Bachelorarbeit, 2009
120 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau und Gang der Untersuchung
2 Begriffsbestimmung und Grundlagen
2.1 Strukturierte Produkte
2.2. Die grundlegenden Instrumente im Financial Engineering
2.2.1 Basiskomponenten des Kassamarktes
2.2.1.1 Aktien
2.2.1.2 Anleihen
2.2.2 Basiskomponenten des Terminmarktes
2.2.2.1 Unbedingte Termingeschäfte
2.2.2.2 Bedingte Termingeschäfte
2.2.2.3 Motive der Terminmarktteilnehmer
2.2.3 Typologie der Basiswerte
2.3 Exotische Optionen
2.4 Einflussfaktoren auf die Optionspreisbildung
3 Bewertungsgrundlagen
3.1 Put-Call-Parität
3.2 Black-Scholes-Modell
3.3 Kritik am Black-Scholes-Modell
3.4 Greeks
3.5 Monte Carlo Simulation
4 Discountzertifikate
4.1 Definition und Funktionsweise
4.2 Konstruktion
4.3 Preisverhalten während der Laufzeit
4.3.1 Aufbau der Analyse
4.3.2 Auswertung der Analyse
4.3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.4 Risiko / Nutzen Analyse aus Investorensicht
4.4.1 Risiken aus Investorensicht
4.4.2 Nutzen aus Investorensicht
5 Der Markt für Discountzertifikate
5.1 Marktübersicht in Deutschland
5.2 Marktteilnehmer
5.2.1 Emittenten
5.2.2 Investoren
5.3 Vertriebswege
5.3.1 Börsen
5.3.1.1 EUWAX
5.3.1.2 Scoach AG
5.3.2 Außerbörslicher Handel
5.3.3 Banken und Discount Broker
5.3.3.1 Banken
5.3.3.2 Discount Broker
5.4 Beeinflusser
5.4.1 Deutscher Derivate Verband
5.4.2 Medien
5.4.2.1 Printmedien
5.4.2.2 Onlinemedien
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Discountzertifikate als Investmentalternative kritisch aus einer neutralen Investorensicht zu beleuchten, ihre Funktionsweise und Preisbildung transparent zu machen sowie ihre Eignung in verschiedenen Marktsituationen zu bewerten.
4.1 Definition und Funktionsweise
Eine erfolgreiche Marketingidee für den Einzelhandel und Flugverkehr war die Einführung von Rabattkarten wie etwa Payback oder Miles and More, welche es den Inhabern ermöglichte einen Rabatt auf Produkte und Flüge in Form von Gutschriften zu bekommen. Die Funktionsweise von Discountzertifikaten ähnelt dieser Marketingidee zum größten Teil. Durch die Einführung des Discountzertifikates im Jahre 1995 von der HSBC Trinkaus & Burkhardt, ist es seither möglich Basisanlagen wie etwa Aktien unter Ihrem aktuellen Kurs zu erwerben.
Das Discountzertifikat wurde zuvor als strukturiertes Produkt ohne Kapitalschutz, mit beschränktem Gewinnpotential und ohne Couponzahlung klassifiziert. Daher gilt der Cap, welcher dem beschränkten Gewinnpotential entspricht, neben dem Discount als das Hauptmerkmal dieser Zertifikateform. Auch bei der Definition eines Discountzertifikates gibt es in der Theorie als auch Praxis diverse Ansätze. Für die vorliegende Arbeit wird die (angepasste) Definition des Deutschen Derivate Verbandes herangezogen: „Strukturierte Produkte mit fester Fälligkeit, die einen Abschlag ("Discount") gegenüber dem Preis des Basiswertes gewähren und durch einen Auszahlungshöchstbetrag gekennzeichnet sind, werden als Discountzertifikate bezeichnet.“
Ein Discountzertifikat ist also eine Anlageform, welche Investoren ermöglicht, von moderaten positiven, stagnierenden als auch von leichten negativen Kursverläufen des Basiswertes zu profitieren, da in diesen Fällen i.d.R. das Discountzertifikat die bessere Alternative im Vergleich zum Direktinvestment darstellt. Der Discount gibt an, um wie viel günstiger der Anleger den Basiswert (Underlying) erwerben kann. Für diesen Discount muss der Anleger - ganz nach dem „There is no free lunch“ Prinzip - den Auszahlungshöchstbetrag (Cap) in Kauf nehmen. D.h. der Anleger partizipiert an positiven Wertsteigerungen des Basiswertes nur bis zu diesem Höchstbetrag.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die steigende Nachfrage nach innovativen Finanzinstrumenten und definiert die Zielsetzung, Discountzertifikate aus Investorensicht kritisch zu untersuchen.
2 Begriffsbestimmung und Grundlagen: Vermittlung finanzwirtschaftlicher Basiskenntnisse über strukturierte Produkte, Kassa- und Terminmärkte sowie die gängigen Bewertungsgrundlagen.
3 Bewertungsgrundlagen: Vorstellung der mathematischen Bewertungsmodelle für Derivate, einschließlich des Black-Scholes-Modells und der Bedeutung der Sensitivitätskennzahlen (Greeks).
4 Discountzertifikate: Detaillierte Erläuterung der Funktionsweise, Konstruktion und der Analyse des Preisverhaltens während der Laufzeit sowie eine Risiko-Nutzen-Bewertung für den Investor.
5 Der Markt für Discountzertifikate: Untersuchung der Marktstruktur in Deutschland, inklusive der Rollen von Emittenten, Investoren, Handelsplätzen und externen Beeinflussern wie Verbänden und Medien.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und abschließende Bewertung der Eignung des Discountzertifikats als Investmentalternative.
Discountzertifikat, Strukturierte Produkte, Finanzmärkte, Optionspreisbildung, Black-Scholes-Modell, Volatilität, Risikopuffer, Kapitalschutz, Anlegerschutz, Marktteilnehmer, EUWAX, Scoach, Derivate, Preisverhalten, Investmentalternative.
Die Arbeit befasst sich mit Discountzertifikaten als Investmentalternative und analysiert diese kritisch aus der Perspektive eines Privatanlegers, um deren Funktionsweise und Eignung zu bewerten.
Zu den Kernbereichen gehören die theoretischen Grundlagen der Finanzmärkte, die mathematische Preisbildung von Optionen, die detaillierte Konstruktion von Discountzertifikaten sowie der Marktüberblick in Deutschland.
Das Ziel ist es, die bestehende Wissenslücke bei Investoren über die genaue Funktionsweise und die Einsatzmöglichkeiten dieser Anlageform zu schließen und eine fundierte, kritische Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Die Arbeit nutzt theoretische Finanzmodelle wie Black-Scholes zur Preisbildung, führt eine Analyse auf Basis von Marktdaten durch und integriert Praxisinterviews mit Experten aus dem Bankensektor.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifische Analyse von Discountzertifikaten, deren Preisverhalten während der Laufzeit, eine Risiko-Nutzen-Analyse und eine Marktbetrachtung.
Wichtige Begriffe sind Discountzertifikate, Volatilität, Greeks, Emittentenrisiko, Marktrisiko, Optionspreis, Konstruktion, Cap und Investmentalternative.
Anhand dieses Beispiels verdeutlicht der Autor das Emittenten- bzw. Bonitätsrisiko, da Zertifikate rechtlich als Schuldverschreibungen gelten und bei Insolvenz des Emittenten zu einem Totalverlust führen können.
Medien fungieren als wichtige Informationsquelle, um das komplexe Thema verständlich aufzubereiten und Anleger emittentenunabhängig zu informieren, wobei Printmedien oft eine tiefere Analyse erlauben als kurz gefasste TV-Formate.
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