Diplomarbeit, 2009
150 Seiten, Note: 2,1
1. Problemstellung und Vorgehensweise der Diplomarbeit
2. Franchising als Form der Unternehmensorganisation
2.1. Das grundsätzliche Konzept des Franchising
2.2. Abgrenzung gegenüber anderen Organisationsformen
2.3. Historische Entwicklung des Franchise-Business
2.3.1. Anfänge und Entwicklung des Franchisings
2.3.2. Franchising in Deutschland 2008
2.4. Gründe des Franchising für Franchise-Geber
2.5. Vorteile des Franchising für Franchise-Nehmer
3. Grundlegende Faktoren der Akquisition von Franchise-Nehmern
3.1. Die Rekrutierung von Franchise-Nehmern als Engpass
3.2. Vertragsgestaltung im Franchising
3.3. Die Marke als Erfolgsfaktor für Franchise-Systeme
4. Die Kommunikationspolitik von Franchise-Gebern vor dem Hintergrund der Akquisition von Franchise-Nehmern
4.1. Einleitung und Überblick zur „Kommunikationspolitik“
4.2. Die Rolle der Bestimmung einer Zielgruppe
4.3. Bewertungskriterien im Rahmen der Mediaplanung
4.4. Wege zur Akquisition von Franchise-Nehmern
4.4.1. Printmedien
4.4.2. Fernsehen und Radio
4.4.3. Direktmedien
4.4.4. Messen und Informationsveranstaltungen
4.4.5. Empfehlungsmarketing
4.4.6. Das Internet
4.4.6.1. Die Eigenschaften des Internet
4.4.6.2. Web-Portale
4.4.6.3. Eigene Webseite des Franchise-Systems
4.5. Determinanten für die Wahl der Akquisitionsinstrumente
5. Empirische Untersuchung zur Wahl der Akquisitionsinstrumente
5.1. Datenbasis und Fragebogen der Untersuchung
5.2. Deskriptive Statistiken
5.3. Auswahl der geeigneten Analysemethode
5.4. Einführung zur logistischen Regression
5.5. Verwendbare Gütemaße zur logistischen Regression
5.5.1. Gütekriterien aus Basis der LogLikelihood-Funktion
5.5.2. Pseudo-R-Quadrat-Statistiken
5.5.3. Beurteilung der Klassifikationsergebnisse
5.5.4. Prüfungsmethoden für unabhängige Variablen
5.6. Analyse der Stichprobe mittels der logistischen Regression
5.6.1. Vorgehensweise
5.6.2. Logistische Regression „Empfehlungsmarketing“
5.6.3. Logistische Regression „Web-Portale“
5.6.4. Logistische Regression „E-Mail / Newsletter“
5.6.5. Logistische Regression „Telefon / Fax“
5.6.6. Logistische Regression „Werbebriefe“
5.6.7. Logistische Regression „Messen“
5.6.8. Logistische Regression „Informationsveranstaltungen“
5.6.9. Logistische Regression „Zeitungen“
5.6.10. Logistische Regression „Zeitschriften“
5.6.11. Logistische Regression „Redaktionelle Beiträge“
6. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Determinanten zu identifizieren, welche die Wahl von Akquisitionsinstrumenten für Franchisenehmer beeinflussen. Auf theoretischer Basis werden zunächst die Grundlagen des Franchisings sowie relevante Kommunikationspolitiken analysiert, um anschließend durch eine empirische Untersuchung von knapp 800 Franchise-Gebern die praktische Relevanz dieser Faktoren mittels logistischer Regression zu validieren.
3.1. Die Rekrutierung von Franchise-Nehmern als Engpass
Insgesamt konnten in Deutschland in 2007 etwa 430000 Existenzgründungen verzeichnet werden. Diese Zahl bezieht sich jedoch auf alle Formen der Existenzgründung und ist in Bezug auf das Franchising deutlich kleiner. Das Wachstum der Anzahl der Franchise-Nehmer, basierend auf den Daten der Jahre 2003 bis 2007 des Deutschen Franchise Verbandes, beträgt durchschnittlich 3150 neue Franchise-Nehmer pro Jahr. Vergleicht man diese Zahl mit der Anzahl der Franchise-Systeme in Deutschland, kann rechnerisch jedes Franchise-System im Jahr durchschnittlich 3,46 neue Franchise-Nehmer für sich gewinnen. Wenn man in diesem Zusammenhang bedenkt, dass große Franchise-Systeme deutlich mehr als 3,46 Franchise-Nehmer pro Jahr gewinnen, so wird unmittelbar klar, dass sich besonders kleine und mittlere Franchise-Systeme in einem Konkurrenzkampf um jeden einzelnen Franchise-Nehmer befinden. Aber auch große Franchise-Systeme müssen Überzeugungsarbeit leisten und sich gegen die Konkurrenz, innerhalb und außerhalb der Vertriebsform des Franchisings, durchsetzen. Daher steht der typische Franchise-Geber einer Engpass-Situation gegenüber, in welcher er zunächst den potentiellen Existenzgründer von sich überzeugen muss, bevor er selbst die Selektion geeigneter Franchise-Nehmer unter den Bewerbern beginnen kann.
1. Problemstellung und Vorgehensweise der Diplomarbeit: Einführung in die Relevanz des Franchisings als Wachstumsmodell und Darstellung des Rekrutierungsengpasses bei der Partnerakquise.
2. Franchising als Form der Unternehmensorganisation: Erläuterung der Grundlagen, historischen Entwicklung und der Vorteile des Franchisings für Geber und Nehmer.
3. Grundlegende Faktoren der Akquisition von Franchise-Nehmern: Analyse der Engpass-Situation bei der Rekrutierung sowie Bedeutung von Vertragsgestaltung und Markenstärke.
4. Die Kommunikationspolitik von Franchise-Gebern vor dem Hintergrund der Akquisition von Franchise-Nehmern: Theoretische Herleitung der Kommunikationsstrategie und Analyse der verschiedenen Akquisitionsinstrumente von Print bis Internet.
5. Empirische Untersuchung zur Wahl der Akquisitionsinstrumente: Detaillierte statistische Analyse der Datenbasis mittels logistischer Regression zur Überprüfung theoretischer Annahmen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Eignung verschiedener Medien zur Akquisition von Franchisenehmern.
Franchising, Franchisenehmer-Akquisition, Kommunikationspolitik, Mediaplanung, Ressourcen-Knappheit, Marke, Existenzgründung, logistische Regression, Rekrutierung, Marketingmix, Franchise-Geber, Vertriebsnetzwerk, Akquisitionsinstrumente, Branchenanalyse, Unternehmenswachstum.
Die Arbeit untersucht, wie Franchise-Systeme effektiv neue Partner (Franchisenehmer) akquirieren können und welche Kommunikationsstrategien dabei am zielführendsten sind.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Franchising, die Problematik der Franchisenehmer-Rekrutierung, die Bedeutung von Markenbildung sowie die theoretische und empirische Analyse von Akquisitionskanälen.
Ziel ist es, die Determinanten zu bestimmen, die die Wahl der Akquisitionsinstrumente beeinflussen, und diese Erkenntnisse durch eine empirische Untersuchung der deutschen Franchisewirtschaft zu untermauern.
Der empirische Teil nutzt die logistische Regression, um den Einfluss verschiedener Determinanten (wie z.B. Budget oder Branche) auf die Nutzungswahrscheinlichkeit spezifischer Akquisitionsinstrumente zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Kommunikationspolitik von Franchise-Systemen und einen umfangreichen empirischen Abschnitt, in dem die Umfragedaten von über 150 Unternehmen ausgewertet werden.
Wichtige Begriffe sind Franchising, Akquisitionsinstrumente, Kommunikationspolitik, Marke, Existenzgründung und statistische Analysemethoden wie die logistische Regression.
Die Marke fungiert als Erfolgsfaktor und Sicherheitsindikator. Sie senkt für potenzielle Franchisenehmer das Risiko einer Existenzgründung und erleichtert somit die Akquise, wobei der Effekt besonders bei etablierten Franchise-Systemen deutlich ist.
Sie setzen auf eine gezielte Mediaplanung, nutzen zunehmend digitale Kanäle wie Web-Portale und kombinieren dies oft mit persönlicher Überzeugungsarbeit auf Messen oder Informationsveranstaltungen.
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