Bachelorarbeit, 2021
52 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Begriffs- und Konzeptklärungen
2.1 Sexualität
2.2 (Geistige) Behinderung
2.3 (sexuelle) Selbstbestimmung
3. Barrieren (sexueller) Selbstbestimmung
3.1 Institutionelle und strukturelle Barrieren
3.2 gesellschaftliche Barrieren
4. Sexualpädagogik und Sexualerziehung
4.1 Sexualerziehung in der Pubertät
4.2 Ziele im Hinblick auf sexuelle Selbstbestimmung
5. Sexualassistenz und Sexualbegleitung
5.1 Passive Sexualassistenz
5.2 Aktive Sexualassistenz und Sexualbegleitung
5.3 Sexualassistenz und -begleitung im Kontext Prostitution
5.4 Wann soll Sexualassistenz bzw. Sexualbegleitung in Anspruch genommen werden?
5.5 Finanzierung
5.6 Sexualbegleitung und Sexualassistenz als sexuelle Dienstleistungen
5.7 Ziele im Hinblick auf sexuelle Selbstbestimmung
6. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, wie sexuelle Selbstbestimmung bei Menschen mit geistiger Behinderung realisiert werden kann, wobei ein besonderer Fokus auf den Möglichkeiten der Sexualassistenz sowie der sexuellen Erziehung liegt.
3.1 Institutionelle und strukturelle Barrieren
Das Thema der sexuellen Selbstbestimmung geistig behinderter Menschen wird, trotz gesetzlicher Absicherung von Selbstbestimmung, u.a. durch das Heimgesetz, in vielen Heimen und Institutionen immer noch tabuisiert.
Das Heimgesetz wurde 1974 erlassen, um die Selbstbestimmung der Heimbewohner zu schützen. Nach §2 des Heimgesetzes ist es Zweck des Gesetzes Selbständigkeit, die Selbstbestimmung und die Selbstverantwortung der Bewohnerinnen und Bewohner zu wahren und zu fördern. § 11 besagt, dass ein Heim nur betrieben werden darf, wenn der Träger und die Leitung die Würde sowie die Interessen und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner vor Beeinträchtigungen schützen (Heimgesetz, ebd.)
Doch aus unterschiedlichen Gründen, tendieren zahlreiche Institutionen der Behindertenhilfe dazu, die (sexuelle) Selbstbestimmung der Bewohner auf zahlreiche Arten zu unterdrücken.
Die fehlende Aufführung zum Thema sexuelle Selbstbestimmung in den meisten Einrichtungskonzeptionen oder Hausordnungen führt dazu, dass Mitarbeitende keine Handlungsorientierung besitzen (Baab, 2018, S. 8). Das Schaffen einer gemeinsamen Grundorientierung für das Handeln aller Beteiligten in einer Institution führe nach Ortland dazu, dass das Ausleben der Sexualität der Menschen mit Behinderungen nicht ausschließlich von der Einstellung der Mitarbeiter abhängt (Ortland, 2016, S. 158).
1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz der sexuellen Selbstbestimmung und Erläuterung der Forschungsfrage.
2. Begriffs- und Konzeptklärungen: Definition der zentralen Termini Sexualität, geistige Behinderung und Selbstbestimmung aus soziologischer und pädagogischer Perspektive.
3. Barrieren (sexueller) Selbstbestimmung: Untersuchung institutioneller, struktureller und gesellschaftlicher Hindernisse, die eine selbstbestimmte Sexualität von Menschen mit geistiger Behinderung erschweren.
4. Sexualpädagogik und Sexualerziehung: Erörterung der emanzipatorischen Sexualpädagogik, der Bedeutung der Pubertät und der Zielsetzungen der Sexualerziehung.
5. Sexualassistenz und Sexualbegleitung: Differenzierung zwischen passiver und aktiver Unterstützung, Diskussion von Prostitution, Finanzierung und der Rolle als Dienstleistung.
6. Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse und Fazit zur Bedeutung der sexuellen Selbstbestimmung.
sexuelle Selbstbestimmung, geistige Behinderung, Sexualerziehung, Sexualassistenz, Sexualbegleitung, Barrieren, Institutionen, Prostitution, Inklusion, Identitätsbildung, Teilhabe, Sexualpädagogik, Menschenrechte, Selbstverantwortung, Behinderung
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und Bedingungen für eine sexuelle Selbstbestimmung von Menschen mit geistiger Behinderung im Kontext von Barrieren und Unterstützungsangeboten.
Die Themenfelder umfassen die Definition von Sexualität, die Analyse von Hindernissen in Institutionen und der Gesellschaft, die Rolle der Sexualpädagogik sowie die praktische Umsetzung von Sexualassistenz und Sexualbegleitung.
Das Ziel ist es, das Thema sexuelle Selbstbestimmung offen zu legen und aufzuzeigen, wie diese durch sexuelle Erziehung und assistierende Unterstützung trotz Barrieren realisiert werden kann.
Die Autorin nutzt eine systematisch-konstruktivistische Perspektive, um Behinderung und Sexualität zu betrachten, und stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse sowie Erkenntnisse aus Fachbefragungen.
Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse von Barrieren in Heimen und der Gesellschaft, bevor Konzepte der Sexualerziehung und sexualisierte Dienstleistungen als Lösungsansätze diskutiert werden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie sexuelle Selbstbestimmung, Inklusion, institutionelle Barrieren, Sexualassistenz und emanzipatorische Sexualerziehung.
Die Arbeit differenziert diese über das professionelle Ausbildungsprofil, die diagnostische Herangehensweise an die Entwicklungsstufe der Klienten und das Ziel der Persönlichkeitsentwicklung statt der reinen Befriedigung.
Die Autorin hebt hervor, dass fehlende Konzepte, unanmeldete Betretungen von Intimräumen und sexualfeindliche Hausordnungen die Privatsphäre und somit die sexuelle Selbstbestimmung massiv einschränken.
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