Magisterarbeit, 2002
85 Seiten, Note: Sehr gut
Die vorliegende Magisterarbeit untersucht die Frage, ob sich die Niederlande und Israel als Konkordanzdemokratien im Sinne von Arend Lijphart beschreiben lassen. Sie analysiert die Anwendung von Lijpharts Prinzipien der Konkordanzdemokratie in beiden Ländern und untersucht die Faktoren, die die Entwicklung einer Konkordanzdemokratie begünstigen oder hemmen können.
Die Einleitung bietet einen Überblick über die Thematik und stellt die theoretische Grundlage und Begriffsklärung von Konkordanzdemokratie dar. Sie definiert die Fragestellungen und die Vorgehensweise der Arbeit. Das zweite Kapitel erläutert Lijpharts Prinzipien der Konkordanzdemokratie, einschließlich der zentralen Elemente wie große Koalitionen, das Vetorecht der Minderheiten, das Proporzprinzip und die Autonomie der Subkulturen. Im dritten Kapitel werden Lijpharts Konkordanzdemokratie begünstigende Faktoren im Detail vorgestellt. Das vierte Kapitel untersucht die Niederlande als Fallbeispiel und analysiert die konkordanzdemokratischen Faktoren sowie die Anwendung der Prinzipien. Das fünfte Kapitel befasst sich mit Israel und analysiert analog zu den Niederlanden die relevanten Faktoren und die Anwendung der konkordanzdemokratischen Prinzipien. Die Ergebnisse der Arbeit werden im sechsten Kapitel zusammengefasst und in Bezug auf die Forschungsfrage diskutiert.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse von Konkordanzdemokratien und ihren spezifischen Merkmalen. Die zentralen Themen sind Lijpharts Prinzipien der Konkordanzdemokratie, große Koalitionen, Vetorecht der Minderheiten, Proporzprinzip, Autonomie der Subkulturen, sowie die konkordanzdemokratie-begünstigenden Faktoren wie Isolation der Subkulturen, Repräsentatives Mehrparteiensystem, Minderheitsstatus aller Subkulturen, die Nation verbindende Elemente, traditionell kooperatives Verhalten der Eliten und die Größe des Landes und der Bevölkerung. Die Arbeit untersucht die Anwendung dieser Prinzipien und Faktoren in den Niederlanden und Israel und vergleicht die beiden Länder im Hinblick auf ihre Entwicklung als Konkordanzdemokratien.
Eine Konkordanzdemokratie (Consociational Democracy) zeichnet sich durch Prinzipien wie große Koalitionen, das Vetorecht der Minderheiten, das Proporzprinzip und die Autonomie der Subkulturen aus.
Lijphart kam zu dem Schluss, dass in Israel zwar viele, aber nicht alle konkordanzdemokratischen Prinzipien Anwendung fanden.
Begünstigende Faktoren sind unter anderem die Isolation der Subkulturen, ein Mehrparteiensystem, der Minderheitsstatus aller Gruppen und ein kooperatives Verhalten der Eliten.
Die Arbeit untersucht, ob die Niederlande und Israel heute noch als Konkordanzdemokratien gelten können oder ob sie sich zu Konkurrenzdemokratien entwickelt haben.
Die Größe des Landes und der Bevölkerung gehört zu den Faktoren, die Lijphart als potenziell begünstigend für dieses demokratische Modell identifizierte.
Analysiert werden die Parteiensysteme, die Isolation der gesellschaftlichen Säulen bzw. Lager und das Verhalten der politischen Eliten in beiden Ländern.
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