Examensarbeit, 2003
90 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung
1.4 Struktur und methodisches Vorgehen
2 Joseph A. Schumpeters Entwicklungstheorie
2.1 Der Entwicklungsprozess
2.2 Die Schumpeter-Renaissance – Wirtschaftsökonomische Aspekte
2.3 Schumpeters Theorieelemente der schöpferischen Pionierunternehmung
2.3.1 Der Prozess der schöpferischen Zerstörung
2.3.2 Der Innovationsbegriff bei Schumpeter
2.3.3 Die Träger der Innovationen
2.3.3.1 Der dynamische Unternehmer
2.3.3.2 Die Unternehmen
2.3.4 Zusammenhang von Innovationen, Nachfrage und Investitionen
2.3.5 Wettbewerb und Imitation: Das klassische Innovator-Imitator-Modell
2.3.6 Zusammenhang von Innovationen und wirtschaftlichem Auf- und Abschwung
3 Marktdynamik und Wettbewerb – Die entscheidende Rolle der Information
3.1 Unternehmen und Märkte
3.2 Analyse des Marktgeschehens
3.2.1 Die neoklassische Gleichgewichtstheorie
3.2.2 Marktprozess und Unternehmertum
3.2.2.1 Kirzners Theorie des Marktprozesses
3.2.2.2 Vergleich der Theorien: Schumpeter - Kirzner
3.2.3 Neue Institutionenökonomik
3.2.3.1 Die Property-Rights-Theorie
3.2.3.2 Die Transaktionskostentheorie
3.2.3.3 Die Principal-Agent-Theorie
3.2.4 Informationsökonomischer Ansatz
3.3 Entstehung der Internetökonomie
3.3.1 Informations- und Kommunikationstechnolologien
3.3.2 Leistungsexplosion der Informations- und Kommunikationstechnologien
3.3.3 Die Internetrevolution
3.3.4 Konvergenz der Medien- und Kommunikationssektoren
4 Die Internetökonomie
4.1 Charakteristika
4.1.1 Digitalität
4.1.1.1 Neue Produkte
4.1.1.2 Verhältnis von Produktions-, Reproduktions- und Distributionskosten
4.1.1.3 Produktivitätssteigerung
4.1.1.4 Neue Märkte
4.1.1.5 Neue Formen der vernetzten Zusammenarbeit, Spezialisierung, Arbeitskooperation und –teilung
4.1.1.6 Information als Produktionsfaktor
4.1.2 Vernetzung
4.1.2.1 Netzwerkeffekte
4.1.2.2 Economies of Scale
4.1.3 Globalität
4.1.3.1 Globalisierung im Zeitalter des Internets
4.1.3.2 Business Webs als typische Organisationsform
4.2 Neue Strategien
4.2.1 Produktstrategien - Versioning
4.2.2 Preisstrategien – Follow the Free
4.2.3 Kommunikationsstrategien – Eins-zu-Eins Marketing
4.2.4 Erlösformen
4.2.5 Finanzierungsformen
4.3 Electronic Business
4.3.1 Marktbereiche Business-to-Consumer, Business-to-Business
4.3.2 Grundlagen und Elemente von Geschäfts- und Erlösmodellen
4.3.2.1 Marktmodell
4.3.2.2 Beschaffungsmodell
4.3.2.3 Leistungserstellungsmodell
4.3.2.4 Leistungsangebotsmodell
4.3.2.5 Distributionsmodell
4.3.2.6 Kapitalmodell
4.3.3 Geschäftsmodelle im E-Business
4.3.3.1 Geschäftsmodell Context
4.3.3.2 Geschäftsmodell Connection
4.3.3.3 Geschäftsmodell Content
4.3.3.4 Geschäftsmodell Commerce
5 Amazon
5.1 Entwicklung des Unternehmens
5.2 Unternehmensphilosophie und Ziele
5.3 Das Geschäftsmodell
5.3.1 Das Marktmodell
5.3.2 Das Beschaffungsmodell
5.3.3 Das Leistungserstellungsmodell
5.3.4 Das Leistungsangebotsmodell
5.3.5 Das Distributionsmodell
5.3.6 Das Kapitalmodell
5.4 Amazon – eine Schumpetersche Pionierunternehmung?
6 BOL
6.1 Entwicklung des Unternehmens
6.2 Unternehmensphilosophie und Ziele
6.3 Das Geschäftsmodell
6.3.1 Das Marktmodell
6.3.2 Das Beschaffungsmodell
6.3.3 Das Leistungserstellungsmodell
6.3.4 Das Leistungsangebotsmodell
6.3.5 Das Distributionsmodell
6.3.6 Das Kapitalmodell
6.4 Vergleich: BOL – Amazon
6.5 BOL – eine Schumpetersche Pionierunternehmung?
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, ob Schumpeters Theorie des dynamischen Pionierunternehmers auf moderne Internetunternehmen anwendbar ist. Dabei wird analysiert, inwieweit die Bedeutung von Informationen und das spezielle Geschäftsumfeld der Internetökonomie das Innovationsverhalten beeinflussen.
2.3.1 Der Prozess der schöpferischen Zerstörung
Schumpeter beschreibt in seiner Darstellung des Prozesses der schöpferischen Zerstörung, wie der Kapitalismus die Wirtschaft verändert indem er „... unaufhörlich die alte Struktur zerstört und unaufhörlich eine neue schafft“ (Schumpeter 1993, S. 137-138). Zerstört werden jene Strukturen, die von Unternehmern und Unternehmungen nicht aufrechterhalten werden können, weil sie nicht anpassungsfähig sind (vgl. u. a. Kessler 1992, S. 10; Schumpeter 1993, S. 148). Dem Prozess der schöpferischen Zerstörung fallen also jene Unternehmer zum Opfer, die sich nicht rechtzeitig dem technischen Fortschritt des Marktes angepasst haben und unrentabel arbeiten. Im Wettbewerb werden die alten Herstellungsmethoden und Waren durch neuere und qualitativ hochwertige ersetzt. Unternehmerische Innovationen sind es, welche diesen ständigen Prozess auslösen. Sie sorgen aber auch dafür, dass immer höhere Stufen materiellen Wohlstandes entwickelt und verwirklicht werden. So sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts nahezu alle Güter qualitativ hochwertiger, billiger und für die Massen erreichbarer geworden (vgl. Koesters 1983, S. 160-161). Die wirtschaftliche Entwicklung vollzieht sich, wenn der statische Kreislauf durch das Auftreten besserer Kombinationen sprunghaft in der Art geändert wird, dass die Wirtschaft am Ende der Veränderung ein neues und höheres Gleichgewicht erreicht (vgl. Scherer 1988, S. 79). Da diese Innovationen die herausragende Rolle im Prozess der schöpferischen Zerstörung oder allgemeiner ausgedrückt, für die wirtschaftliche Entwicklung einnehmen, wird im folgenden der Begriff der Innovation sowie deren Träger näher präzisiert.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik des Strukturwandels durch technologische Innovationen und Darlegung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 Joseph A. Schumpeters Entwicklungstheorie: Darstellung der klassischen Theorie des Unternehmers als Träger von Innovationen, die den Prozess der schöpferischen Zerstörung antreiben.
3 Marktdynamik und Wettbewerb – Die entscheidende Rolle der Information: Erarbeitung der Bedeutung von Wissen, Informationsasymmetrien und Institutionen für das Marktgeschehen und den Übergang zur Internetökonomie.
4 Die Internetökonomie: Analyse der grundlegenden Charakteristika wie Digitalität und Vernetzung sowie Vorstellung neuer Geschäftsmodelltypen und Strategien.
5 Amazon: Fallstudie zur Unternehmensentwicklung und zum Geschäftsmodell von Amazon im Kontext der Schumpeterschen Theorie.
6 BOL: Fallstudie zur Unternehmensentwicklung und zum Geschäftsmodell von BOL im Vergleich zu Amazon, mit anschließender Bewertung hinsichtlich der Pionierunternehmereigenschaft.
Schumpeter, Schöpferische Zerstörung, Pionierunternehmung, Internetökonomie, Information, Wettbewerb, Innovationsmanagement, Business Webs, Digitale Güter, Marktdynamik, Transaktionskosten, E-Business, Amazon, BOL, Marktprozesstheorie
Die Diplomarbeit untersucht die Anwendbarkeit von Joseph A. Schumpeters ökonomischer Theorie der "schöpferischen Zerstörung" und des "dynamischen Pionierunternehmers" auf moderne Internetunternehmen.
Zentrale Themen sind die klassischen Entwicklungstheorien von Schumpeter, die Rolle von Information in Marktprozessen, die Mechanismen der Internetökonomie und die Analyse konkreter Geschäftsmodelle.
Das primäre Ziel ist es zu überprüfen, ob das Schumpetersche Modell des Pionierunternehmers auf junge Firmen der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche (konkret Amazon und BOL) zutrifft.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Fundierung durch ökonomische Ansätze (neoklassische Theorie, neue Institutionenökonomik, Marktprozesstheorien) mit einer Fallstudienanalyse der Unternehmen Amazon und BOL.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Schumpeter, Informationstheorie), eine detaillierte Erläuterung der Internetökonomie (Strategien, Erlösmodelle) und den empirischen Vergleich der beiden gewählten Internet-Buchhändler.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "Schöpferische Zerstörung", "Internetökonomie", "Innovationswettbewerb" und "Business Webs" charakterisieren.
Amazon wird eingestuft, da das Unternehmen als "First Mover" auftrat, systematisch durch Innovationen (z. B. 1-Click-Shopping) neue Märkte und Standards schuf und diese erfolgreich kommerzialisierte.
Die Autorin argumentiert, dass BOL lediglich in einen bereits existierenden Markt eintrat, keine fundamental neuen Produkte schuf und bei der strategischen Umsetzung stark auf traditionelle Partnerschaften statt auf eigenständige schöpferische Innovation setzte.
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