Bachelorarbeit, 2014
36 Seiten, Note: 2,0
A. Einleitung
B. Gründe für die Rücknahme der Unterschrift
I. Mögliche Gründe auf Grundlage der Stellungnahme der Russischen Föderation
1. Ineffizienz der Verfahren und der Institutionen ICC und UNSC
a) Überblick über die Verfahrenshistorie des ICCs
b) Kritikpunkte der Russischen Föderation an dem UNSC und dem ICC
2. Einseitigkeit in den Ermittlungen und in den Verfahren
a) Verfahrenskonzentration auf den afrikanischen Kontinent
b) Einseitige Ermittlungen im Fall des Georgien-Konflikts
aa) Jurisdiktion und Ermittlungsstand bezüglich möglicher Verbrechen
bb) Mögliche völkerstrafrechtliche Konsequenzen
II. Mögliche andere Gründe – aktuelle Entwicklungen in den Vorermittlungen und in der Jurisdiktion des ICCs
1. Erwägung eines internationalen bewaffneten Konflikts in den Vorermittlungen zum Ukraine - Konflikt
a) Jurisdiktion und Vorermittlungsstand bezüglich möglicher Verbrechen
b) Mögliche völkerstrafrechtliche Konsequenzen
2. Aktivierung der Jurisdiktion über das Verbrechen der Aggression und mögliche völkerstrafrechtliche Konsequenzen
a) Tatbestand und Ausübung der Gerichtsbarkeit
b) Völkerstrafrechtliche Bedeutung und mögliche Konsequenzen
C. Mögliche Folgewirkungen der Signaturrücknahme
I. Mögliche Folgewirkungen für das Völker(straf)recht
1. Wegfalls des Art.18(a) WVK, insbesondere in Bezug auf die Kooperationspflichten iSd. Art.86 ff.
2. Rechtswirkung des Art.18(a) WVK in Bezug auf Art.98, insbesondere (1)
3. Mögliche Folgewirkungen für die individualstrafrechtliche Verantwortlichkeit – erörtert anhand der vermeintlichen Rücknahmegründe
a) Folgewirkungen für die begründete Jurisdiktion des ICCs und die völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit im Georgien-Konflikt
b) Folgewirkungen für die Begründung der Jurisdiktion des ICCs und die völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit im Fall des Ukraine–Konflikts
c) Folgewirkungen für die Jurisdiktion des ICCs und die völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit bez. des Verbrechens der Aggression
II. Mögliche Folgewirkungen für die internationalen Beziehungen
1. Rolle der Russischen Föderation in der UN und in dem ICC
2. Die Rolle der Russischen Föderation in den internationalen Beziehungen – insbesondere in der Beziehung zum Westen
D. Conclusio
Die Arbeit untersucht die rechtlichen und politischen Gründe für den Rückzug der Russischen Föderation aus dem Statut von Rom des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) sowie die daraus resultierenden völkerstrafrechtlichen und außenpolitischen Konsequenzen.
B. Gründe für die Rücknahme der Unterschrift
Eine damalige, durch Abhängigkeiten bedingte Politik der Annäherung kann die selektive Unterwerfung der RF durch Unterzeichnung des Statuts erklären.10 Am 16. November 2016 erklärte der russische Präsident per Verordnung № 361-rp die Rücknahme der Unterschrift. Anhand der Aussage des russischen Außenministers, unter Berücksichtigung aktueller (Vor-) Ermittlungen des ICCs werden im folgenden Teil mögliche Gründe des Rechtsschritts analysiert.
1. Ineffizienz der Verfahren und der Institutionen ICC und UNSC
Ineffizienz und Einseitigkeit des Gerichtshofs und weiterer UN Organe seien ausschlaggebend gewesen.12
A. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Völkerstrafrecht historisch und thematisiert die Herausforderungen durch den Rückzug wichtiger Staaten wie der Russischen Föderation.
B. Gründe für die Rücknahme der Unterschrift: Hier werden die russischen Vorwürfe der Ineffizienz und Einseitigkeit gegenüber dem ICC diskutiert und die Ermittlungsstände zu den Konflikten in Georgien und der Ukraine analysiert.
C. Mögliche Folgewirkungen der Signaturrücknahme: Dieses Kapitel prüft, inwiefern der Rückzug die strafrechtliche Verantwortlichkeit von Staatsbürgern beeinflusst und welche Auswirkungen dies auf die internationale Zusammenarbeit hat.
D. Conclusio: Die abschließende Betrachtung bewertet den Rückzug als Teil einer strategischen Konfrontation und Realpolitik der Russischen Föderation gegenüber westlichen Wertvorstellungen.
Internationaler Strafgerichtshof, Russische Föderation, Statut von Rom, Völkerstrafrecht, Aggressionsverbrechen, Staatenimmunität, Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, Georgien-Konflikt, Ukraine-Konflikt, Signaturrücknahme, Individuelle Verantwortlichkeit, Menschenrechte, Internationale Beziehungen, Politische Realpolitik, Kooperationspflichten.
Die Arbeit analysiert den Rückzug der Russischen Föderation vom Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs und dessen rechtliche sowie politische Hintergründe.
Zentrale Themen sind die Kritik der RF am ICC, die Auswirkungen auf laufende Ermittlungsverfahren sowie das Verhältnis zwischen russischer Außenpolitik und dem Völkerstrafrecht.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob der russische Rückzug eher auf proklamierte Ineffizienzen zurückzuführen ist oder ob er als vorsorgliche Immunisierung gegen potenzielle Strafverfahren dient.
Es handelt sich um eine juristische Analyse, die völkerrechtliche Verträge, Statuten und Dokumente der internationalen Gerichtsbarkeit auswertet.
Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Vorermittlungen zu den militärischen Konflikten in Georgien und der Ukraine unter dem Aspekt der Zuständigkeit des ICC.
Die wichtigsten Schlagworte sind Völkerstrafrecht, Souveränität, Immunität und die politische Instrumentalisierung von internationalen Normen.
Die Arbeit untersucht, ob die Ermittlungen des ICC zur Georgien-Krise ein konkreter Anlass waren, da sie die individuelle Verantwortlichkeit russischer Entscheidungsträger berühren könnten.
Ja, da die Ermittlungen zu den Ereignissen auf der Krim und in der Ostukraine die Zuständigkeit des ICC für russische Führungspersonen unterstreichen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Individualstrafbarkeit ungeachtet des Rückzugs rechtlich bestehen bleibt, der praktische Vollzug jedoch erheblich erschwert wird.
Der Sicherheitsrat wird als politisches Organ gesehen, bei dem das Veto-Recht der Russischen Föderation einer effektiven Strafverfolgung auf institutioneller Ebene oft im Wege steht.
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