Examensarbeit, 2009
77 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffserklärungen
2.1.1 Begriffserklärung Sport
2.1.2 Aggressionen und Gewalt
2.2 Grundlegende Aggressionstheorien
2.3 Gewalt an Schulen
2.3.1 Gewaltdimensionen
2.3.1.1 Die personale Gewalt
2.2.1.2 Die strukturelle Gewalt
2.3.2 Faktoren, die einen Einfluss auf die Entstehung von Aggressionen und Gewalt an Schulen haben
2.3.2.1 Die Pubertät als physiologischer Faktor
2.3.2.2 Gender und Genetik
2.3.2.3 Langeweile und Bewegungsarmut
2.3.2.4 Mangel an Eigenerfahrung
2.4 Gewaltprävention
2.4.1 Historische Grundlage zur Gewaltprävention
2.4.2 Stufen der Gewaltprävention an Schulen
3. Gewalt im Sport vs. Gewaltprävention durch Sport
3.1 Gewalt im Sport
3.1.1 Gewalt im Profi- und Vereinssport
3.1.2 Gewalt im Sportunterricht
3.2 Gewaltprävention durch Sport
3.2.1 Die drei Dimensionen des Sports
3.2.2 Körper- und Bewegungserfahrung
3.2.3 Sport als Teil der Jugendkultur
3.3 Fazit
4. Richtig unterrichten: Sportunterricht als Mittel zur Gewaltprävention
4.1 Der Lehrplan
4.1.1 Die sechs pädagogischen Perspektiven
4.1.2 Die Bewegungsfelder
4.2 Sportarten im Schulsport und ihre Eignung zur Gewaltprävention
4.2.1 Erlebnispädagogik
4.2.1.1 Friluftsliv
4.2.1.2 Kanusport
4.2.2 Kampfsportarten
4.2.2.1 Judo
4.2.2.2 Karate
4.2.2.3 Kendo
4.2.3 Ballsportarten am Beispiel Fußball
4.2.4 Fazit
5. Beispielprojekte zur Gewaltprävention durch Schulsport
5.1 Box-Out - ein Projekt an Hamburger Schulen
5.2 Die bewegte Schule
6. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Sport und Bewegung als präventive Maßnahme gegen Gewalt an Schulen. Ziel ist es, durch eine theoretische Auseinandersetzung mit Gewaltursachen und eine praktische Analyse von Sportangeboten aufzuzeigen, wie Sportlehrer durch gezielte pädagogische Konzepte und die Integration spezifischer Sportarten zur Gewaltprävention beitragen können.
2.1.1 Begriffserklärung Sport
Da der Begriff Sport sehr vielseitig und umfassend ist, gestaltet sich eine Suche nach einer Definition des Begriffs sehr schwierig. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Englischen und bedeutet übersetzt soviel wie Zerstreuung, Vergnügen, Zeitvertreib oder Spiel. Wie kompliziert eine Definition des Begriffs Sport zu sein scheint, verdeutlicht die folgende Definition aus dem Lexikon der Sportwissenschaft: „Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich Sport zu einem umgangssprachlichen, weltweit gebrauchten Begriff entwickelt. Eine präzise oder gar eindeutige begriffliche Abgrenzung lässt sich deshalb nicht vornehmen. Was im allgemeinen unter Sport verstanden wird, ist weniger eine Frage wissenschaftlicher Dimensionsanalysen, sondern wird weit mehr vom alltagstheoretischen Gebrauch sowie von den historisch gewachsenen und tradierten Einbindungen in soziale, ökonomische, politische und rechtliche Gegebenheiten bestimmt. Darüber hinaus verändert, erweitert und differenziert das faktische Geschehen des Sporttreibens selbst das Begriffverständnis von Sport." (Röthig & Prohl 2003).
Da eine Begriffsdefinition also nicht so einfach zu fassen ist, möchte ich nur kurz auf die verschiedenen Teilbereiche im Sport eingehen. Diese Bereiche sind u.a. Breitensport, Spitzensport, Behindertensport, aber auch Schulsport um nur einige zu nennen. Der Schulsport untergliedert sich in den unterrichtlichen und den außerunterrichtlichen Schulsport, der meist im Nachmittagsbereich angesiedelt ist. Dabei ist der Schulsport im Unterricht für alle Schüler verbindlich und durch konkrete Lehrpläne vom jeweiligen Bundesland geregelt. Der außerunterrichtliche Sport kann wahlweise von Schülern betrieben werden. Nach diesem kurzen Versuch einer Begriffserläuterung komme ich nun im folgenden Abschnitt auf den Begriff der Gewalt im Zusammenhang mit Aggressionen zu sprechen.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die gesellschaftliche Relevanz von Gewalt an Schulen und führt in die Fragestellung ein, ob und wie Sport zur Gewaltprävention beitragen kann.
2. Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden zentrale Begriffe wie Sport, Aggression und Gewalt definiert sowie grundlegende Theorien zur Entstehung aggressiven Verhaltens erläutert.
3. Gewalt im Sport vs. Gewaltprävention durch Sport: Dieses Kapitel analysiert das ambivalente Verhältnis zwischen Sport und Gewalt und beschreibt die Chancen sowie Risiken sportlicher Aktivitäten hinsichtlich präventiver Wirkung.
4. Richtig unterrichten: Sportunterricht als Mittel zur Gewaltprävention: Hier wird der Fokus auf den Sportlehrplan und konkrete didaktische Perspektiven sowie Sportarten gelegt, die sich zur Gewaltprävention im Schulalltag eignen.
5. Beispielprojekte zur Gewaltprävention durch Schulsport: Anhand der Projekte „Box-Out“ und „Die bewegte Schule“ werden gelungene Praxisbeispiele für gewaltpräventive Ansätze durch Bewegung und Sport illustriert.
6. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer bewussten Gestaltung des Sportunterrichts zur Förderung von sozialen Kompetenzen.
Gewaltprävention, Schulsport, Aggressionstheorie, Sportdidaktik, pädagogische Perspektiven, Erlebnispädagogik, Kampfsport, Sozialkompetenz, Identitätsentwicklung, Box-Out, Bewegte Schule, Körpererfahrung, Lehrerrolle, Bewegungsarmut, Gewalt an Schulen.
Die Arbeit untersucht, inwieweit Schulsport als Mittel zur Prävention von Gewalt und Aggression bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden kann.
Im Zentrum stehen die psychologischen Ursachen von Aggressionen, didaktische Konzepte des Sports sowie die praktische Umsetzung von Präventionsprojekten im schulischen Umfeld.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sportlehrer durch gezielte Auswahl von Sportarten und pädagogischen Methoden ein soziales Klima schaffen können, das Gewalt vorbeugt.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische psychologische Ansätze mit sportpädagogischen Lehrplänen und konkreten Fallbeispielen verknüpft.
Der Hauptteil analysiert verschiedene Aggressionstheorien, die Rolle des Sportlehrers, die Bedeutung von Bewegungsräumen und die Eignung verschiedener Sportarten wie Judo, Karate oder Fußball zur Prävention.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Gewaltprävention, Schulsport, Sozialkompetenz, Erlebnispädagogik und Identitätsentwicklung.
Es wird als evaluiertes Schulprojekt präsentiert, das olympisches Boxen nutzt, um bei sozial benachteiligten Schülern soziale Kompetenzen und Selbststeuerung zu fördern.
Die „Bewegte Schule“ integriert Bewegung in den gesamten Schulalltag, um den Bewegungsdrang der Kinder zu stillen und so Aggressionen und Konzentrationsschwächen entgegenzuwirken.
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