die Einstellungen junger Akademiker zu Ehe, Familie und Familienpolitik anhand einer eigenen Umfrage. Die Ergebnisse werden mit den Ergebnissen anderer repräsentativer Umfragen verglichen. Die Analyse umfasst Themen wie den Kontakt zu Kindern, den Kinderwunsch, die gewünschte Lebensform, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Bewertung von politischen Maßnahmen zur Familienförderung.
Der letzte Teil der Arbeit gibt einen Überblick über theoretische Grundlagen zur Fertilitätsentscheidung und diskutiert verschiedene Erklärungsmodelle, die das generative Verhalten von Familien beeinflussen. Die Ergebnisse der empirischen Analyse werden mit den Ergebnissen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) verglichen und die Auswirkungen des Elterngeldes auf die Geburtenentscheidung von Familien werden bewertet.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das Elterngeld, die Familienpolitik, die Geburtenrate, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die rechtliche Einordnung des Elterngeldes, die Verfassungsmäßigkeit des Elterngeldes, die ökonomische Analyse des Elterngeldes, die empirische Untersuchung der Einstellungen junger Akademiker zu Ehe, Familie und Familienpolitik, die theoretischen Grundlagen zur Fertilitätsentscheidung und die Auswirkungen des Elterngeldes auf die Geburtenrate und die Familienpolitik in Deutschland.
Es bestehen Bedenken hinsichtlich der Gesetzgebungskompetenz des Bundes sowie möglicher Verstöße gegen den Gleichheitssatz (Art. 3 GG) durch die Ausgestaltung als Lohnersatzleistung.
Das Elterngeld ist eine einkommensabhängige Lohnersatzleistung, während das Erziehungsgeld eine eher einkommensunabhängige Sozialleistung mit festen Beträgen war.
Die Arbeit zeigt, dass junge Akademiker politische Maßnahmen zwar wahrnehmen, ihre Entscheidung für Kinder aber stärker von Betreuungsangeboten und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie abhängt.
Klassische Modelle (z.B. nach Becker oder Malthus) analysieren die Entscheidung für Kinder als Abwägung zwischen Kosten, Nutzen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen.
Empirische Daten legen nahe, dass staatliche Leistungen allein nicht ausreichen; ein stärkeres Engagement der Arbeitgeber für familienfreundliche Arbeitsmodelle ist essenziell.
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